Hallo Erik,
wenn ich gewußt hätte, wo die Behandlungsversuche enden, hätte
ich das alles sein gelassen. Die Geräusche im rechten Ohren
waren ein relativ leises Brummen, periodisch und insgesamt
max. ein paar Minuten am Tag: meistens dann, wenn ich in
schlechter Kopfhaltung saß oder lag, bzw. meinen Kopf
aufstützte. Mit einer kleinen Kieferbewegung konnte ich das
Geräusch zumindest kurz unterbrechen und wenn ich morgens oder
nach langem Sitzen wieder in Bewegung kam, verschwand es.
Tja, aber das immer alles vorher zu wissen. Wenn ich das wüßte, ich glaub, dann bräucht ich nicht mehr arbeiten.
Auf jeden Fall sieht man, dass es eben auch Nebenwirkungen geben kann. Das ist wichtig…
Bei dem Zahnarzt habe ich eine Funktionsanalyse gemacht und
eine Schiene bekommen. Ich habe ein permanentes Knacken bei
jeder Mundöffnung, sowie Knirschgeräusche. Der Kiefer ist
extrem mobil. Kaubewegungen verlaufen nie einer geraden Bahn.
Meine Theorie ist: Der Unterkiefer befindet sich in einer
Fehlstellung, die sich nicht über eindimensionale Wirkung
einer Schiene beheben lässt.
Leider ist es nicht immer einfach nur der Unterkiefer, der ist dafür zu mobeil und zu sehr von Muskeln beeinflusst und zwar auch solchen, die wiederum schon aus dem Brustkorb und vom Hals kommen und von den Kaumuskeln und von der Haltung. Aber es ist nie nur eindimensional, da hast Du recht. Da diese Muskeln dann auch wieder Vergindung nach unten haben, kann es sogar mit einer Fehlstellung vom Becker her zu tun haben.
Dadurch werden Sehnen oder Nerven
beeinflusst, die wiederum das Ohr und den Hörapparat
betreffen.
Richtig
Während der Physiotherapie - noch vor dem „Triggern“ - hatte
ich guten Erfolg mit einer eigenen Übung: ich habe einen
Jonglierball in den Mund genommen und den Unterkiefer dadurch
leicht gedehnt. Das Brummen verschwand für über ein Jahr und
in den letzten Monaten hatte ich es vielleicht für 3 Minuten
(ich hatte aber auch keine Übungen o.a. gemacht).
Evtl würde es Dir also helfen, die Kau- und Kiefermuskeln ausgiebig zu behandeln?
Als ich der Physiotherapeutin von dem Pfeifen im linken Ohr
berichtete, brachte sie es sofort mit meiner Ballübung in
Verbindung. Inzwischen waren aber über zwei Wochen vergangen
und das Pfeifen begann genau im Moment der
Aku-Nadel-Behandlung.
Der Schmerz war sofort wieder weg. Aber ich weiss immer noch
nicht, was das für ein Punkt war und welches Ziel diese
Behadlung hatte.
Und Du hast nicht nachgefragt? Egal was es ist: FRAGEN!
Würd mich ja auch interessieren.
Das Phänomen der Ohrgeräusche bei einem Infekt kennen ich bei
mir nicht,
Du Glücklicher
sehe aber einen möglichen Zusammenhang: Wenn ich
die linke Wange aufblase habe ich Sekretgeräusche im linken
Ohr. Offenbar herrscht hier eine ähnlich Verengung, wie sie
evt. bei infektbedingten Schwellungen oder Verschlüssen
existiert. Dieses Knistern lässt sich mit der Schiene etwas
verbessern.
Und - da ich nun schon fast alles erwähnt habe, ein Letztes,
dass uns wieder auf den Kiefer bringen - wenn ich den
Unterkiefer nach vorn überdehne, habe ich das gleiche,
permanente Pfeiffen des linken Ohres auch im rechten, nur
leiser.
Wie lange hast Du die Geräusche schon?
Keine Ahnung. Da ich schon sehr früh Mittelohrentzündung hatte vielleicht schon immer? Meist ein Sausen, oft so, wie eine Waschmaschine im höchsten Schleudergang.
Sind sie mit der Zeit lauter geworden? Was meinst du mit minimal
minimale Lautstärke
Schlimmer werden sie bei schlechter Haltung, Lärm, Infekten, Kieferproblemen. Sobald ich schnupfen habe, sind die Ohren „dicht“ alles hört sich dumpf an und ich selbst höre mich lauter. Die Waschmaschine schleudert dann besonders hoch! Nach dem Infekt dauert es etwas, dann ist es wieder auf geringer Lautstärke.
Mich stört es nur selten… Je nach Kiefer"lage" kommt ein hohes Pfeifen dazu.
Gruß
Kathy