Divertikel und Divertikulitis

Divertikel und Divertikulitis

Hallo,

diese mitunter lebensgefährliche Erkrankung nimmt in unserer „westlich zivilisierten Welt“ zu, andererseits kommt sie weniger in den anderen Ländern vor: Es bestünden grundlegende Unterschiede zwischen westlichen Ländern und Asien oder Afrika. Dort sei diese Erkrankung weitaus seltener.

Ich weiß nicht, ob die Lebensweise der „nicht westlich-zivilisierten Welt“ dazu beiträgt, diese Erkrankung nicht zu bekommen, oder ob es vielleicht so ist, daß wir hierzulande älter werden als anderswo und nur durch unser längeres Leben diese Erkrankung bekommen?

Wir wissen über die Entstehung und eine wirkungsvolle Heilung dieser Erkrankung nur Ungenaues. Nichts ist wirklich erwiesen.

Man hat in der Fachwelt viele Vermutungen, wie diese Erkrankung entsteht und zu heilen wäre und gibt Diät- und Behandlungsempfehlungen, die einer Überprüfung nicht standhalten.

Nichtsteroidale Antiphlogistika, also entzündungshemmende Schmerzmittel, die nicht ein Kortison sind, solche wie Ibuprofen und Diclofenac und dergleichen, scheinen bei der Entstehung einer Divertikulitis eine deutliche Rolle zu spielen. Meines Erachtens wäre daraus zu erklären, daß die Divertikulitis in der westlichen Welt so zugenommen hat, da diese Medikamente hier so häufig eingenommen werden.

Was meinen Sie dazu?

Wir wissen über die Entstehung und eine wirkungsvolle Heilung
dieser Erkrankung nur Ungenaues. Nichts ist wirklich erwiesen.
Man hat in der Fachwelt viele Vermutungen, wie diese
Erkrankung entsteht und zu heilen wäre und gibt Diät- und
Behandlungsempfehlungen, die einer Überprüfung nicht
standhalten.

das ist sicher korrekt

Nichtsteroidale Antiphlogistika erklären, daß die
Divertikulitis in der westlichen Welt so zugenommen hat, da
diese Medikamente hier so häufig eingenommen werden.

Auch das ist eine Spekulation, die (m)einer Überprüfung nicht stand hält. Die NSAR machen sicher viel im Magen-Darm-Trakt kaputt,dass dadurch Divertikel entstehen,halte ich aber für unwahrscheinlich,da die schädigende Wirkung der NSAR über Prostaglandine und Cyclooxygenasen läuft, die Divertikel aber reizlose Ausbuchtungen sind. Und sich erst später entzünden.

pp

Hallo,

also wenn ein Zitat erwähnt wird, dann bitte korrekt.

Ich schrieb:

„Nichtsteroidale Antiphlogistika, also entzündungshemmende Schmerzmittel, die nicht ein Kortison sind, solche wie Ibuprofen und Diclofenac und dergleichen, scheinen bei der Entstehung einer Divertikulitis eine deutliche Rolle zu spielen. Meines Erachtens wäre daraus zu erklären, daß die Divertikulitis in der westlichen Welt so zugenommen hat, da diese Medikamente hier so häufig eingenommen werden.“

Nichtsteroidale Antiphlogistika erklären, daß die
Divertikulitis in der westlichen Welt so zugenommen hat, da
diese Medikamente hier so häufig eingenommen werden.

Auch das ist eine Spekulation, die (m)einer Überprüfung nicht
stand hält. Die NSAR machen sicher viel im Magen-Darm-Trakt
kaputt,dass dadurch Divertikel entstehen,halte ich aber für
unwahrscheinlich,da die schädigende Wirkung der NSAR über
Prostaglandine und Cyclooxygenasen läuft, die Divertikel aber
reizlose Ausbuchtungen sind. Und sich erst später entzünden.

pp

ja, kann schon sein.

Nur problematisch wird es, wenn in der gesamten großen Verwandschaft, und auch weit zurückliegend über Generationen, niemals eine Divertikulitis aufgetreten war, selbst bei allen Verwandten, die über 80 Jahre alt wurden und eines anderen Todes starben.

Und wenn dann einer mit 60 Jaren, der weder übergewichtig ist, sich ballaststoffreich ernährte, Sport ausübte, seit Jahren täglich 10 km joggte, wegen einer Grippe NSAR über Wochen eingenommen hatte, Monate später einen einzigen Divertikel im Sigmoid bekam, der sich entzündete, ist das schon bemerkenswert, weil er sonst nie NSAR eingenommen hatte.

Es bestünden grundlegende

Unterschiede zwischen westlichen Ländern und Asien oder
Afrika. Dort sei diese Erkrankung weitaus seltener.

Hi Schorsch,

das ist eher ein statistisches Problem.
Die Zahlen sind nicht vergleichbar. Du müsstest ein afrikanisches/asiatisches Land finden in dem
a) die Altersstruktur ähnlich und
b) genauso viele Darmspiegelungen wie z. B. in Deutschland durchgeführt werden.

Erst dann hat man verwertbare Zahlen und kann anfangen sich die Ernährungsgewohnheiten und den Medikamentenkonsum näher anzuschauen.

viele Grüße
Susanne