Neue Hüfte

Hallo Leute,

nachdem sich meine Cox-Arthrose nun so weit entwickelt hat, daß ich die Schmerzen langsam nicht aushalte und auch nachts keinen Schlaf mehr finde werde ich wohl um eine Reparatur nicht herumkommen.
Meine Frage ist daher:

Welche Klinken im Raum Süddeutschland haben für solche Sachen einen sehr guten Ruf?

Vielen Dank im Voraus

Thomas

hi

Welche Klinken im Raum Süddeutschland haben für solche Sachen
einen sehr guten Ruf?

Was verstehst du unter Süddeutschland ? ;o)

Allein im Großraum Stuttgart gibts mehrere Kliniken, die diese OP durchführen aber ausschliesslich gutes hab ich bisher nur von der Orthopädischen Klinik Markgröningen gehört

Gruß H.

Hallo Thomas,

mein Tantchen war in der http://www.ocm-muenchen.de und seehr zufrieden.

Ralph

Hallo Thomas,

wenn Du unter 55J alt bist, ist die beste Adresse eine BG-Klinik (Klinik, in der Arbeitsunfälle operiert werden).
Wenn Du älter bist, ist es ein Routine-Eingriff; nimm die Klinik, in der Du von Deinen Leuten leicht besucht werden kannst, das ist für die
Psyche extrem wichtig.
Und am wichtigsten: eine gute Nachbehandlung (Reha), denn ohne dies ist alles problematisch.
Gutes Gelingen wünscht synapse

Und, bitte, bitte:

Eine gute VORbehandlung!
Es gibt Bewegungsrichtungen, die man nach der OP, erst mal oder gar nicht mehr darf, je nach Operateur, Zugang, Prothese u.s.w
Die muss man vorher noch nutzen, um optimal ans Gelenk ranzukommen.

Geh vorher zu einem Physio oder Osteopath und mach folgendes:

Die verkürzten Muskeln schon mal aufdehen/arbeiten, auch mit Eigenübungen.
Besonders, die, die das Operationsergebnis deutlich verbeser können: Die Außenrotatoren und die Adduktoren.
Der Hintergrund ist, das zwar das Gelenk dann neu ist und auch die Kapsel durchtrennt wurde, aber die über Jahre verkürzten Muskeln ziehen weiterhin in die bekannte Arthroseposition rein!
Und damit auch das Becken schief und über die Rückenmuskeln bis an die Schulter u.s.w…

Und Übungen für die erste Zeit, für im und am Bett, man fühlt sich einfach besser, wenn man schon mehr weiß.
Manche mögen sogar das Gehen mit den Stützen vorher üben. Je nach Alter und Zustand halte ich das für sehr sinnvoll!

Das nur so in Kürze…
Für Adressen kannst mich anmailen.
Gruss
Kathy

Hallo Kathy,

danke für Deine Tipps.
Mit der Bewegung ist das so eine Sache. Das ganze ist schon so weit fortgeschritten, daß ich zum Anziehen der Socken nebst Schuhen und der Fußpflege die Hilfe meiner Frau benötige. Deswegen glaube ich nicht, daß mit Bewegungstherapie die Muskeln gedehnt werden können. Denn jede Bewegung, außer einer einigermaßen Geradlinigen zum Gehen am Stock, verursachen ziemliche Schmerzen.
Das ganze ist halt nun mal die Folge einer nicht erkannten Hüftgelenksfehlstellung (Hälse stehen zu steil) und 20 Jahre leistungsmäßig Kampfsport.
Zudem stehe ich erst im zarten Alter von 45 und habe eine wenig Bedenken, weil so eine OP, wie ich informiert bin, nur 2x machen kann und die Haltbarkeit der Ersatzteile auch nur 12 Jahre beträgt.
Ich habe gestern gehört, daß das Vincentinum in Augsburg sehr gut sein soll. Was meinst Du dazu?

Grüße

Thomas

Oh je,

das Krankenhaus kenne ich nicht, bin ja auch ein Fischkopp.
Hier im Norden wüsste ich auch nicht sofort, wen ich empfehlen sollte.

Für die Reha weiß ich es auf jeden Fall, das ist die Reha II in St. Peter-Ording (brügger-therapie.de). Aber da ist das mit den Angehörigen schlechter, es sei denn, sie finden es toll ins schöne St.Peter an die Nordsee zu fahren!
Gabs auch schon.

Egal, wie weit die Arthrose fortgeschritten ist, ich habe schon ein paar Leute bis kurz vor der Op behandelt, genau unter den Gesichtspunkten.
Hattest Du denn in letzter Zeit Physio oder so?
Die Maßnahmen, die ich machen würde, wären auch die, die ich mit jüngeren mache, um die Hüftarthrose überhaupt zu vermeiden. Nur natürlich dem Zustand angepasst. Und sie wirken schmerzlindernd!!!

Man kann die „kommende“ Arthrose nämlich durchaus bis zu 30-40 Jahre vorher erkennen, wenn man die Hüftgelenke manuell untersucht.
Was für mich dazugehört, wenn jemand mit Rücken-, Schulter- oder Knieschmerzen bei mir auftaucht.
Das sogennante typsiche „Muskelmuster“ an typischen Verkürzungen zeigt sich schon recht früh. Besonders bei Steilhüfte und evtl. Dysplasie.

Bei mir ist nur darüber erst die Steilstellung erkannt worden. Daraufhin wurde geröngt.

Auch ich bin zu früh für Ultraschalluntersuchung der Hüfte geboren worden.

Manchmal hat es auch einen Vorteil früher operiert zu werden.
Zum einen kann man dann oft noch mit den kleinsten Prothesen auskommen, d.h. das noch wenig vom eigenen Knochen entfernt werden muss und nicht zementiert werden muss und dadurch eine Nachop leichter gut zu machen ist.
Wenn man arg zu spät hingeht, verliert man evtl. mehr vom eigenen Knochen.
Zum Anderen geht die Entwicklung der Prothesen immer weiter und beim nächsten Mal profitierst Du von noch besserer Technik und noch mehr Erfahrung!!

Ich kenn einige, die ganz glücklich mit ihren Hüften sind!
Und was sein muss, muss sein. Is leider manchmal so.

Weiterhin alles Gute damit!
Kathy