Depression und nun körperl.beschwerden?

Guten Tag,
seit jahren habe ich depression nach 4 monatigen klinikaufenthalt sind die panik-und angstattacken fast weg-eingestellt wurde ich auf seroquel und citalopram meine leber-und kg werte sind seitdem erhöht.nebenbei habe ich kreisrunden haarausfall mal mehr/weniger.vor 2 jahren hatte ich einen unfall bei dem ich ellebogen und beide radiusköpfchen zertrümmert habe-seither ist die beweglichkeit etwas eingeschränkt.meine rückenbeschwerden breiteten sich aus:damm-und beinschmerzen,taubheitsgefühl im oberschenkel es ist kein bandscheibenvorfall und ich bekomme nun wöchtentlich 2 spritzen in die unteren lendenwirbel,besserung schwankend.nun wurde hinter der rechten kniescheibe ein knorpelschaden festgestellt da ich beim laufen oft heftigste schmerzen habe-es hieß man könnte dies nicht operieren da die ergebnisse nicht toll sind.im moment bin ich krank zuhause und warte auf meinen termin für die psychosomatische klinik.wie es aber weitergeht weiß ich nicht,…beruflich muß ich körperlich sehr ran und mitarbeiterführung treibt mich oft an den rand meiner kräfte…dazu kommt das die wöchentliche arbeitszeit oft über 50 stunden ist,…ich kann das nicht mehr und möchte gerne wissen A:ist die klinik der richtige weg? B:welche möglichkeit habe ich beruflich?
C:würden sie mir irgendwelche behandlungen empfehlen?ich bedanke mich herzlich für antwortscheiben!

Hi Wolkenstern!

ich kann das nicht mehr und möchte gerne
wissen A:ist die klinik der richtige weg? B:welche möglichkeit
habe ich beruflich?
C:würden sie mir irgendwelche behandlungen empfehlen?

Nach allem, was du beschreibst, denke ich, dass eine psychosomatische Klinik eine sehr gute Idee ist. Du unterliegst vielen psychischen Belastungen und weist so vielfältige Krankheitsbilder auf, dass sich da ein Zusammenhang aufdrängt.

Meiner Meinung nach geht es nicht so sehr darum, für jedes der Symptome die richtige Behandlung zu finden (das natürlich auch); vielmehr solltest du herausfinden, warum du insgesamt für soviele Krankheiten anfällig bist. Oft werden psychische Belastungen auf die körperliche Ebene verlagert und drücken sich in körperlichen Erkrankungen aus. Die Krankheiten zu behandeln bedeutet dann leider nur, die Symptome zu bekämpfen, nicht die Ursache.

Du sagst selbst, dass deine berufliche Belastung enorm ist und du selbst festgestellt hast, dass dir die Mitarbeiterführung sehr viel abverlangt. Allein dafür wäre es sinnvoll, sich psychologische Unterstützung zu holen.

Welche Möglichkeiten du beruflich hast, kann man allerdings mit den wenigen Informationen kaum beantworten. Köntest du deine Situation dafür vielleicht etwas genauer beschreiben?

Lass dich auf den Klinikaufenthalt ein und schau, wie du die psychischen Belastungen verringern kannst. Möglicherweise wäre ein Berufswechsel sinnvoll. Du hast nur ein Leben, und ein Job, der dich fertigmacht und deine Lebensqualität ruiniert, ist bestimmt nicht richtig.

Ich wünsche dir Alles Gute und viel Erfolg in der Klinik!

LiebeGrüßeChrisTine

hallo,
lieben dank für das schreiben;sie bestätigen und unterstützen meinen weg damit sehr.
erstmal werde ich mich auf den klinik aufenthalt freuen-je nach resultaten werde ich mich dann um mein arbeitsleben kümmern;sie haben recht kein job der welt ist es wert…mehr zu leiden als zu leben…
vielen lieben dank nochmal
wolkenstern

der klinikaufenthalt ist auf jeden fall anzuraten,ich würde dir bad bramstedt empfehlen,da sie sich dort auch der schmerzproblematik widmen.warst du schon mal beim rheumatologen und hast dich auf fibromyalgie untersuchen lassen?klingt mir sehr danach,gute besserung

Hallo,

da Du

fibromyalgie untersuchen

ansprichst, möchte ich darauf hinweisen, dass die Symptome von Fibromyalgie und der Borreliosekrankheiten (ca. 10 verschiedene Einzelkrankheiten, die unter dem Sammelbegriff „Borreliose“ zusammengefasst werden; alles Infektionskrankheiten, zumeist bakterieller Art, die überwiegend aber höchst wahrscheinlich nicht ausschließlich durch Zeckenbisse auf den Menschen übertragen werden) sich zum Verwechseln ähnlich sind.

Leider kann man eine Borreliose nur extrem schlecht über Blutuntersuchungen nachweisen, da sich die Erreger überwiegend in den Zellwänden und im Zellinneren, aber nur selten im Blut aufhalten.

Wolkenstern könnte, wenn sie den Verdacht hat, dass diese schleichende und heimtückische Krankheitsgruppe auf sie zutreffen könnte, hier im wer-weiss-was man im Archiv nach „Borreliose“ suchen und sich die zahlreichen Beiträge von mir und anderen dazu durchlesen. Dann bekommt sie schnell ein Gespür dafür, ob das eine echte „Spur“ sein könnte oder eben nicht.

Die Schwierigkeit ist, dass diese Krankheiten sich durch eine Vielzahl unterschiedlichster Symptome äußern können (ca. 130 verschiedene Symptome) und dass man als uninformierter Laie gar nicht auf die Idee kommt, dass die unterschiedlichen „Befindlichkeitsstörungen“ bzw. mehr oder weniger heftigen Symptome alle zusammenhängen könnten. Etlichen Hinweisen schenkt man als Betroffener am Anfang ja selbst kaum Beachtung (Wortfindungsstörungen „das äh… Dingsda, äh ich meine (dann erst richtiges Wort)“; Ungeschicklichkeiten wie Kaffeetasse umschütten; Vergesslichkeit - Schlüssel oder Termin (fast) vergessen; Verdrehungen - Ich schmeiß die Maschine in die Wäsche; etc. etc.)und lacht vielleicht noch drüber, wenn man mit dem Autoschlüssel in der Hand das falsche Auto aufsperren will.

Da eben die Symptome der Fibromyalgie in weiten Teilen nahezu identisch mit denen der Borrelioseerkrankungen sind, sollte bei einem Fibromyalgie-Verdacht auch immer eine mögliche Borrelioseerkrankung mit in die Überlegungen einfließen.

Um sich über das wer-weiss-was hinaus über diese Krankheit zu informieren, kann sich Wolkenstern auch in der Internet-Selbsthilfegruppe „Borreliose-Forum“ des Deutschen Borreliose Bundes kundig machen.

Hier der Link:
http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php

@Wolkenstern: Schnelle Besserung
@alle: Schönen Abend und schönen Feiertag wünscht

Alexander