Hi!
ich wüsste gerne, wieso man Antibiotika bis zum Schluss
einnehmen muss obwohl man vielleicht auch vorher schon gesund
ist.
Definiere „gesund“.
Man ist vielleicht nach ein paar Tagen symptomfrei, die Ursache der Krankheit aber, nämlich die Bakterien, ist noch nicht vollständig beseitigt.
Soll das nur verhindern dass man die Pillen nicht an Dritte
ohne ärtzlichen Rat weitergibt
Nette Theorie 
oder gibt’s da einen weniger
verschwenderischen Grund?
Den gibt es: Antibiotikum bedeutet, dass dies ein Stoff ist, der gegen Bakterien gerichtet ist, die nämlich, die bei dir eine Krankheit ausgelöst haben. Die Einnahmedauer soll sicherstellen, dass alle krankheitsauslösenden Bakterien abgetötet werden.
Hörst du mit der Einnahme auf, sobald die Symptome verschwunden sind, dann begünstigst du das Überleben der besonders hartnäckigen Bakterien, die den ersten Antibiotika-Angriff noch überstanden haben.
Damit förderst du die Entstehung von Antibiotikaresistenten Bakterienstämmen. Beim nächsten Mal, wenn diese Bakterien jemanden krank machen, sind die gegen das Antibiotium resistent, d.h. sie können nicht mehr bekämpft werden, dem Erkrankten kann so nicht mehr geholfen werden.Das ist recht verantwortungslos, nicht nur sich selbst gegenüber sondern auch gegenüber anderen, die man mit den Bakterien angesteckt hat und denen die Antibiotika nicht mehr helfen.
Antibiotikaresistenzen weiten sich inzwischen aus und es gibt immer mehr Bakterien, gegen die sie nichts mehr ausrichten.
Das ist insofern problematisch, weil die Pharmaindustrie nicht nachkommt, neue, wirksame Antibiotika zu entwickeln. Vor allem, weil es lukrativer ist, Medikamente für chronisch Kranke zu entwickeln. Antibiotika werden nur 10 Tage eingenommen, dann ist erstmal wieder Schluss. Das ist im Verhältnis zum Forschungs- bzw. Entwicklungsaufwand nicht so effizient.
Hoffe, die Antwort war hilfreich im Sinne deiner Anfrage.
LiebeGrüßeChrisTine