Finger ablecken beim umblättern

Hallo,

ich mache es schon automatisch, wie sicherlich 90% auch - ich lecke meinen Zeigefinger an um besser umblättern zu können (Zeitschrift, Buch…)

Nun mache ich das instinktiv auch beim Arzt im Wartezimmer, beim Frisör etc. Erst jetzt ist mir aufgefallen, dass das fast alle machen.

Nun stellt sich mir die Frage wieviele „fremde“ Bakterien ich hierbei aufnehme (ich denke gerade an: „der Name der Rose“)

Chrisma

Immunsystem-Training
Hallo Chrisma,

der Spruch mit den gesündesten Kindern, die im dicksten Dreck gespielt haben entbehrt nicht gewisser Tatsachen. Von daher sieh es locker. Und in dieser Geschichte der Wissenschaft gegen die Fesseln der Religion ist das Buch vergiftet, nicht biologisch verseucht.

Gruß

Stefan

Hi Chrisma
Ich habe dieses Finger-Lecken beim Umblättern eigentlich nur noch nei alten Leuten gesehen. Bei jungen Leuten, soweit ich ich erinnere, noch nie.
Ich fand das als Kind immer saukomisch und ein bissel eklig, das war so in der 50er Jahren, da habe ich das

schlechte Angwohnheiten lassen sich ändern
Hallo Chrisma,

gruselig-spannende Vorstellung:
Optimisten denken eher an ein Immunitätstraining, Realisten aber auch an Russisch-Roulett in Bezug auf die Aufnahme potentieller Mikroorganismen.

Denk doch nur mal an die fäkal-oralen Übertragungswege vieler Krankheitskeime, z. B. allein von diversen Salmonellenarten, aber auch so leckeren Sachen wie Enterobius, der als Wurmei von Hand zu Hand zu Mund weitergereicht wird (irgendwann wundert man sich über die Madenwürmchen im eigenen Stuhl, aber die heutigen Tiefspülklos geben ja auch so etwas nicht mehr preis. Dann juckt es eben an pikanter Stelle und man fragt sich: Wieso?
Nein, das obligatorische Fingerablecken ist eine gefährliche Angewohnheit, die unangenehme Folgen haben kann.
Obwohl die Keime auf den Türklinken in der Arztpraxis sich wohl kaum von denen unterscheiden, die sich auf den 100mal umgeblätterten Illustriertenseiten befinden, würde sie wohl kaum jemand anfassen und anschließend die Finger ablecken.

Kleiner Trick: einen Hauch Handcreme in die Fingerspitzen einmassieren, Minitube passt in die Handtasche, unbelecktes Umblättern ist nun überall garantiert.

Schöne Grüße

Renate

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Hi Chrisma,

natürlich hat sich auch die „Wissenschaft“ bereits Gedanken über dieses Thema gemacht und eine Studie durchgeführt.

So war es vor einiger Zeit im Fernsehen jedenfalls zu sehen. Man hat erstaunt festgestellt, dass die Zeitungen bei Ärzten, Friseuren etc. bakterienfrei waren, auch wenn die vorhergehende Untersuchung dutzende und mehr fingerleckende, schniefende, kranke/gesunde Leser beobachtet hatte.

Das Ergebnis der Untersuchung war also, dass öffentlich ausgelegte Zeitungen und Zeitschriften völlig unbedenklich sind, soweit es Bakterien etc. betrifft. Über die ungefährdete Aufnahme des Inhalts sagte die Studie allerdings nichts. :smile:

Leider weiss nicht mehr wann die Sendung war, noch welcher Sender sie ausstrahlte, kann mich aber wegen ihres skurillen und erstaunlichen Inhaltes noch gut daran erinnern.

Gruß
Nita