Hi,
Warum hat eigentlich der Mann einen Schniedel und die Frau
eine Mumu? Warum ist es nicht ànders rum? Warum bekommen die
Frauen die Kinder und nicht die Männer? Klar das die Frauen
die für die Schwangerschaft nötigen Organe etc haben, aber
warum haben die Männer diese Veranlagungen nicht? lol…
ungerecht xD Schreibt jetzt nicht Gott wollte das so 
Entgegen meinen Vorpostern finde ich diese Frage gar nicht so abwegig oder lächerlich. Das ist ja gerade das Tolle in der Biologie im Vergleich zu anderen Naturwissenschaften: nämlich dass man hier nach dem „Grund“ fragen darf…
Warum also haben Männer Penisse und nicht die Frauen?
Erst einmal ist es sinnvoll zwei Geschlechter zu haben (siehe Wiki für die Hintergründe).
Weiterhin ist es, zumindest bei „höheren“ Tierarten* und insbesondere Säugern (bei denen das Heranreifen des Fötus im Körper stattfindet) sinnvoll, wenn nur ein Geschlecht sich auf die aufwendige „Produktion“ von Nachwuchs spezialisiert, weil das Kinder kriegen Zugeständnisse an die Leistungsfähigkeit im Hinblick auf Muskel-, Knochen- und Gewebeaufbau erfordert. Ein schmales Becken mag z.B. für das schnelle Laufen gut sein, ist aber bei der Geburt hinderlich. Brüste sind für die Aufzucht der Nachkommen wichtig, stören aber evtl. bei der Jagd etc.
(*Werden „nur“ Eier gelegt, sehen die Anforderungen schon wieder anders aus, siehe z.B. Schnecken…)
Es ist also zumindest für „höhere“ Lebewesen sinnvoll, wenn nur eines der beiden Geschlechter auf das Kinder kriegen spezialisiert ist.
Gleichzeitig ist selbsterklärend, dass der „Empfänger“ immer das Geschlecht sein muss, in dem die Nachkommen heranwachsen (sonst müsste man die befruchtete Eizelle wieder zurück transportieren, was ziemlich risikoreich wäre, und den „Empfänger“ zum „Sender“ machte).
Aus dem „Transportrisiko“ leitet sich auch der Grund für die Form der Geschlechtsorgane und die Zahl der Samenzellen ab. Die Frau als „Empfänger“ muss (i.d.R.) nur eine Eizelle zur Befruchtung beitragen, während das Ejakulat des Mannes ca. einige Millionen Spermien pro Milliliter enthält. Dies muss so sein, da der „Sender“ (= Mann) dabei das „Risiko der Übermittlung“ trägt.
Dass sich beim „Sender“ dafür ein Penis ausgebildet hat, ist zwar hilfreich, weil es den Verlust von Samenzellen reduziert, aber nicht zwingend erforderlich (siehe z.B. Vogelwelt).
Außerdem ist es sinnvoll dass der „Empfänger“ nur wenige Eizellen produziert, da Mehrlingsschwangerschaften sehr problematisch sind.
Weiterhin ist aus den obigen Überlegungen klar, dass der Empfänger, in dem das Kind heranreifen soll und der den Großteil des „biologischen Aufwands“ tragen muss, für diese Maximal-Begrenzung Sorge trägt.
Man erkennt also, dass „Empfänger“-Status, Zahl der Eizellen, Rollenverteilung zum Kinder kriegen und die Form der äußeren Geschlechtsorgane eng miteinander verknüpft sind.
Gruß,
Sax