Fuß gebrochen/verstaucht?

Hallo, war vor 2 Wochen bei einem Festival und musste lange stehen, bin einmal umgeknickt mal umgeknickt(weiß leider nicht mehr mit welchen Fuß). Das Wochenende konnte ich kaum schlafen, weil ich nicht wusste wie ich meinen Fuß hinlegen, weils so wehtat. Ist angeschwollen und rot/blau geworden. Das Problem: Mein Fuß rechts schwillt nicht ab(bin vor ein paar Tagen nochmal ausgerutscht und umgeknickt*war nass aufm Boden* Es schwillt einfach nicht ab, obwohl
ich schon kühle.Er ist total blau am Knöchel(tut auch weh, wenn man auf die richtige Stelle drückt). Mich wundert halt, dass es nach 2 Wochen nicht weggegangen ist.Ich kann den Fuß auch noch ganz normal bewegen, tut halt beim Auftreten weh/auch beim Laufen.

Kann mir wer von euch sagen, obs nur verstaucht ist oder das ganze sogar auf nen Bruch hinweisen könnte? Wenns so sein sollte, werd ich wohl zum Arzt gehen müssen.

MFG Skastern

HAllo also die Schwellung und Blaufärbung deutet schon zumindest auf einen Bänderriß hin und sollte verarztet werden.
Ganz ausschließen würde ich den Bruch auch nicht.
Auf jeden Fall muss da ein Professioneller Verband drum, also ab zum Orthopäden, notfalls auch ne Unfallambulanz, jedenfalls jemand der dich so ziemlich sofort mal durchleuchtet um nachzuschauen (Wenns die Bänder sind, dann muss womöglich eine „bewegte Aufnahme“ dazu, sprich du wirst in Extremstellung in son Gerüst eingespannt, ich drück die Dauemen dass es das nicht ist, mir tuts schon beim Gedanken weh).

Gruß Susanne

Hallo Susanne,

ist jetzt nicht böse gemeint bzw. auch nicht in Bezug auf deinen Beruf, aber ich dachte, dass bei normalen Bänderüberdehnungen die gehaltenen Aufnahmen doch eher der Medizingeschichte angehören? :o) Also wenn ein Bruch/Absplitterung/Haarriss ausgeschlossen werden kann (und das sollte aber in jedem Fall per normalem „ungehaltenem“ Röntgen erfolgen), dann eher Druckverband bzw. unterstützende Bandage und erst dann evtl. Kühlung mit Eiswasser oder ähnlichem (wenn zuerst Kühlung ohne Druckverband erfolgt, wird die Durchblutung ja erstmal erhöht, was in der akuten Phase eher nicht erwünscht ist). Mangels medizinischen Eigenkenntnissen in diesen Fällen kann ich hier aber nur wiedergeben, was ich von Physios und auch schon einigen Ärzten gehört habe. Also:

Die allerwenigsten Bänderrisse am Sprunggelenk müssen tatsächlich operiert werden und die Therapie ist im Prinzip die gleiche, ob das Band nun an- oder abgerissen ist. Den massiven Schmerz, der bei einer gehaltenen Aufnahme entsteht, kann man dem Patient daher heutzutage glücklicherweise oft ersparen. Außerdem schwillt das (gut erstversorgte) Gelenk sonst ja auch erstmal wieder an, ist also doppelt kontraproduktiv.

Bei meiner letzten massiven Supination (zum Glück ohne Bruch) hat meine Cousine (=Physiotherapeutin) erstmal für 90 min die Knochen und den ganzen Rest aus der Schockstellung rausgeknetet und mich auch manuell behandelt, 2 Tage danach konnte ich sogar wieder (mit Krücken) an den Fels zum Klettern humpeln (ich kann nicht daheim rumhocken…). Vor der Behandlung konnte ich mit dem Fuß nicht mal auftreten… Ist aber nur meine persönliche Erfahrung, ich muss für die Physios eben immer mal wieder eine Lanze brechen. ;o)

Viele Grüße,
Julia

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HAllo Julia, nicht jeder hat ne private Physiotherapeutin…
Und die gehaltenen Aufnahmen hab ich nicht aus nem uralt Lehrbuch, sondern aus Schmerzhafter Eigenerfahrung. NAch diversen Bänderdehnungen und -rissen, sowie Kapselriss und daraus resultierender „Wiederhohlungs-Neigung“ darf ich mir die irgendwie immer öfter antun.
Seitdem krieg ich schon aufgestellte Nackenhaare, wenn ich nur von verknacksten Füssen lese, wenns mich selbst trifft wäg ich auch lieber ab, ob ich zum Doc muss oder es auch so geht (aber 2 Wochen nicht abschwellen und blau ist ne Sache für den Doc).
Und obwohl oder weil bei mir noch nicht operiert wurde, hab ich in den letzten 10 Jahren etwa 3 x diese Prozedur mit den gehaltenen Aufnahmen haben dürfen (davor gar nicht), aber auch ein paar Mal ohne, wenn der Knackser weniger schlimm war.
Und das ist echt nervig, hin zum Orthop., von dort zum Rö, dannzum Doc zurück, draufgucken „da muss auch noch mal ne gehaltene gemacht werden“, wieder zum Rö humpeln und meist hat man bis dahin das Pech dass da Schichtwechsel war und nicht mehr die Nette da ist, sondern Schwester Gnadenlos (o-Ton: „Nun halten sie den Fuß doch mal gerade“- „Sorry das geht grad irgendwie nicht, deshalb bin ich ja da…“- „so schlimm kann das gar nicht sein, solang es weh tut ist schon nichts gebrochen“ *Bieg***AHHHHau*** „Sehn sie, es geht doch“ - „Hätten Sie für den Rückweg zum Doc ein paar Krücken“ - „Die gibts nur auf Rezept, die Leih-Rollis sind dahinten“ 500m in die falsche Richtung)

Selbst mein Zahnarzt ist da netter: „Ach SIE können das ab“ wahlweise nachdem er für die Entfernung meiner Weisheitszähne nach längeren rumprobieren nach der „Großen Zange“ verlangt hat oder mich regelmässig mit seinem Deko-Tretbohrer bedroht.
Leider hat sich mein Pa, der da auch hingeht mal verplappert. Sonst bleib ich bei Ärzten lieber nurHistorikerin.

Gruß Susanne

Hallo Susanne,

da hast du wohl recht, ich bin meiner Cousine auch 1000x dankbar, dass sie mich so kurzfristig durchkneten konnte. Allerdings waren es wirklich nur einmalig 90 min volles Programm, hat sich richtig gelohnt und ist also nur zu empfehlen.

Bezüglich deiner Erfahrungen kann ich nur sagen: Mein Beileid! Auch wenn ich „gehaltene Aufnahme“ schon höre, stellen sich mir die Nackenhaare auf. Drum würde ich sie auch immer wieder verweigern, sobald der Doc sagt „So, gebrochen ist nichts, aber jetzt müssen wir routinemäßig noch schauen, ob gerissen oder nur überdehnt…“ So schnell konnte der letztens gar nicht gucken, wie ich aus der Ambulanz draußen war (und das auf einem Bein).

Will sagen: Wenn dir eine Behandlung unsinnig erscheint (zB aus meinen oben ausgeführten Gründen) und man sich dann auf Nachfrage am Besten noch einen dummen Kommentar anhören muss, sollte man die weitere Behandlung abbrechen/verweigern und sich aus dem Staub machen. Wenn dir dann noch jemand weh tut ist das ganz nüchtern gesagt Körperverletzung, weil deine Einwilligung nicht mehr vorliegt. Nur: So drastisch sag ich das natürlich nicht dem Arzt, der hat wahrscheinlich auch ne Zig-Stunden-Schicht hinter sich und keinen Nerv für ne lange Diskussion. :o) Solche Schmerzen müssen ja nicht sein, es gibt auch sanftere Methoden (beim Physio ;o)), das rauszufinden.

Nichts für Ungut und Hals- und Beinbruch! ;o)
Julia

Hallo,

warum warst Du noch nicht beim Arzt?
Er könnte auch ausgerenkt sein. Ein Chiropraktiker könnte ebenfalls danach mal sehen, falls Du nicht das Gefühl hast, daß was gebrochen ist. Auch eine Sehne, die verschoben ist, könnte er wieder richten.
Mir passierte das auch mal. Ich lief 3 W. unter Schmerzen mit blauen, ausgekugltem Fuß. Ein Griff, und ich konnte wieder richtig auftreten.
Umschläge mit Retterspitz innerlich oder Beinwellsalbe lindern.

Alles Gute,
Rosa

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