hallo, mein freund lag letzte woche im künstlichen koma und hat in der zeit eine gehirnblutung gekriegt… seitdem ist seine linke körperhälfte gelähmt. seine gesichtsmuskeln funktionieren nur kann er sein arm un bein nicht bewegen er wird zur therapie gehen und alles… aber besteht die möglichkeit,dass er mal laufen kann? er ist 21, und sogar ältere leuten schaffen es mit einer therapie… nur weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll,ich bin 18 und mir wird langsam alles zu viel,was wir alles bisher durchgemacht haben…er hatte einen unfall… aber ich stehe immer zu ihm auch wenn sich nie was ändern wird… …also was ich nur wissen will ist,wird er immer gelähmt bleiben oder kann es mit der zeit besser werden?
Hallo!
Die einzigen, die die Lage halbwegs realistisch abschätzen können, sind die behandelnden Ärzte, die Einblick in die Untersuchungsakten haben.
Du könntest Deinen Freund fragen, ob er einen der Ärzte für Dich (jedenfalls vorübergehend) von der Schweigepflicht entbinden mag.
Verständlicherweise belastet Dich die Situation sehr.
Du solltest jetzt auch an Dich denken, um daran nicht zu zerbrechen.
Viele Grüße,
Stefan
Hallo,
du hast gerade sehr viel Streß, hm?
Eine Verdiagnose lässt sich leider nicht stellen.
Es kommt ganz darauf an wie ausgeprägt die Blutung war. Generell haben jüngere Leute natürlich bessere Heilungschancen. Auf jeden Fall is das eine Sache die sehr lange braucht um besser zu werden. Ich spreche da nicht von Tagen oder Wochen. Um wieder gehen und richtig sprechen zu lernen, wir er Reha machen müssen. Das dauert Monate bis zu Jahren. Evtl. wird er auch etwas zurück bleiben. Vielleicht nur eine kleine Beeinträchtigung beim sprechen. Vielleicht wird er aber auch etwas mehr Hilfe benötigen. Das kann man jetzt noch nicht so genau sagen.
Ich würde sagen von vollständige Heilung bis, braucht mehr Hilfe ist alles möglich.
Ich finde es wichtig, dass ihr zusammen mit dem Arzt sprecht. Der kann es dir sagen. Und versuch dir auch Zeit für dich zu nehmen. Es ist völlig ok, wenn du ihn nicht jeden Tag im KH besuchst. Du musst auch nach dir schauen, weil in erster Linie bist du für dich verantwortlich!!
Es ist völlig ok, wenn du dich mit Freundinnen triffst und auch Spaß hast. Und triff keine Entscheidungen übereilt, das hat alles Zeit!!
Ich wünsche dir viel Kraft und den richtigen Weg,
alles Gute,
Annna
Hallo,
wenn ich dir unsere Erfahrungen berichten darf:
seine gesichtsmuskeln
funktionieren nur kann er sein arm un bein nicht bewegen er
wird zur therapie gehen und alles… aber besteht die
möglichkeit,dass er mal laufen kann? er ist 21, und sogar
ältere leuten schaffen es mit einer therapie…
Mein Vater hatte eine Gehirnblutung, lag einen Monat im Koma, auch bei ihm ist die linke Seite betroffen.
Das erste, was wir immer gehört haben: Es ist schwer, bei Gehirnverletzungen eine Voraussage zu treffen.
Bei meinem Vater ist es so, dass er (inzwischen es ist zwei Jahre her) zwar größtenteils auf den Rollstuhl angewiesen ist, aber auch einzelne Schritte (mit Krücken) gehen kann. Und es wird immer noch besser. Die Strecken, die er schafft, werden länger und er bewegt sich sicherer. Den Arm kann er aber nicht wieder bewegen.
Wie ich bei den anderen Patienten in der Klinik mitbekommen habe: Je jünger, desto besser sind die Fortschritte. Was bei allen der Fall ist: Es braucht einen großen Willen- von nichts kommt nichts, also wer keine Übungen macht, der wird auch keine großen Fortschritte machen.
nur weiß ich
nicht wie ich damit umgehen soll,ich bin 18 und mir wird
langsam alles zu viel,was wir alles bisher durchgemacht
haben…
Wenn du mal jemanden zum Reden/Schreiben brauchst, der das Ganze auch aus Betroffenensicht kennt, dann schreib mir eine Mail.
also was ich nur wissen
will ist,wird er immer gelähmt bleiben oder kann es mit der
zeit besser werden?
Es kann besser werden und es wird besser werden, wie gut kann dir aber keiner sagen.
Wenn ich dir Mut machen darf: Wie ich meinem Vater gesehen habe direkt nachdem er aus dem Koma erwacht/aufgeweckt ist/wurde, hätte ich nie gedacht, dass er ein eigenständiges Leben zurückbekommt. Klar, er ist jetzt noch auf Hilfe angewiesen, wird es wahrscheinlich immer sein, aber die Fortschritte, die er gemacht hat, sind enorm. Und dein Freund ist noch 30 Jahre jünger, das kann dir auch Hoffnung machen. Ich habe junge Schlaganfall-Patienten gesehen, denen merkt man fast nichts mehr an.
Viele Grüße
Kati
ja er selber muss es auch wollen,nur hab ich ihn seitdem nicht gesehen,weil er auf intensiv ist… ich weiß alles von seinen eltern…ist ja alles nicht lange her…aber ich hoffe mal,dass es mit der zeit wird… ich steh aber immer hinter ihm…
danke. ja ich werde ihn mal fragen.
danke für die antwort.
ich hoffe mal,dass es sich wenigstens ein bisschen bessert…er würde nie damit klar kommen wenn er sein leben lang im rollstuhl sitzen müsste…