Schulterschmerzen - was kann es sein?

Hallo,

ich habe seit ein paar Tagen Schmerzen in der rechten Schulter (Rechtshänder). Momentan creme ich kräftig mit was gegen Sportverletzungen ein, wenn es bis Montag nicht besser ist, werde ich auf jeden Fall zum Doc marschieren.

Zur Vorgeschichte: vor gut 2 Jahren bin ich beim Jiu-Jitsu mal falsch geworfen worden, die rechte Schulter wurde dabei zwar nicht ausgekugelt, allerdings tat sie mir den Rest des abends arg weh. Am nächsten Morgen ging es wieder halbwegs, daher bin ich damals nicht zum Doc gelaufen. Seit dem habe ich jedoch rechts bei Überkopfarbeiten bzw. Überkopfsport mittlere Probleme - will sagen, beim Langhanteltraining geht irgendwann gar nichts mehr, und auch kann ich rechts nicht schmerzfrei so dehnen wie links.

So, kürzlich bin ich beim Squashen einem Ball hinterhergehechtet und konnte nicht mehr rechtzeitig abstoppen und habe mit der rechten Schulter die Wand ‚geknutscht‘.

Seitdem habe ich so ein paar dumpfe Schmerzen im Schultergelenk. Tagsüber nicht ständig sondern eher wenn ich komische Bewegungen mache, z. B. zuziehen von Türen, Über-Kopf-Ordnerstemmen oder richtiges durchstrecken mit Ellbogen nach hinten. Nachts nervt es allerdings mehr, da werde ich doch tatsächlich wach, weil mir die Schulter wehtut…

Hat einer von euch den Schimmer einer Idee, was das sein könnte?

Danke,
Julia

Hallo Julia,

Ideen einige… aber was es wirklich ist, lässt sich so nicht sagen.
Da waren ja doch einige „Unfälle“ dabei, deshalb ist es ratsam mal nachschauen zu lassen, ob im/am Gelenk alles heilgeblieben ist.
Ansonsten ist die Schulter in sehr bewegliches Gelenk, was fast nur durch Muskeln gesichert wird. Diese Muskeln, die aus allen Richtungen an der Kapsel der Schulter ansetzen, können fiese Schulterschmerzen machen. Desweiteren können sich auch Wirbel blockiert haben, die dorthin ausstrahlen und außerdem kann von dne Hand- und Fingermuskeln auch durch Überlastung und jetzt evtl Zerrung noch eine Ursache ausgehen.
Wenn der Arzt nichts findet, gehörts in Hände eines guten Physiotherapeuten oder Osteopathen. Einmal genau untersuche, ob die Wirbel frei beweglich sind und welche Muskeln die größte Überlastung zeigen, dann behandeln und normalerweise hat man dann ganz gute Chancen.
Durch meine Arbeit und sonstige Dinge, wie renovieren zusätzlich, merk ich die Schulter auch deutlich. Dann dehne ich die Hand-und Fingerbeuger, korrigiere meine Haltung und dehne die Brustmuskeln. Das macht meist einen sehr großen Anteil aus!

Gruß
Kathy

Schleimbeutelentzündung?
Hallo Littlescare,

ich habe so etwas ähnliches. Bin damals mit der linken Schulter bei einem Unfall auf den Boden geprallt. Jahre später nochmals ein blöder Aufprall ebenfalls links.
Dabei riss anscheinend das Sternoclaviculargelenk ein (Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk, befindet sich unterhalb des Kehlkopfs). Dadurch kann jetzt das Schlüsselbein die Schulter nicht mehr richtig stützen und diese ist instabil. Außerdem ist eine Sehn in der Schulter angerissen.
Die Folge: Schleimbeutelentzündung - immer wiederkehrend
Tut wirklich richtig weh - und ich konnte ebenfalls den Arm nicht mehr über Schulterhöhe heben.

Der Arzt spritze mir Kortison (half auch erstmal) und riet mir zu einer OP.
Diese konnte ich aber zum Glück umgehen, indem ich zu einem Osteopathen gegangen bin. In fünf Sitzungen konnte er meine Schmerzen lindern und mein Knochengerüst wieder stabilisieren.
Habe heute (zwei Jahre später) nur noch hin und wieder Schmerzen. Wenn`s zu schlimm werden würde, würde ich auf alle Fälle erst den Osteopathen aufsuchen…

Vielleicht ist der Fall bei Dir ja ähnlich?

Liebe Grüße
Stefanie

Hi,

danke für die prompte Antwort & Ideen.

Ideen einige… aber was es wirklich ist, lässt sich so nicht
sagen.

Ist klar, mich interessiert ja auch nur, was es sein könnte… Wie gesagt, wenn bis Montag nicht weg latsch ich zum Arzt.

Da waren ja doch einige „Unfälle“ dabei, deshalb ist es ratsam
mal nachschauen zu lassen, ob im/am Gelenk alles
heilgeblieben ist.

Ich hatte noch was vergessen, rechts knackt es im Gelenk beim rundkurbeln, fühlt sich an als wenn in der Schulter über irgendwas drübergehüft wird. Links habe ich das nicht…

Ansonsten ist die Schulter in sehr bewegliches Gelenk, was
fast nur durch Muskeln gesichert wird. Diese Muskeln, die aus
allen Richtungen an der Kapsel der Schulter ansetzen, können
fiese Schulterschmerzen machen.

Desweiteren können sich auch
Wirbel blockiert haben, die dorthin ausstrahlen

Ausschließlich nach links? Ich kann nicht mitreden, da ich bisher noch nie Rückenprobleme hatte. Dafür ruder ich viel, laufe und noch einiges mehr.

und außerdem
kann von dne Hand- und Fingermuskeln auch durch Überlastung
und jetzt evtl Zerrung noch eine Ursache ausgehen.

Schließe ich aus, meine rechte Hand ist zwar anfällig für Sehnenscheidentzündungen aber momentan sehr gut in Schuss. Zupacken kann ich ohne Schmerzen auch in der gewohnten Stärke.

Wenn der Arzt nichts findet, gehörts in Hände eines guten
Physiotherapeuten oder Osteopathen. Einmal genau untersuche,
ob die Wirbel frei beweglich sind und welche Muskeln die
größte Überlastung zeigen, dann behandeln und normalerweise
hat man dann ganz gute Chancen.

Ich habe jetzt seit letztem Donnerstag keinerlei (!) Sport gemacht um die Schulter zu schonen - ohne irgendeine Besserung. Daher glaube ich nicht an eine Muskel-Überlastung (ich regeneriere mich sehr schnell).

Gruss,
Julia

Hi,

ich habe so etwas ähnliches. Bin damals mit der linken
Schulter bei einem Unfall auf den Boden geprallt. Jahre später
nochmals ein blöder Aufprall ebenfalls links.
Dabei riss anscheinend das Sternoclaviculargelenk ein
(Brustbein-Schlüsselbein-Gelenk, befindet sich unterhalb des
Kehlkopfs). Dadurch kann jetzt das Schlüsselbein die Schulter
nicht mehr richtig stützen und diese ist instabil. Außerdem
ist eine Sehn in der Schulter angerissen.
Die Folge: Schleimbeutelentzündung - immer wiederkehrend
Tut wirklich richtig weh - und ich konnte ebenfalls den Arm
nicht mehr über Schulterhöhe heben.

Na ja, es tut nur mittelmäßig weh, in ungefähr so, als würde man sich barfuß kräftig den Fuß anhauen.

Der Arzt spritze mir Kortison (half auch erstmal) und riet mir
zu einer OP.

Wenn es bis Montag nicht besser ist, werde ich damit mal zum Doc marschieren…

Ich hatte es Kathy gerade schon geschrieben, meine rechte Schulter knackt beim Kurbeln und es fühlt sich an, als würde irgendetwas übersprungen (so ein Knurpsgefühl). Li habe ich das nicht…

Na ja, mal abwarten, cremen und bei ausbleibenden Erfolg zum Doc.

Gruss,
Julia

Hallo,
ich fiel vor einiger Zeit mal auf die Schulter. Es dauerte ca. 1 J., bis es fast weg war.
Mir half ein Orthopäde sehr gut, der den Arm brutal lang zog. Ab diesem Zeitpunkt ging es bergauf. Vermutlich muß das, was reingeschlagen wurde, auch wieder rausgezogen werden. Klingt das nicht logisch?
Ich würde Dir entweder einen Orthopäden oder einen guten Chiropraktiker vorschlagen. Ein Chiropraktiker kann z.B. auch eine Sehne wieder an die richtige Stelle leiten. Er wird Dir vermutlich auch den Arm lang ziehen.
Es könnte allerdings auch sein, daß die Sehne entzündet ist. Das dauert unendlich lange. Versuche Dich mal mit dem Rücken an ein gerade liegendes Treppengeländer zu stellen, faß nach hinten mit dem kranken Arm, und stell das andere Bein zu einem Schritt vor und dehn dann den Arm 3-4 x lang. Das empfahl mir mein Orthopäde.

Gute Besserung wünscht Dir
Rosa

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hallo!

Das du die Hand schlecht nach hinten durchstrecken kannst würde für einen bänder(ein)riss sprechen…kann leicht durch eine ruckartige Bewegung passieren …lass dir vielleicht ein Röntgen machen und einen Ultraschall von der Schulter! (riss siehst im nur im Ultraschall-nicht im Röntgen)
lg olga

hi julia,

ich kenne nur einen teil der schmerzen - überkopfarbeiten!
ich hatte vor vielen jahren einen snowboardunfall, bei dem ich aus voller geschwindigkeit gestürzt und auf dem ausgestreckten arm gelandet bin, mit vollem körpergewicht.
damals war das handgelenk hin und wurde behandelt - die schulter tat nicht sonderlich weh.

erst viele jahre später, als ich einen job anfing, bei dem die rotation und vor allem viel überkopfarbeiten anfiel, bekam ich höllische schmerzen in der schulter, auch hatte ich das gefühl einer bewegungseinschränkung, wenn ich z. b. etwas hoch oben vom schrank holen wollte hatte ich teilweise das gefühl, etwas blockiere und ich könnte den arm nicht wieder runternehmen.

nach erfolglosen massagen, manuellen therapien, krankengymnastik und übungen in einem reha-fitness-studio unter anleitung (man vermutete, dass die schmerzen durch meinen chronisch verspannten nackenbereich kamen) wurde ich in die röhre geschoben und die diagnose lautete da:

  • eingerissene rotationsmanschette und gelenkkapselanriss
  • impingement
  • entzündung der sehnen und nerven, die in der engstelle eingeklemmt
    sind

also, wenn es nicht besser wird, lieber mal auf weiterführende untersuchungsmöglichkeiten pochen…

gute besserung + viele grüße,

s.

Desweiteren können sich auch

Jep!

Wirbel blockiert haben, die dorthin ausstrahlen

Ausschließlich nach links? Ich kann nicht mitreden, da ich

Schließe ich aus, meine rechte Hand ist zwar anfällig für
Sehnenscheidentzündungen aber momentan sehr gut in Schuss.
Zupacken kann ich ohne Schmerzen auch in der gewohnten Stärke.

Ist also trotzdem ein Hinweis. Die Muskulatur, die u.a. mitbeteiligt ist, muss nicht zwingend selber gerade wehtun.

Daher glaube ich nicht an eine Muskel-Überlastung
(ich regeneriere mich sehr schnell).

Deshalb ist ein Arztbesuch um so wichtiger. Warst Du inzwischen da?
Ansonsten glaub mir, kann es immer mal zu Überlastungen kommen, die hartnäckiger sind, als Du es bisher kanntest.
Dehnst Du Dich nach dem Rudern und nach dem Laufen?
z.B. ein kalt gewordener Muskeln braucht oft sehr lange, um wieder schmerzfrei zu werden.

Gruß
Kathy