Kanüle im Handrücken

Hallo,
ich habe am Montag eine Gallen OP.Heute hatte ich die üblichen Vorgespräche.Dabei sagte mit der Arzt das man mir eine etwas größere Nadel/Kanüle in den Handrücken machen würde.Schon ein Wunder das ich nicht gleich umgekippt bin.Vor Blutabnahmen habe ich keine Angst,aber dieses Ding macht mir doch zu schaffen.Könnte mir vieleicht jemand kurz erläutern mit welchem Schmerz man dabei zu rechnen hat,ich kenne mich da garnicht aus.
Vielen dank im Vorraus
Felina

Hallo Felina !
Schmerzen werden sehr subjektiv wahrgenommen, so dass man Deine
Frage objektiv nicht beantworten kann. Eine Person ist bekanntlich
empfindlicher als eine andere. Aus eigener Erfahrung (sowohl als
„Täter“ wie auch als „Opfer“) kann ich nur sagen, dass es schon
ein wenig wehtut und etwas unangenehm ist. Allerdings ist die
Dauer des Schmerzes recht kurz, so dass man es aushalten kann.
Hinzu kommt auch, dass diese Kanülen meist von Narkoseärzten gelegt
werden, die in der Regel viel Erfahrung damit haben und auch sehr
gut und geschickt stechen können. Die Nadel ist wichtig für die Narkoseeinleitung und für Infusionen während der OP, um den Kreislauf
stabil zu halten. Spreche den Arzt ruhig hinsichtlich Deiner Befürchtung an ! Vielleicht gibt er Dir dann, wenn die Kanüle in der OP-Schleuse gesetzt wird, vorher etwas Lachgas; dann merkst Du noch weniger. Aber wie auch immer, ich bin der Ansicht, dass Du wirklich keine Angst haben musst.

Alles Gute für die OP !

Kai (Assistenzarzt für Innere Medizin)

schaffen.Könnte mir vieleicht jemand kurz erläutern mit
welchem Schmerz man dabei zu rechnen hat,ich kenne mich da
garnicht aus.

Meiner Meinung nach der gleiche Schmerz, als hättest Du eine im Arm. Mein persönlicher Eindruck: Es ist angenehmer, weil der Handrücken unempfindlicher ist, als die Ellenbeuge. Aber Schmerz ist halt immer subjektiv.

Außerdem weiß ja keiner, was Dein Arzt unter „dicker“ versteht. Vielleicht meint er ja ein Ofenrohr? :smile:

Da brauchst Du Dir ja mal gar nicht ins Hemd machen. Es gibt Leute, die sägen sich nen Finger ab und leben noch… :smile: Gibt nu echt schlimmeres als ne Kanüle.

schaffen.Könnte mir vieleicht jemand kurz erläutern mit
welchem Schmerz man dabei zu rechnen hat,ich kenne mich da
garnicht aus.

Meiner Meinung nach der gleiche Schmerz, als hättest Du eine
im Arm. Mein persönlicher Eindruck: Es ist angenehmer, weil
der Handrücken unempfindlicher ist, als die Ellenbeuge. Aber
Schmerz ist halt immer subjektiv.

Dem muss ich widersprechen: Die Dichte der Nervenfasern nimmt
zur Hand hin zu, da wir dort unseren sensibelsten Tastsinn haben
und nicht in der Ellenbeuge. Ein Stich in die Hand ist somit
in aller Regel immer schmerzhafter.

Außerdem weiß ja keiner, was Dein Arzt unter „dicker“
versteht. Vielleicht meint er ja ein Ofenrohr? :smile:
Da brauchst Du Dir ja mal gar nicht ins Hemd machen. Es gibt
Leute, die sägen sich nen Finger ab und leben noch… :smile: Gibt
nu echt schlimmeres als ne Kanüle.

Na, das ist ja mal ein Vergleich…
Aber wie auch immer: Es ist doch okay, wenn man Angst vor einer
Kanüle hat. Jeder Mensch ist eben anders. Ich finde so etwas nicht
albern.

Gruß Kai

keine Nadel!
Hi,

größere Nadel/Kanüle in den Handrücken machen würde.Schon ein

ich habe mich schon damals in meine „aktiven“ Zeit immer gefragt, warum den Patienten nicht gesagt wird, dass bei Braunülen nach dem Einstechen die Nadel wieder entfernt wird. Liegen bleibt nur ein Kunststoffschlauch! Der kann natürlich nicht picksen. Vielleicht beruhigt dich das etwas.

Grüße,
J~

Hallo Felina,

ich hab schon einige mal eine solche Braunüle http://de.wikipedia.org/wiki/Braun%C3%BCle in der Hand stecken gehabt - und überlebt :wink:
Im Ernst, das ist (meist) völlig harmlos und der Picks ist schmerzarm (auch meist).
Nach dem Stich wird die Nadel entfernt und es bleibt ein kleiner Teflonschlauch in der Vene zurück, der flexibel ist und überhaupt nicht pickst.
Mit Pflaster fixiert kann sich der Schlauch auch nicht verschieben.

Gandalf

Hallo,

ein typischer Fall von „Bangemachen gilt nicht“.

Man legt dir einen Zugang in eine Vene weil darüber Medikamente in deine Bltbahn gespritzt werden können und man eine Infusion anschliessen kann. Das ist nichts anderes als bei der Blutabnahme, nur dass man hier kein Blut abzapft, sondern den Kanal nutzt um etwas hereinspritzen zu können.

Es gibt diese Zugänge nun in unterschiedlichen Durchmessern weil - klar - je dicker, desto mehr Durchflußrate.

Allerdings ist der Aufbau immer so dass innen die Nadel ist, und da außen rum liegt ein Silikonschlauch, der ganz weich und flexibel ist. Die Nadel, wie gesagt immer dünner als das Gesamtgerät, ist innen und recht dünn. Hat man durch die Haut gestochen wird die Nadel rausgezogen und in der Vene bleibt nur der ganz geschmeidige Silikonschlauch.

Du hast also keine „Nadel im Arm“ und brauchst dementsprechend auch keine Angst haben die Hand zu bewegen. Die Nadel ist auch immer relativ dünn, wie gesagt, sie liegt innen in dem Schlauch und außerdem haben diese Nadeln einen Spezialschliff. Er ist so ausgeführt dass da nicht einfach nur mit einer fiesen Spitze in die Haut gestochen wird, sondern diese Spitze ist angeschrägt. Dadurch sticht sie am Anfang, wenn es in die Haut geht, mit einer wirklich nur sehr kleinen, dünnen Spitze, die dann nach hinten einen Tick breiter wird - aber das tut nicht mehr weh weil ja die anfangs mit dem „Picks“ eingestochene Spitze ganz dünn ist.

Letztlich ist es also weit harmloser als es dir im Augenblick erscheint und ich hoffe dass dich diese Erklärung beruhigen kann. Es ist wirklich nicht schlimm und es ist nur eine saublöde Formulierung gewesen dass der Arzt gesagt hat dass er mit ner dicken Nadel kommt. Das ist aber wirklich kein Grund Angst zu haben weil es echt keinen Unterschied macht, OK?

Ansonsten sticht man gerne erstmal in relativ weit außen liegende Bereiche des Körpers weil wenn jemand einen Schock bekommt „zentralisiert“ der Kreislauf, beschränkt sich also immer mehr auf den Körperkern. Die weit aussen liegenden Venen-Bereiche sind dann nicht mehr gut mit Blut gefüllt, man findet dort keinen Zugang mehr. Also muß man dann in körpernähere Regionen vorrücken. Um diese Bereiche aber auch weiter zur Verfügung zu haben und dort später eventuell weitere Zugänge legen zu können fängt man erstmal außen, sprich am Handrücken an, dann hat man nachher ggf. noch Chancen auf die Ellenbeuge, wenn es nötig werden würde. Fängt man gleich in der Ellenbeuge an findet man im Falle eines Falles aber garantiert nichts mehr am Handrücken wenn der Patient zentralisiert.

Ach ja, einen heißen Tip noch. In manchen Krankenhäusern gibt es so ne Art „Bolzenschußgerät“ mit einem Oberflächenanästhetikum. Da wird mit einer superfeinen Nadel, die so extrem dünn ist dass man sie nicht spürt, eine kleine Menge Lokalanästhetikum auf die Haut gesetzt. Wenn man dieses genau an der Stelle macht, an der später der Zugang gelegt werden soll, wird damit auch der - ansonsten aber auch wirklich nicht schlimme - Picks überdeckt wenn der Arzt deinen Zugang legt.

Frag’ am Montag einfach mal nach ob es in deinem Krankenhaus so in Ding gibt! Wenn nicht kannst du aber auch locker bleiben, weil wie gesagt: die Nadeln der Zugänge sind speziell geschliffen und deswegen gibt es echt nur einen relativ harmlosen Picks. Das ist wirklich kein ernsthaftes Problem. Mach’ dir keine Sorgen, wirklich!

Alles Gute für die OP! :smile:

MecFleih

Hallo und vielen Dank an alle die geantwortet haben.Meine Größte Panik hat sich nun in verfüchtigt.Ich wollte den Arzt im Krankenhaus auch nicht nach dem „Schmerz“ fragen,weil ich befürchtete das er das 1000 mal am Tag gefragt wird und mich für lala erklärt,er macht das ja 10 mal am Tag.
Nun gut,dann werde ich mich den unsagbar unerträglichen und nicht auszuhaltenden Schmerzen der Kanüle am Montag mal ergeben.
Also nochmal,danke an alle,hat wirklich wirklich geholfen.
Gruß Felina

Dem muss ich widersprechen: Die Dichte der Nervenfasern nimmt
zur Hand hin zu, da wir dort unseren sensibelsten Tastsinn
haben und nicht in der Ellenbeuge. Ein Stich in die Hand ist
somit in aller Regel immer schmerzhafter.

Dann bin ich komisch oder hab es falsch in Erinnerung.

Aber wie auch immer: Es ist doch okay, wenn man Angst vor
einer Kanüle hat

Ich auch.

Ich finde so etwas nicht albern.

Hab ich irgendwo behauptet, daß das albern ist?

Hi
die Kanüle wird nur zum Einführen benötigt und wieder gezogen, drin bleib nur ein flexibler Schlauch. Piekt halt. entspann dich, schau weg, wenn du den Anblick nicht ertragen kannst. der Schmerz kann unterschiedlich sein, hängt von zu vielen Faktoren ab als das man ihn einstufen könnte. Ich hab schon Zugänge gelgt bekommen und nix gemerkt, ein Anderes mal hätte ich beinahe zugeschlagen… aber ich denke es wird dir kein Anfänger das Teil seitzen.

JS

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hi

Könnte mir vieleicht jemand kurz erläutern mit welchem Schmerz man
dabei zu rechnen hat,ich kenne mich da garnicht aus.

Der erste Pieks ist ungefähr so als würde dir eine Impfung verpasst

wenn du viel an der frischen Luft b ist und dort mit den Händen etwas tust (Gartenarbeit, Sport, etc.) solltest du das vorher sagen ! :o)

Denn dann ist die Haut dicker und sie müssen eine stabilere Nadel nehmen - lieber einmal eine dickere (piekst nicht anders als die dünnere) als erst eine dünne zu nehmen, dann nicht reinzukommen und dann soch eine dickere ;o)

Ist also alles überhaupt kein Problem !!

Du kannst dich vorsichtshalber dazu auch schon hinlegen und einfach nicht hinschauen :o) dann geht das gut … ausserdem kannst du auch vorher schon sagen, dass du da empfindlich bist, dann haben sie immer jemanden an der Hand, der dafür bekannt ist das sehr gut und vor allem schnell zu können :o))

Viele Grüße

H.

Hi,

ist bei mir schon nen bischen her, aber bei mir wurde die Einstichstelle vorher lokal betäubt. Hab auch mal gehört, dass eine dickere Nadel nicht unbedingt schlimmer ist, weil man die besser schärfen kann. Naja, wie auch immer. Ich hab damals nix gemerkt…

Toi, toi, toi… Dir alles Gute…

LG

Chris

Hi,

wenn du viel an der frischen Luft b ist und dort mit den
Händen etwas tust (Gartenarbeit, Sport, etc.) solltest du das
vorher sagen ! :o)

Denn dann ist die Haut dicker und sie müssen eine stabilere
Nadel nehmen - lieber einmal eine dickere (piekst nicht anders
als die dünnere) als erst eine dünne zu nehmen, dann nicht
reinzukommen und dann soch eine dickere ;o)

also DAS hab ich ja noch nie gehört. Ist fast noch besser als die „rollvenen“…

LG Alex:smile:

und noch ein Bild
Hi felina

schau mal hier
http://images.google.de/imgres?imgurl=http://upload…

oben eine komplette Braunüle, in der Mitte das Plastikschläuchen dass in der Vene bleibt und unten die eigentliche Kanüle die aber wieder entfernt wird.

Alles Gute

susanne

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Hallo,

es ist nicht schlimm. Der Stich piekt ein wenig, aber die Nadel wird ja gleich wieder rausgezogen und in der Haut bleibt nur ein kleiner Schlauch aus Teflon, also nicht die Nadel sondern ein bewegliches Material. Das kann dann ein paar Tage in der Vene bleiben ohne gross zu stören.
Alles Gute!

Hallo Felina!

Bitte doch den Narkosearzt um eine Lokalbetäubung. Frag was es kostet, falls er sich aus Kostengründen weigert.
Er gibt mit einer ganz dünnen Nadel die Lokalbetäubung in die Vene. Dann spürst Du von der dicken Nadel michts mehr. Ich weiß es, denn ich hab es bereits vor Jahren für Dich vorgetestet.

Ich wünsche Dir gutes Gelingen! Kopf hoch!
Berichte doch mal danach, wie es gelaufen ist.

Alles Gute,
Rosa

Hallo,

ich habe am Montag eine Gallen OP.Heute hatte ich die üblichen
Vorgespräche.Dabei sagte mit der Arzt das man mir eine etwas
größere Nadel/Kanüle in den Handrücken machen würde.Schon ein
Wunder das ich nicht gleich umgekippt bin.Vor Blutabnahmen
habe ich keine Angst,aber dieses Ding macht mir doch zu
schaffen.Könnte mir vieleicht jemand kurz erläutern mit
welchem Schmerz man dabei zu rechnen hat,ich kenne mich da
garnicht aus.
Vielen dank im Vorraus
Felina

Ich hatte einmal eine Kanüle im Handrücken. Also schlimm ist das nun wirklich nicht. Das Reinstechen tat weh, aber es dauert ja nur ein paar Sekunden.