Wer bezahlt die Mitarbeiter der Ärztekammer?
Von: , Frage gestellt am Sa, 14. Feb 2009
Wer bezahlt die Mitarbeiter der Ärztekammer?
Danke für eure Antworten!
Michael
http://www.mkschubert.de
Wer bezahlt die Mitarbeiter der Ärztekammer?
Danke für eure Antworten!
Michael
http://www.mkschubert.de
Hi,
Wer bezahlt die Mitarbeiter der Ärztekammer?
jeder Arzt, weil er zwangsweise Mitglied ist und Beiträge zu zahlen hat.
Siehe auch
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84rztekammer#Organi...
Gandalf
Hi!
Die Ärzte selber, ist eine Zwangsmitgliedschaft, und der Beitrag beträgt mehrere hundert Euro/Monat.
Grüße
Dusan
Moin Dusan,
und der
Beitrag beträgt mehrere hundert Euro/Monat.
langsam.
Der Beitrag ist einkommensabhängig und wenns mehrere hundert € pro Monat werden, dann tut das dem Arzt auch nicht mehr so furchtbar weh.
Als Beispiel sei Berlin genannt
http://www.aerztekammer-berlin.de/10arzt/10_Mitglied...
Und wenn man mehrere hundert mit mindestens 200 € pro Monat ansetzt, sind die fällig, wenn mehr als 325.000 € Einkünfte bestehen.
Vorher wurden dann aber schon die Betriebskosten (also Miete, Lohn für Angestellte etc.) abgezogen.
Einkünfte im Sinne des Abs. 1 sind nach den Vorschriften des
Einkommensteuergesetzes zu ermitteln. Als Einkünfte aus
selbständiger Arbeit ist insbesondere bei niedergelassenen Ärzten der
Gewinn aus selbständiger Tätigkeit, bzw. Einkünfte aus
Gewerbebetrieb (z.B. aus Gutachten, Kontaktlinsenanpassungen,
Laboruntersuchungen) also die Betriebseinnahmen (Umsatz)
abzüglich der Betriebsausgaben zu verstehen.
Gandalf
Hallo Gandalf,
hier muss ich Dich korrigieren. Einerseits ist die Staffelung der
Mitgliedsbeiträge in jedem Bundesland anders und andererseits
kann das sehr wohl "im Geldbeutel wehtun" !
Ich als Assistenzarzt in Schleswig-Holstein z.B. muß im Jahr
mehr als 300 Euronen an meine Kammer zahlen und bin von dem
traumhaften Einkommen von 325 000 Euro weit entfernt.
Hinzu kommt bei dem Frust ja auch, dass ich durch die Pflicht-
mitgliedschaft allein ja kein nennenswertes Privileg geniesse,
sieht mal von der kostenlosen Ausstellung eines Arztausweises
und dem Bezug des Ärzteblattes ab (dessen Inhalte ich aber
genauso im Internet abrufen kann).
Da habe ich mich durchaus auch schon gefragt, welchen "Papiertiger"
ich da eigentlich füttere... :-(
Gruß Kai
Hallo Kai,
muß im Jahr
mehr als 300 Euronen an meine Kammer zahlen und bin von dem
traumhaften Einkommen von 325 000 Euro weit entfernt.
Dusan sprach von mehreren hundert Euro pro Monat!
Handwerker, Juristen und auch andere Berufruppen zahlen auch qua Berufausübung Beiträge zu diversen Organisationen.
Den Sinn erkennen viele erst mal nicht, würden aber solche Institutionen aber (manchmal) bitter vermissen.
Gandalf
Hallo Gandalf,
sehe gerade, dass Du recht hast. Mehrere 100 Euro im Monat wäre
in der Tat sehr hoch.
Dennoch sind, wenn mann das mal ausrechnet (300:12) die
25 Euro pro Monat, die man im Durchschnitt so bezahlt
auch noch ein netter Happen, wo man so rein gar nichts von
dieser Institution als Arzt bemerkt.
Vielleicht liege ich damit falsch, aber ich halte die
Ärztekammer irgendwie für überflüssig. Zu sagen hat die
Ärztekammer im praktischen Alltag ohnehin nicht mehr viel,
vielmehr sind es die Wirtschaftsmanager und die Herren
Gesundheitspolitiker, die den Ton angeben. Wäre dies
anders, so hätte sie längst die Zustände ändern müssen,
die hier zulande herrschen und immer noch dafür sorgen,
dass haufenweise medizinisches Fachpersonal auswandert.
Oder das Thema Ausbildung: Wo tut sich da mal etwas ?
Keiner Klinik bzw. deren Geschäftsführung wird hier etwas
vorgeschrieben, wie gut (oder schlimmstenfalls, ob überhaupt)
Ärzte ausgebildet werden, bevor sie dann als "Niedergelassene"
auf die Menschheit losgelassen werden. Damit wären wir dann
auch schon bei der nächsten Zuständigkeit, der Qualitätssicherung.
Nein, ich bin der Auffassung, dass die Ärztekammer(n) in vielerei
Hinsicht die Interessen ihrer Mitglieder nicht gut oder sogar
unzureichend vertritt.
Anders sehe ich das mit den Ärztegewerkschaften, wie z.B. dem
Marburger Bund, dem auch ich angehöre. Hier sehe ich, dass
wenigstens ein Teil meiner Interessen noch durchgesetzt wird.
Wenn ich mit meiner Ansicht allerdings komplett falsch liege,
dann lasse ich mich gern diesbezüglich belehren... :-)
Kai
Hallo,
Dusan meint vermutlich die österr. Ärztekammer. Zu dem eigentlichen Kammerbeitrag selbst kommt noch der sog. Wohlfahrtsfond als Pflichtbeitrag hinzu, und der macht den Hauptanteil aus: etwa 10 bis 15 Prozent vom Einkommen, gestaffelt nach Alter. Der Wohlfahrtsfond ist eine Mischung aus Pensionskasse und Solidarfond. Da trifft Dusans Angabe schon eher die richtige Größenordnung.
Grüße,
I.
Hi!
Hab jetzt mal nachgefragt, Fr. Dusan zahlt im Moment 592,-- Euro/Monat.
Dafür erreicht sie aber die 325.000,-- nicht ganz, es fehlen aber nur so knapp 285.000!
Ja, so gehts in Ö.
Grüße
Dusan