Ulkus im Hals

Von: , Frage gestellt am Do, 9. Jul 2009

Hallo!

Ich suche nach weiteren Ideen zur Behandlung meiner knapp 16jährigen Tochter für einen chronischen Ulkus von ca. 1,5 cm Durchmesser, seit acht Monaten befindet er sich im Hals. Dazu hat sie Pharyngitis.

Es bestehen dauernde Schluckbeschwerden. Es kommt immer wieder bei zuviel Belastung, wenig Schlaf, Erkältungsmöglichkeiten usw. zu Fieberschüben. Im Mund befinden sich seit Jahren Aphten, die sich zwischenzeitlich gebessert haben aber immer wieder vorhanden sind. Sie trägt seit ca. zwei Jahren eine Zahnspange, die kommende Woche entfernt wird.
Meine Tochter hat seit Jahren zudem viel Kummer mit ihrem Vater, von dem ich seit vielen Jahren getrennt lebe. Er ist suchtkrank, es war noch nicht sichtbar, als ich mich von ihm getrennt hatte.
Ich unterstütze sie in allem so gut ich kann.

Es wurde abgeklärt:
Es ist nichts Bösartiges, es ist kein Morbus Behcet. Es könnte - körperlich gesehen - eine Nickelallergie sein.

Darum wollen wir für die nun kommende lose Zahnspangen einen nickelfreien Draht.

Derzeit ist Folgendes getan: Behandlung homöopathisch durch Hausarzt. Diagnose: Somatisationsstörung, PTBS, Ulkus.
Behandlung durch HNO - momentan bezüglich Antibiotika austherapiert, er weiß nicht, was er noch machen soll (empfiehlt Gurgeln mit diversen Lösungen, hatte sie im März 2009 erneut in die HNO-Klinik zur Abklärung geschickt).

Psychotherapie bei einer Therapeutin läuft seit März 2009, zuvor seit 2008 Beratungsgespräche in einmonatigem Abstand. Dazu musste sich meine Tochter auch jeweils erst entschließen. Ich bin froh, dass sie sich Unterstützung holt und bin dabei ja auch in einigen Gesprächen miteinbezogen.

Alle drei Instanzen unterstützen uns nun aktuell beim Antrag auf eine Erholungskur für Jugendliche, die zusätzlich Stabilität, Abstand zu den seelischen Themen, Stärkung der Immunabwehr bringen soll und eine Verbesserung der Heilung des Ulkus im Hals bringen soll. Meine Tochter wünscht sich keine "Gesprächskur" in einer psychosomatischen Klinik sondern vor allem körperliche Erholung und zweitrangig dazu Gespräche, also eine Kur in einem Kur-Haus für Kinder und Jugendliche. Das respektieren der Hausarzt und ich natürlich.

Was vorher auch schon erfolgte, waren:
2007 und 2008 Vorstellung in der Uni-Klinik Tübingen, danach wurden in 10/2008 die Halsmandeln entfernt. Es bestand seit 02/2008 ein Ulkus. Er verlagerte sich, wie gesagt, Ende Oktober 2008 nach etwa dreiwöchiger Pause ab der Mandel-OP in den Hals, wo er eben jetzt sitzt. Und wir hatten uns schon riesig gefreut gehabt, als er erstmal abheilte!!!!

Weitere Vorstellung darum März 2009 in einer großen Stuttgarter HNO-Klinik, hier wird auf eine Nickelallergie getippt und empfohlen, die Entfernung der Zahnspange abzuwarten. Als weiteres Indiz wird hier gesehen, dass meine Tochter mit manchmal auftretenden kleinen Pickelchen am Ohrläppchen auf ihre Modeohrringe reagierte. Darum trägt sie inzwischen nur noch Silberohrringe.

Ich weiß, es klingt alles ziemlich gruselig und ich leide wirklich mit und mache mir viele Gedanken. Meiner Meinung nach dreht es sich hier um mehrere Symptome eines komplexen Geschehens und nicht nur um eine Nickelallergie.

Da ich vor der Kur, die sie hoffentlich bewilligt bekommt, die Allergiethematik abklären will, sind im August noch Termine beim Hautarzt dafür eingeplant.

Worum es mir wie gesagt noch geht, sind Eure Erfahrungen oder Ideen in welcher Weise ich meine Tochter körperlich noch unterstützen lassen kann. Der Punkt ist, was Ernährung oder z.B. Gurgeln mit Salbei betrifft, was ihr sehr gut tut, (nach zwei Tagen mit Gurgeln in einer Zeit extremer Halsschmerzen festgestellt), da stoße ich auf taube Ohren bei ihr, das stellt sie wieder ein, wenn die heftigsten Symptome weg sind. Sie hat sich an ihre Schmerzen einfach schon gewöhnt, ist mein Eindruck, und das erschreckt mich sehr. Doch da zieht sie einfach nicht mit. Denkt mal sie ist ja mitten in der Pubertät. Mir ist klar, dass sie da eher passiv und depressiv reagiert. Das sieht so aus, ich mache zum Beispiel den Tee und stelle ihn ihr hin und bitte sie drum, damit zu gurgeln. Sie tut es einfach nicht. Dann überlasse ich es ihr selber, übertrage damit bewusst und deutlich die Verantwortung für das Gurgeln auf sie, und es passiert auch nichts, bzw es funktionierte einen Tag und das wars dann.

Meine Tochter denkt, dass sie irgendwie schon so lange krank ist, dass das wohl nicht mehr richtig heilt oder wieder was Neues kommt, dass sie einfach nicht gesund wird. Ich mache ihr immer wieder Mut und weiß nicht genau, es findet wenig fruchtbaren Boden. Ich finde es einfach traurig. Mittlerweile lasse ich innerlich immer mehr los, denn Sie selber soll ja den Wunsch haben, gesund zu werden, es reicht nicht, dass ich mir das wünsche. Wenn ich Druck mache, macht sie zu.

Da ich selber Familientherapie gemacht habe, sind mir die Zusammenhänge hier schon klar, doch es nützt ja nichts, meine Tochter selber muss ja lernen, mit sich klar zu kommen.

Was ist zum Beispiel mit Akupunktur?

Dass ich sie seelisch unterstütze ist selbstverständlich und das tue ich auch - mit immer neuen wachsenden Einsichten und Erfahrungen mit ihr! Mutter wächst mit Tochter mit! Und vermutlich Tochter mit Mutter auch....

Eine sehr gute Bekannte, die heilerische Fähigkeiten hat, hat meine Tochter auch schon behandelt und das fand meine Tochter gut.

Danke,

Katharine

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