Was hört ein Kind im Mutterbuach?

Hi,

frage mich gerade was ein ungeborenes überhaupt hören kann. Atmung und Verdauungsgeräusche, sowie evtl. den Herzschlag der Schwangeren kann ich mir ja noch vorstellen.

Aber hört das ungeborene wirklich auch etwas von der Aussenwelt wie Musik, Unterhaltung Verkehrslärm. . . ?

cu Naseweis

Hallo

Aber hört das ungeborene wirklich auch etwas von der
Aussenwelt wie Musik, Unterhaltung Verkehrslärm. . . ?

ja, drum sollte man dem kleinen Mozart vorspielen, damit er später gut in MAthe wird…angeblich…
und Disko kann ab einem gewissen Punkt das Gehör schädigen, kommt immer drauf an, wieweit der Würmling ist.
Gruß Susanne

Glaube ich aber nicht!

ja, drum sollte man dem kleinen Mozart vorspielen, damit er
später gut in MAthe wird…angeblich…
und Disko kann ab einem gewissen Punkt das Gehör schädigen,
kommt immer drauf an, wieweit der Würmling ist.
Gruß Susanne

Hi,

das ganze glaube ich so aber nicht, das ein Kind Außengeräusche wahrnimmt. Hat man dies schon mal irgendwie probiert, mit einen Micro in der Gebärmutter oder ähnliches. Schon mal beim Tauchen im Schwimmbad die Musik von außen gehört?

Was mit Mozart und Mathe sein soll, nun ich finde manowar macht dafür die Facettenreichere Musik, da sollte das Kind noch besser, vor allen schneller, rechnen Können.

cu naseweis

1 „Gefällt mir“

Hi,
schon mal davon gehört, dass sich Unterwassertiere sehr gut und auch über große Entfernungen per Schall verständigen können? :wink:

J~

ja habe ich, da wird der Schall aber auch unter Wasser erzeugt und nicht über Wasser.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Hi,

Schon mal beim Tauchen im Schwimmbad die Musik von außen
gehört?

ja, gedämpft.

Zunächst mal hört das Kind über Knochenleitung die Stimme seiner Mutter sowie Geräusche aus dem Körperinneren.

Die Fruchthöhle, die Gebärmutter und die Bauchdecke dichten schon ganz schön nach außen nach, aber gedämpft dringen Geräusche eben schon durch.

Soweit ich weiß, ist bei Disco/Konzert auch eher das Vibrieren der Bässe das Problem, weniger die Lautstärke an sich (obwohl die den Körper der Mutter enorm stressen und sich damit aufs Kind auswirken kann).

Und wenn man dem Kind Musik vorspielen möchte, sollte man sich die Kopfhöhrer auf den Bauch legen, damit es das auch richtig hört. Die Stimme des Vaters, so denn nahe am Körper gesprochen und tief, wird wohl wegen der Tiefe auch wahrgenommen.

Ausprobiert hat man das z.B. über die Reaktion des Babys im Mutterleib - das dreht sich zur Geräuschquelle hin oder reagiert sonstwie drauf.

Hörschäden nach der Geburt verbunden mit dem Lebensstil während der Schwangerschaft können Rückschluss darüber geben, wie schädlich z.B. Konzerte sein können.

Gruß
Cess

2 „Gefällt mir“

oT Geläster
Hallo,
du kennst dich aber gut mit Embryonen/Feten/Schwangerschaft aus. Du liest wohl in letzter Zeit besonders viel? :wink:

Liebe Grüße

Elke

Hi!
Meine Babys haben jedenfalls immer total rumgespaddelt, wenn ich mir abends die Spieluhr aufn Bauch gelegt habe. Die Dinger sind ja nicht so superlaut…
Ausserdem hat mein Kleinster mal n Riesenschreck bekommen, als mir ein Topf runtergefallen ist. Da ist er sozusagen in meinem Bauch „an die Decke gehüpft“ vor Schreck…

Also, da kommt schon genug an bei denen.
Warum fragst Du eigentlich?

LiGrü,
finnie

Hi,

schon mal davon gehört, dass sich Unterwassertiere sehr gut
und auch über große Entfernungen per Schall verständigen
können? :wink:

Ja! Aber der Schall von denen entsteht auch unter Wasser!
Großer Unterschied.
Es gibt auch Schwimmbecken wo Musik mit einer Art Membran ins Wasser übertragen wird, nur die Übertragung Schall in der Luft zu Wasser klappt nicht.

Gruß
Nick

Hey,

du kennst dich aber gut mit Embryonen/Feten/Schwangerschaft
aus. Du liest wohl in letzter Zeit besonders viel? :wink:

das hat jetzt gar nix mit Akutem zu tun. :smile:
Tatsächlich muss ich mich rein beruflich schon seit über zwei Jahren u.a. mit diesem Thema befassen …

Grüßle
Cess

Hi Naseweis,

Atmung und Verdauungsgeräusche, sowie evtl. den Herzschlag der
Schwangeren kann ich mir ja noch vorstellen.

das stimmt und tönt in einer hohen Lautstärke (um die 100 dB!).
Das Ohr ist das erste und, so ich mich recht erinnere (daher unter Vorbehalt) einzige Organ, daß schon vor der Geburt (fast) perfekt ausgebildet ist (andere Organe reifen noch nach der Geburt zur vollen Funktionsfähigkeit heran, wie bspw. das Auge).
Außengeräusche werden gehört, klingen aber im Gegensatz zu den körpereigenen Muttergeräuschen sehr dumpf.

Aber hört das ungeborene wirklich auch etwas von der
Aussenwelt wie Musik, Unterhaltung Verkehrslärm. . .

Im Studium haben wir Aufnahmen aus dem Inneren einer Gebärmutter gehört. Die Aufgabe bestand darin zu erhören, was für Außengeräusche das waren. Fast alle tippten auf eine riesige Diskussionsrunde von Franzosen- der Prof. löste dann auf: es war eine blökende Schafsherde aus dem Innneren einer Schafsgebärmutter aufgenommen.

Musik, Unterhaltung, Verkehrslärm wirken stärker auf indirektem Wege:
Lärm verursacht Streß (auch wenn wir uns dessen nicht permanent bewußt sind, sei es, weil wir uns daran gewöhnt haben oder aus anderen Gründen). Unsere körpereigenen Reaktionen jedoch greifen: bei viel Lärm schüttet das Hirn bspw. Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol aus und wirkt im Organismus der Mutter. Hierüber wird der Streßfaktor dann weiter an das Ungeborene geleitet. Ist die Mutter entspannt, genießt ruhige Musik oder führt eine erheiternde Unterhaltung, dann gelangen die Botenstoffe, die im Mutterhirn für ihre eigene gute Stimmung sorgen auch zum Kind.

Es gilt also: es ist weniger der Impulsgeber (Mozart, Tokio Hotel, Nirvana, Verkehrslärm etc.) der Effekte beschert, als vielmehr das, was der Impulsgeber im Mutterhirn bewirkt.

Darüberhinaus gilt aber auch: Außengeräusche die lauter tönen als die gemeinen (bspw. ein lauter Knall u.ä.)sticht für das Ungeborene ebenso wie für Mutterns Ohren aus dem Grundgeräuschpegel hervor.

Und wenn Mutterns Darm und Magen nicht gerade in Aktion sind, also hauptsächlich der Blutfluß und Herzschlag im körperinneren (wie gesagt: um die 100dB) tönen, dann kann ein Ungeborenes durchaus die Verschiedenartigkeit der Töne, deren Zusammensetzung und das generelle Erscheinungsbild von Tonmelodien (bspw. Heavy-Metall vs. Palestrina) erkennen.

Da Menschen so funktionieren, daß unser Herzschlag dazu strebt sich einem Fremdrhythmus anzupassen (ein Effekt der bspw. bei ‚Muzak‘, der sogenannten Kaufhausmusik Anwendung findet), lässt sich dadurch auch eine ruhige Stimmung für das Ungeborene forcieren, wenn Mutter sich einen Lautsprecher auf den Bauch legt aus dem etwas beruhigendes schallt. Das nützt aber nichts, wenn diese Beschallung Muttern selbst nicht zur Entspannung bringt.

Die oftmals propagierte Idee von ‚Kühen die Mozart lauschen geben mehr Milch‘ etc. ist musikalischer Laien Dummheit - es lassen sich durchaus Stimmungen durch Musik forcieren die Effekte auf bestimmte Funktionen verstärken können, aber so platt wie es für die Allgemeinheit von musikalischen Laien(!!!) statuiert wird, ist es nicht. Das Thema führte jetzt aber zu sehr in die Tiefe und wenn ich nicht gleich zum Fensterputzen komme kriege ich nachher Streß mit meinem Weibe, daher schließe ich nun und hoffe etwas dienlich gewesen zu sein. :smile:
Best, Ted

Auch hey,

das hat jetzt gar nix mit Akutem zu tun. :smile:
Tatsächlich muss ich mich rein beruflich schon seit über zwei
Jahren u.a. mit diesem Thema befassen …

Natürlich. Ich habe ja nur darüber gelästert, dass du in letzter Zeit (in den letzten zwei Jahren) offensichtlich mehr liest, als früher.
Gruß
Elke

Hi Elke,

Ich habe ja nur darüber gelästert, dass du in
letzter Zeit (in den letzten zwei Jahren) offensichtlich mehr liest, als früher.

das kann gut sein. :smile:
Spannender find ich das Thema jetzt allemal!

Zuviel lesen ist aber auch nicht gut, man kann sich auch verrückt machen, drum geb ich einige Themen schon ab, wenns zuviel wird.

Gruß
Cess

Guckst Du hier: www.hbt-isol.ch/homepage/news/pdf/NEWS-Februar06.pdf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ergänzung:mozart-effekt

Die oftmals propagierte Idee von 'Kühen die Mozart lauschen

geben mehr Milch’ etc. ist musikalischer Laien Dummheit - es
lassen sich durchaus Stimmungen durch Musik forcieren die
Effekte auf bestimmte Funktionen verstärken können, aber so
platt wie es für die Allgemeinheit von musikalischen
Laien(!!!) statuiert wird, ist es nicht.

hallo ted,

nicht dummheit, sondern vorsatz. es handelte sich um eine dreiste wissenschaftliche fälschung.
aber das nur für dich als interessierten.
http://hpd.de/node/4539

strubbel
3:open_mouth:)

1 „Gefällt mir“

Also, da kommt schon genug an bei denen.
Warum fragst Du eigentlich?

Weil ich darüber in letzter zeit so viel gehört habe und ich es deshalb mal genauer wissen möchte ob das denn so Stimmt was man sich erzählt. Denn das ganze kam mir so vor wie der ach so tolle Spruch, wenn man ein Ei abschrägt löst sich die Schale leichter. Das dies aber eben nicht der Fall ist, ist ja bei manch einen bekannt.

cu Naseweis

1 „Gefällt mir“

Moin Strubbel,
vielen Dank für den informativen Artikel! Ist ja köstlich: beim „Falten und Schneiden von Papier“ - wahrscheinlich ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis ein Buch „Mozartanische Origami-Papiertiger in c-moll“ auf dem Markt erscheint - ein Oevre, das wenigstens wir zwei nicht kaufen werden :smile: .
Herzlichst - Ted