Hallo!
Ich hab mal wieder ein Rätsel, das ihr Experten mir hoffentlich lösen könnt!
Also: Ich hatte vor ein paar Jahren (ca so mit 12 Jahren) mal „Blutvergiftung“. Was da aber genau war, weiß ich nicht. Es hat so angefangen: ich hatte normale Kopfschmerzen und fühlte mich allgemein unwohl. Dazu hatte ich Schmerzen am linken Oberschenkel, ganz oben, also an der Hüfte. Es fühlte sich damals an wie Muskelkater oder die „Schmerzen“ die man hat wenn man wächst. Nach ein paar Tagen wurden die Schmerzen immer stärker und ich hatte Fieber. Am Schluss sogar über 40°. In einer Nacht bin ich aufgewacht und wollte aufstehen. Aber ich bin gleich umgefallen, weil mein Bein einfach nicht mehr gemacht hat was ich wollte. Meine Eltern, die immer alles verharmlosen, sind dann am nächsten morgen mit mir ins Krankenhaus gegangen. Dort wurde mir Blut abgenommen, die Hüfte wurde geröntgt (schreibt man das so???) und es wurde auch Ultraschall gemacht. Jetzt weiß ich nur, dass ich Eiter am Hüftgelenk hatte und am nächsten morgen gleich operiert wurde. Hab jetzt ne richtig große, fette Narbe am Oberschenkel/an der Hüfte (ca 20 cm lang!!!). Ich war ca 4 Wochen im Krankenhaus und mir wurde täglich Blut abgenommen, ich bekam wochenlang Antibiotika und ich hatte viel Krankengymnastik. Auch noch nach dem Krankenhausaufenthalt. Jahre später hat mir meine Schwester erzählt, dass die Ärzte damals sagten, dass ich wahrscheins nie mehr das Bein richtig bewegen werden kann. Kann ich aber.
Nun ist meine Frage: Was genau hatte ich da? War das was schlimmes? Was wurde bei der OP gemacht? Ich hab mal im inet geforscht, aber da ich mich kein bisschen damit auskenne, wurde ich nicht wirklich aufgeklärt. Ich hab aber erfahren, dass man wenn man mal so was hatte, die Gefahr besteht, dass man so was nochmal bekommt. Auch noch Jahre danach. Stimmt das?
Vielen Dank für eure Hilfe!
Liebe Grüße, Anna
Hallo Anna,
du hattest aus einem uns (und evtl. auch dir) unbekanntem Grund eine Eiterung am Hüftgelenk. Daher kamen die anfänglichen Schmerzen. Diese Eiterbakterien haben sich über die Blutbahnen im gesamten Körper verteilt und damit zu einem extremen Kampf deines Immunsystems geführt haben. Daher kam dann das Fieber und der Zusammenbruch.
Bei der OP wurde dann der Eiterherd an der Hüfte entfernt und evtl. auch die auslösende Ursache für die Eiterung korrigiert.
Vermutlich hatte der Eiterungsprozeß oder die Ursache für diesen dein Hüftgelenk angegriffen, weswegen man Zweifel an der späteren Beweglichkeit hegte. Das du dich trotzdem bewegen kannst, liegt evtl. daran, daß du damals noch so jung warst und dadurch dein Körper sehr regenerationsfähig war.
Bezüglich der Hüfte ist es denkbar, daß durch so eine Erkrankung die Hüfte später einmal Probleme macht. Darüber solltest du einen Orthopäden befragen. Für eine Sepsis (Blutvergiftung) entwickelt man meines Wissens keine Empfindlichkeit.
Gruß Steffi
Hallo Anna,
vermutlich sind also seit der Blutvergiftig und der OP ca. 8 Jahre vergangen.
Ärzte und Kliniken sind verpflichtet, sämtliche Befunde, OP-Berichte, Laborwerte, Röntgenaufnahmen, also die gesamte Krankenakte, mindestens 10 Jahre aufzubewahren, sodass Du die Zeit nutzen solltest, denn auf offene Fragen sollte man sich um Antwort bemühen. Sonst hat man nie Ruhe.
Ich habe Dir aus folgemdem Link, eine für Dich interessante Aussage herauskopiert: http://www.vertragsarztrecht.net/behandlungsfehler/5…
„Der Einsichtsanspruch des Patienten beschränkt sich daher in der Regel auf die Herausgabe von Kopien (auch Bildkopien), deren Anfertigungskosten der Patient selber tragen muss. Allerdings ist der Arzt verpflichtet, einem vor-, nach- oder mitbehandelnden Arzt auf Verlangen (bei Überweisungen, Krankenhauseinweisungen und -entlassungen auch ohne ausdrückliches Verlangen) die erhobenen Befunde zu übermitteln und über die vorgenommene Behandlung zu informieren. Nur zu diesem Zweck kann auch der Patient die Herausgabe von Krankenunterlagen im Original an den anderen Arzt beanspruchen; sie dürfen ihm zu diesem Zweck auch selbst mitgegeben werden.“
Also, noch kannst Du Dir Gewissheit verschaffen, worauf wartest Du noch?
Viele Grüße, Renate
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]