Ärztestreik
Von: , Frage gestellt am Do, 30. Nov 2000
nächste Woche streiken schon wieder die Fachärzte.
Wie können wir als einfache Patienten hier helfen
nächste Woche streiken schon wieder die Fachärzte.
Wie können wir als einfache Patienten hier helfen
Hi Aaron :)
Wir Patienten können bei dem Streik direkt erstmal nichts tun, außer Verständnis für die Ärzte mitzubringen. Die Ärzte streiken ja nicht, wegen ihren Kunden (Patienten), sondern wegen der Regelungen zur gesetzlichen Krankenversicherung.
Langfristig werden die Patienten aber doch etwas tun und den Gesetzgeber zum Umdenken zwingen. Wenn die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen noch weiter reduziert werden, dann gibt es eigentlich für alle Leute über der Bemessungsgrenze keinen Grund mehr, noch länger in einer gesetlichen Krankenkasse zu bleiben. Mich z.B. halten nur meine 3 Kinder noch dort, die ja umsonst mitversichert sind. Aber es dauert wohl nicht mehr lange, dann werde ich in eine private Versicherung wechseln, selbst wenn es ein paar Mark mehr kostet im Monat.
Soll sich der Gesetzgeber doch überlegen, ob er die Leute, die den Höchstsatz zur gesetzlichen Krankenversicherung bezahlen, gerne vergraulen möchte. Die Einkünfte der gesetlichen Krankenkassen würden dadurch viel stärker sinken als die gesparten Ausgaben, so dass die medizinische Versorgung durch die gesetzlichen Krankenkassen noch schlechter werden wird ...
cu Stefan.
Hi,
die privaten Vers. sind aufgrund der Gesundheitsreform 2000 ab 1.1.2000 vom Gestzgeber verpflichtet worden, nicht mehr als die Höchstbeiträge der gesetzlichen zu nehmen. darum gibt es keinen Grund , in der gesetzl. zu bleiben , auch im Alter ist mit massiven Erhöhungen von den privaten nichts mehr drin.Hier hat sich ab Jahresanfang einiges zugunsten der privaten geändert und natürlich auch zugusnten der Versicherten. Mit Kindern ist man natüröich inder ges. vorerst am besten aufgehoben, aber wenn die aus dem Haus sind, würde es bei mir kein Halten in der gesetzl. geben.
frdl. gru
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Hi Aaron :)
die privaten Vers. sind aufgrund der Gesundheitsreform 2000 ab
1.1.2000 vom Gestzgeber verpflichtet worden, nicht mehr als
die Höchstbeiträge der gesetzlichen zu nehmen. darum gibt es
keinen Grund , in der gesetzl. zu bleiben , auch im Alter ist
mit massiven Erhöhungen von den privaten nichts mehr drin.
Wirklich? Das wußte ich nicht! Ein Grund mehr zu wechseln, auch wenn es wegen der Kinder noch ein paar Pfennig teurer ist. Dann wird mein Arzt für seine Leistung endlich wieder vernünftig bezahlt und behandelt mich dann auch entsprechend :)
Viele Grüße
Stefan.
Hi,
ich würde dem Arzt dann natürlich nicht unbedingt sagen, jetzt kannst du abrechnene was du willst, sondern nur die Rechng. nehmen und nachsehen, die können dann bis zum 2.3 fachen abrechnen und dann damit zufrieden sein, denn wenn du ihn daraufhin schubst, da ß er aucxh mehr nehmen kann, wird dadurch der Bundesdurchnschnitt bei den privaten versaut und alle müssen darunter leiden, daß die jetzigen ganz tollen Leistungen irgendwie abgebaut oder heruntergeschraubt werden, denn über Beitragserhöhungen können die privaten nichts merh ausgleichen.
Wenn du noch ein paar Kinder mitversichern willlst, dann handele doch mit den privaten einen ordetnlichen Beitrag aus, vielleicht kommst du dann sogar noch besser weg, als wenn du alle zusatzversicherst, oder wie du es zur Zeit handhabst, wäre auch ne Idee.
frdl. Gruß
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Sorry Leute, aber irgendwo stimmt doch da überall etwas nicht, denn nieman hat was zu verschenken:
Entweder die privatne bekommen bei ihrer Einnahmen - Ausganben - Bilanz ncoh etwas raus, oder die frieren ihre Leistungen genauso ein, wie es der Gesetzgeber bei den gesetzlichen Krankenversicherungen z. Z. macht (machen muss). Und die Ärzte streiken, weil sie die Verteilung der Gelder (=Arzthonorare) durch die Kassenärztlichen Vereinigungen - nicht durch die Krankenkassen - ungerecht empfinden. Es ist genug (wann hat jemand "genug GEld"????) Geld im Topf, nur will jeder den Löwenanteil und der momentane Honorarverteilmaßstab ist da wirklich ausbesserungsfähig.
Aber glaubt einer im Ernst, dass eine private Krankenversicherung (PKV) - die (angeblich) alles bezahlt und dann noch zum mehrfachen Satz - diese Gelder nicht durch Beiträge wieder reinholt ???? Zudem zahlen die PKV ihren Vertretern Provisionen, die ebenfalls durch Beiträge reinkommen müssen.
Muss ein Arzt tatsächlich für alles Geld nehmen ??? Sind das nicht auch Service Unternehmen, die gewisse Leistungen (Beratungen, kleine Handreichungen wie Impfberatung im Urlaub) etc.) auch kostenfrei erbringen könnten? Die momentane Masche, alles noch zusätzlich privat abzuverlangen ist m. E. eine Unsitte, die zum Himmel schreit.
Georg
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Hi Georg :)
Entweder die privatne bekommen bei ihrer Einnahmen - Ausganben
- Bilanz ncoh etwas raus, oder die frieren ihre Leistungen
genauso ein, wie es der Gesetzgeber bei den gesetzlichen
Krankenversicherungen z. Z. macht (machen muss).
Nunja. Es ist jedoch so, dass die privaten Krankenkassen (PK) zahlungskräftige Mitglieder haben, denn diese müssen ja oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Die gesetzlichen Krankenkassen (GK) haben hingegen viele zahlungsschwache Mitglieder (z.B. Arbeitslose, Sozialhilfe-Empfänger). Daher kannst du davon ausgehen, dass die PK noch sehr lange erheblich mehr Leistung bieten können als die GK.
[...] Es ist genug (wann hat jemand "genug GEld"????) Geld im
Topf, nur will jeder den Löwenanteil und der momentane
Honorarverteilmaßstab ist da wirklich ausbesserungsfähig.
Super, wenn genug Geld im Topf ist, dann kann man ja die Beiträge senken und den Versicherten mal was zurückgeben ...
Aber glaubt einer im Ernst, dass eine private
Krankenversicherung (PKV) - die (angeblich) alles bezahlt und
dann noch zum mehrfachen Satz - diese Gelder nicht durch
Beiträge wieder reinholt ????
Doch klar. Aber wie gesagt, können deren Mitglieder entsprechende Beiträge bezahlen.
Muss ein Arzt tatsächlich für alles Geld nehmen ???
Das frage ich mich manchmal auch, wenn ich mein Auto in die Werkstatt bringe ...
Die momentane Masche,
alles noch zusätzlich privat abzuverlangen ist m. E. eine
Unsitte, die zum Himmel schreit.
Ich finde das völlig in Ordnung, wenn ich dadurch eine bessere Behandlung erhalte, die mir sonst verwehrt würde ...
cu Stefan.
Schön dass mein Beitrag eine rege Diskussion ausgelöst hat:
Nunja. Es ist jedoch so, dass die privaten Krankenkassen (PK)
zahlungskräftige Mitglieder haben, denn diese müssen ja
oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Die
gesetzlichen Krankenkassen (GK) haben hingegen viele
zahlungsschwache Mitglieder (z.B. Arbeitslose,
Sozialhilfe-Empfänger). Daher kannst du davon ausgehen, dass
die PK noch sehr lange erheblich mehr Leistung bieten können
als die GK.
Stimmt nicht ganz - die gesetzlichen KV arbeitet nach dem Solidaritätsprinzip: jeder zahlt anteilsmäßig (prozentual nach seinem Einkommen) und erhält die gleichen Leistungen. In der privaten KV gilt das Individualprinzip: Jeder handelt "individuell" eine Versicherung aus - die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem Umfang der Leistungen. Deshalb ist die - weiter oben beschriebene - private Versicherung "im Alter" auch auf ein minimales Leistungsniveau gedrückt .
Super, wenn genug Geld im Topf ist, dann kann man ja die
Beiträge senken und den Versicherten mal was zurückgeben ...
Es wird Genug Geld "zum Verteilen" bereitgestellt. Aber an der Verteilung stimmt was nicht (Die Sache der Verteilung ist übrigens ist übrigens nicht Aufgabe der Krankenkassen sondern der Ärzte über ihre Kassenärztlichen Vereinigungen)
Aber glaubt einer im Ernst, dass eine private
Krankenversicherung (PKV) - die (angeblich) alles bezahlt und
dann noch zum mehrfachen Satz - diese Gelder nicht durch
Beiträge wieder reinholt ????
Doch klar. Aber wie gesagt, können deren Mitglieder
entsprechende Beiträge bezahlen.
- siehe oben Solidar- und Individualprinzip
Muss ein Arzt tatsächlich für alles Geld nehmen ???
Das frage ich mich manchmal auch, wenn ich mein Auto in die
Werkstatt bringe ...
Sehe ich genauso - Thema ist aber Ä R Z T E - Streik nicht Mechanikerstreik. Ausserdem kann ich u. U. auf mein Auto verzichten. Auf meinen Körper nicht.
Die momentane Masche,
alles noch zusätzlich privat abzuverlangen ist m. E. eine
Unsitte, die zum Himmel schreit.
Ich finde das völlig in Ordnung, wenn ich dadurch eine bessere
Behandlung erhalte, die mir sonst verwehrt würde ...
Ich nicht.
cu Stefan.
Hi,
ich frage mich besonders, warum gerade die reichsten Fachärzte streiken
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Bis zu Deinem Beitrag dachte ich, ich sitze in einem Ärztekongress!!!!
Richtig ist, das die gesezl.Krankenkassen wenig nachvollziehbar
nachträglich Gelder für Ärzte kürzen für eine bereits erbrachte Leistung, weil das Gesamtbudget nicht ausreicht. (Vergleich: Ich habe zwar für 300 DM im letzten Monat getankt, aber nur für 250 DM Km Leistung Einnahmen gehabt, also zahle ich auch nur 250 DM). Dennoch sollte der Sprung in die PKV, der ich seid 20 Jahren angehöre, wohl überlegt sein. Man muss dabei bedenken, dass die eigenen Kinder nach der Ausbildung erhebliche probleme haben , in die gesetzliche Versicheruing zu kommen, die private aber bei erworbenen oder ererbten Krankheiten dann kräftige Zuschläge nimmt. Auch eine Ehefrau kommt nicht mehr ohne Schwierigkeit in die gesetzliche Krankenkasse, wenn sich der Mann verfrüht verabschiedet, auch bei Scheidung. Ich denke, es sollte allles genau durchgereechnet werden, bevor man (endgültig) wechselt. Früher war der Wechsel zurück sehr viel einfacher!
Gruss R
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