Hallo,
Gibt es natürliche Mittel, um den Testosteronspiegel wieder zu
steigern?
Hallo Claudia, eines der besten natürlichen Mittel dafür ist
Sport.
Aber da muss man(n) schon gehörig schwitzen, Ausdauer-und Leistungs
sport ist angesagt.
Aber fangen wir mal andersrum an, was den testosteronproduzierenden
Drüsen garnicht gut tut, ist Rauchen,fettreiches Essen und Alkohol.
Um die Produktion zu unterstützen benötigt der Körper:
Vitamin: A,C,E und B-Komplex
Mineralstoffe:Zink,Magneium Kalzium Mangan und Molybdän.
Aber jetzt bitte nicht losziehen und die Apotheke reich machen,
den eine ausgewogene abwechslungsreiche Ernährung reicht
vollkommen.
Ich zähl mal auf: Austern, Lachs, Ölsardinen, Heilbutt und Forelle.
Die Milchprodukte Schafskäse saure Sahne und Frischkäse,sowie
Fleisch von Fasan Wild und auch Hühnerbrust
Ganz wichtig sind auch Nüsse,Mandeln Erdnüsse Walnüsse ua.
Mit den angepriesenen Mittelchen wäre ich auch kritisch
zB:
Maca
(Lepidium meyenii walp, Lepidium peruvianum)
Maca (Peruanischer Ginseng) ist eine sehr robuste südamerikanische Pflanze, die in den Hochplateaus der peruanischen Anden beheimatet ist. Sie wird dort seit 3000 Jahren als Gemüsepflanze angebaut. Die nach Butterbonbon riechende Wurzel der Maca-Pflanze enthält viele Eiweiße, viele Mineralstoffe (Zink, Magnesium, Kalzium und v. a. Eisen), Kohlenhydrate (v. a. Fructose und Glukose), viele essentielle Aminosäuren, alle Vitamine.
Der Maca-Wurzeln werden positive Eigenschaften wie eine erhöhte körperliche Leistungsfähigkeit (ähnlich der Anabolika-Wirkung) sowie eine gesteigerte psychische Vitalität / geistige Leistungsfähigkeit zugeschrieben. Die Wirkung ähnelt der des Ginsengs.
Des Weiteren enthält die Maca-Wurzel hormonähnliche Substanzen, denen nachgesagt wird, dass sie die Beckengegend gut durchbluten lassen und den Hormonstoffwechsel (Testosteron- und Östrogenbildung) beeinflussen. Maca soll -nach Erfahrungsberichten- sowohl bei Frauen als auch bei Männern das sexuelle Verlangen und Erleben steigern. Bei Männern soll sich die Potenz steigern und die Zahl der Spermien. Auch ein vorzeitiger Samenerguss soll sich bessern.
Aufgrund der postulierten vielfältigen Steigerungen im sexuellen Bereich wird das Pulver der Maca-Pflanze in Europa und in den USA auch als „Viagra der Natur“ oder „Andenviagra“ bezeichnet.
Anwendung Maca wird verwendet bei Blutarmut, beim chronischen Erschöpfungssyndrom und zur Steigerung der Ausdauer der körperlichen Leistung und des Gedächtnisses.
Weiterhin wird Maca bei hormonellem Ungleichgewicht und Menstruations-Unregelmäßigkeiten, zur Verbesserung der Fruchtbarkeit, bei Beschwerden in den Wechseljahren, Osteoporose, Depressionen, als Liebestrank und als Immunostimulanz eingenommen.
1,5 - 3 g des Macapulvers / Tag erhöhen möglicherweise das sexuelle Bedürfnisses. Dabei soll die 1,5 g Dosis genauso effektiv sein wie die 3 g Dosis.
Bei kurzfristiger Einnahme gelten Dosierungen bis zu 3 g /Tag über 12 Wochen als sicher. Für andere Verwendungen liegen nur unzureichende Daten vor.
Als Nahrungsmittel wird Maca in gebackener oder gerösteter Form konsumiert, als Suppe aufbereitet und für die Herstellung eines vergorenen Getränks verwendet: Maca Chicha.
Vorsicht!
Grundsätzlich sollte man skeptisch sein, wenn von einer Substanz derart viele positiven Wirkungen versprochen werden -bei praktisch völligem Fehlen von Nebenwirkungen. Solch eine Substanz gibt es bislang nicht, weder in der Natur, noch aus dem Labor.
Zu Maca wurden in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Studien publiziert. Allerdings handelt es sich hierbei eher um Erfahrungsberichte von wenigen Maca-Konsumenten und um Studien mit Mäusen. Es gibt keine aussagekräftigen Studien mit einer größeren Zahl von Probanden.
Außerdem fällt auf, dass fast an allen Studien ein einziger Wissenschaftler mitgeschrieben hat (Gonzales). Das macht misstrauisch. Wir haben aus der Vielzahl der Studien daher im Literaturteil nur wenige angegeben. Die anderen sind aber bei Pubmed (dorthin gelangt man, wenn man auf die Studien klickt) abrufbar.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/queryd.fcgi?cmd=R…
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/queryd.fcgi?cmd=R…
Maca wird nicht als Arzneimittel, sondern als Nahrungsmittel / Nahrungsergänzungsmittel vermarktet. Dies hat nicht zu bedeuten, dass das Produkt dadurch kostengünstiger wäre. Es hat eher den Nachteil, dass keine aussagekräftigen Studien vorliegen müssen, damit das Produkt auf den Markt kommt (Zulassungsstudien bei Arzneimitteln!). Bei Nahrungsergänzungsmitteln werden auch -im Gegensatz zu Arzneimitteln- Nebenwirkungen nicht systematisch erfasst.
Bei Maca gibt es also -ähnlich wie bei Uridin- das Problem, dass von einem Nahrungsergänzungsmittel Wirkungen versprochen werden, die man eigentlich von einem Arzneimittel erwartet und dass es so etwas wie „Arzneimittelsicherheit“ nicht gibt.
Von Maca wird auch eine immunstimulierende Wirkung beschrieben. Unklar ist aber, über welchen Mechanismus diese Wirkung zustande kommen soll.
Grundsätzlich ist bei der HIV-Infektion eine Immunstimulation höchst problematisch und sollte vermieden werden. Schließlich ist bei einer HIV-Infektion das Immunsystem schon überstimuliert. Eine zusätzliche Stimulation kann (zumindest bei der unbehandelten HIV-Infektion) schädlich sein. Aus diesem Grunde ist bei HIV-Infektion die Einahme von Sonnenhut (Echinacin) kontraindiziert und die Einnahme von Ginseng und Taigawurzel hoch problematisch.
Viele Grüße
Claudia
nen lieben Gruß zurück
Kai