Um welche Krankheit könnte es sich handeln

wenn ein Mensch folgende Symptome hat:
Atemnot, Druck auf der Brust, die verschwindet wenn er sich hinlegt, starke Gewichtsabnahme, plötzlich auftretende Kraftlosigkeit und Schwindel, das Gefühl eines niedrigen Blutdrucks obwohl der gemessene Blutdruck normal ist.

Blutwerte sind unauffällig und 8 Ärzte (Allgemeinmedizin, innere, Röntgen und Krankenhauscheckup) konnten keine organischen Ursachen finden.

Vielen Dank und viele Grüße

Hi,

8 Ärzte konnten keine
organischen Ursachen finden.

und psychische?

J~

Hallo,
daran habe ich auch schon gedacht, aber es scheint eher so zu sein, dass er gerne etwas tun würde, es aber auf Grund der körperlichen Schwäche nicht kann.
Die körperlichen Beschwerden sind auch so massiv, dass ich es kaum auf etwas Psychosomatisches schießen kann - oder liege ich da falsch?

Viele Grüße

dennoch - psychische Faktoren gäbe es genug (plötzlicher Alkoholentzug, Renteneintritt nach einem Leben als Workaholic und eine Tendenz zur Depression und Panik, wie z.B. Flugangst und Klaustrophobie)

Wurde denn auch ein Kardiologe hinzugezogen, hat der auch ein Echo vom Herzen gemacht?
Die Gewichtsabnahme passt zwar nicht unbedingt dazu, aber Ursachen , die vom Herzen kommen, z.B. eine Myokarditis auszuschliessen, darauf würde ich bestehen.

Auch die Lunge gehört untersucht, was wurde denn da getan?

Ich mag es ja kaum aussprechen, hier, aber an dieser Stelle, doch vielleicht auch mal auf Borreliose testen?Nur zur Sicherheit.

Sind sämtliche inneren Organe untersucht worden, z.B durch mindestens Ultraschall?

Andere Schmerzen, als der Druck auf der Brust?

Wichtig wäre, wie lange geht das schon?

An psychische Ursachen würde ich nicht zuerst denken.

Gruß, Zahira

Hallo,

Wurde denn auch ein Kardiologe hinzugezogen, hat der auch ein
Echo vom Herzen gemacht?

Ich glaube ja. Das Herz soll in Ordnung sein. Er wurde im Krankenhaus von einem Kardeologen untersucht. Es wurde auch ein Belastungs EKG gemacht. „Alles in Ordnung“.

Die Gewichtsabnahme passt zwar nicht unbedingt dazu, aber
Ursachen , die vom Herzen kommen, z.B. eine Myokarditis
auszuschliessen, darauf würde ich bestehen.

Ok. Hinzu kommt noch der Verdacht auf eine Unterfunktion der Schilddrüse. Er nimmt L-Thyrox. Die Dosierung kenne ich nicht und auch nicht, ob diese auch genau ermittelt wurde, da so viele Ärzte mitgemischt haben. Das könnte doch eventuell die Apetitlosigkeit erklären, oder?

Auch die Lunge gehört untersucht, was wurde denn da getan?

Die Lunge wurde auch untersucht. Mehr als dass „alles in Ordnung“ ist, weiss ich nicht - also Röntgen und Ultraschall.

Ich mag es ja kaum aussprechen, hier, aber an dieser Stelle,
doch vielleicht auch mal auf Borreliose testen?Nur zur
Sicherheit.

Nein, das wurde bisher nicht getestet.

Sind sämtliche inneren Organe untersucht worden, z.B durch
mindestens Ultraschall?

Ja.

Andere Schmerzen, als der Druck auf der Brust?

Keine Schmerzen, nur Schwäche, die inzwischen zur Bettlägerigkeit zwingt.

Wichtig wäre, wie lange geht das schon?

In dieser extremen Form seit Mai diesen Jahres.

An psychische Ursachen würde ich nicht zuerst denken.

Nein, psychische Beschwerden kommen zwar auch dazu, abe die körperlichen Beschwerden sind dafür zu massiv.

Wie findet man einen Arzt, der spezialisiert ist auf „Diagnose“?
Soll er sich ins Krankenhaus einweisen lassen?

Viele Grüße

Hallo Chili,

da läuten bei mir alle Alarmglocken:

(plötzlicher Alkoholentzug

Auf eigene Faust? Sowas kann ins Auge gehen!

Ich kopiere mal:

+++ Körperliche Entzugserscheinungen

Zittern, Schwitzen oder Frieren, Übelkeit, Brechreiz, Kribbeln in den Extremitäten, Kreislaufprobleme, Schwächeanfälle, Koordinationsstörungen, Sehstörungen, Kopf-, Magen- und Gliederschmerzen, Durchfall, Herzrasen, Mundtrockenheit, Artikulationsstörungen, Juckreiz

+++ Psychische Entzugserscheinungen

Extreme Angst, Unruhe, Nervosität, Anspannung, verminderte Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnisschwäche, Depressionen, Aggressionen, Schlaflosigkeit, Bewusstseinstrübungen, Wahrnehmungsstörungen mit Halluzinationen, Verfolgungswahn und/oder Delirien…

+++ Gefährliche Entzugserscheinungen

Krampfanfälle, Delirium Tremens

Große Krampfanfälle (‚Grand Mal‘) können tödlich enden. Die Betroffenen stürzen wie ein Stein zu Boden und können sich dabei ernstlich verletzen, weil ihnen jegliche Kontrolle über ihren Körper abhanden gekommen ist.

Das Entzugssyndrom mit Delir und/oder Krampfanfall dauert länger als das einfache Entzugssyndrom. Es bedarf einer konsequenten medikamentösen Behandlung und Überwachung sowie der ständigen diagnostischen Kontrolle, um z. B. Kopfverletzungen nach Stürzen nicht zu übersehen.

Könnte wirklich die Ursache sein! Wissen die Ärzte vom Entzug?

Gruß Motorradmieze

Hallo,

danke - das wäre zumindest eine ernst zu nehmende Möglichkeit. Ob er den Ärzten davon erzählt hat, weiss ich nicht. Aber ich werde bei dem nächsten Arztbesuch mitgehen und notfalls sebst etwas dazu sagen.

Wie lange geht denn das mit den Entzugsbeschwerden. Sind 3 Monate nicht ein bisschen lang? Und es wird eher schlimmer und nicht besser.

Vielen Dank und viele Grüße

Hallo,
ich hätte folgende Frage an Dich:

Ich mag es ja kaum aussprechen, hier, aber an dieser Stelle,
doch vielleicht auch mal auf Borreliose testen?Nur zur
Sicherheit.

WIE/WO/Bei wem kann man sich SICHER und fundiert auf Borreliose testen lassen, ich habe schon
einen Test machen lassen, mein Blut wurde (angeblich) nach
Südafrika geschickt, hat sehr viel Geld gekostet… Ergebnis
ziemlich nichtssagend.

Ich komme aus dem Großraum Köln.

Wenn Du mir antworten würdest wäre ich Dir sehr dankbar.

Grüße
Marie

Hallo Chili,
eine Verwandte (64) liegt gerade mit den gleichen Symptomen in der Klinik. Dort kam sie gleich hin, weil sie schon einmal eine Lungenembolie hatte…Bis jetzt noch keine Ergebnisse, man testet nun noch auf Blutkrebs (Knochenmarkuntersuchung), im Gespräch ist noch eine Arzneimittelunverträglichkeit, will aber auch einen Psychiater hinzuziehen (vielleicht auch nur, weil man sonst nichts findet). Sie hat allerdings überhaupt keine vergleichbare Vorgeschichte. Bis vor kurzem vollkommen gesund und „unauffällig“.
Falls sich bei uns was ergibt, melde ich mich nochmal.
Gruß SusanneAntje

http://www.borreliose-bund.de/bund/html/beratung.html

Hallo Marie!
Vielleicht findest Du im obigen link Weiterhilfe.

Eine gute Diagnostik zu finden ist m.E. das schwierigste, womit Patient und Arzt konfrontiert sind.
Ich persönlich kenne Spezialisten hier in der Gegend, Praxis Drs. Edelmann und Strässner, mit denen unterhält man sich gleich ganz anders, als mit dem Allgemeinmediziner um die Ecke, der oft genug null Ahnung von Borreliose hat.
Die genannte Praxis wurde seinerzeit deutschlandweit empfohlen, neben anderen Adressen.

Es gibt im Internet eine ganze Menge zu googeln zum Thema, da kannst Du Dich durch arbeiten.
Es besteht allerdings die Gefahr, dass man an Leute gerät, die sich ein bisschen fanatisch und einseitig auf das Thema fixiert haben, das scheint eine Nebenerscheinung der Borreliose zu sein.

Gruß, Zahira

Hallo Chili!

Ok. Hinzu kommt noch der Verdacht auf eine Unterfunktion der
Schilddrüse. Er nimmt L-Thyrox. Die Dosierung kenne ich nicht
und auch nicht, ob diese auch genau ermittelt wurde, da so
viele Ärzte mitgemischt haben. Das könnte doch eventuell die
Apetitlosigkeit erklären, oder?

Aber meist Gewichtszunahme, sehr selten extreme Gewichtsabnahme.
Die Schilddrüse gehört von einem Facharzt für Endokrinologie abgeklärt.

Andere Schmerzen, als der Druck auf der Brust?

Keine Schmerzen, nur Schwäche, die inzwischen zur
Bettlägerigkeit zwingt.

Wichtig wäre, wie lange geht das schon?

In dieser extremen Form seit Mai diesen Jahres.

Wie findet man einen Arzt, der spezialisiert ist auf
„Diagnose“?

Das ist das, worum sich alles dreht in der Medizin.Die Diagnostik.
Wo man gute Diagnostik findet? Gute Frage. Mit Glück?

Ich würde angesichts der extremen Schwäche und der Andauer und Zunahme der Symptome durchaus in ein Krankenhaus gehen, und auf gründlichen Scheck bestehen vom Rheumatologen (Autoimmun, Schilddrüse sollte geguckt werden nach Morbus Hashimoto), Endokrinologie,Kardiologie (Echo!),sowie Infektionsmedizin.

Theoretisch sollte dies alles bei einem Internisten zusammenlaufen.
Aber finde mal einen guten.
Mindestens 3 würde ich konsultieren.
Einer davon darf gerne noch Onkologie auf dem Schild stehen haben, nur zur Sicherheit.
Flexibler in der Facharztsuche bist DU durchaus ausserhalb der Klinik, das würde für diesen Weg sprechen.

Wenn Klinik, dann Uniklinik.

Ein solches Befinden kann nicht einfach weiter ausgesessen werden.

Wichtig wäre noch zu wissen, vor allem für den Arzt, wie stark der Alkoholkonsum vor dem Entzug gewesen ist. Diesen Punkt würde ich nicht verschweigen.
Hätte er starke Schmerzen, ich hätte gleich an die Bauchspeicheldrüse gedacht.

Diagnostik ist auch für einen guten Arzt manchmal so was, wie die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen, und es gibt keineswegs immer sofort eine klare Diagnose.
Aber weiter suchen würde ich unbedingt!

Ich wünsch Euch alles Gute und schnelle Aufklärung!

Zahira

Hallo Zahira,
vielen Dank für Deine Antwort, die ich mir gleich ausgedruckt habe!

Viele Grüße

Wie lange geht denn das mit den Entzugsbeschwerden. Sind 3
Monate nicht ein bisschen lang?

Doch ja, das ist zu lang, wußte jetzt nicht in welchem Zeitraum.
Kritisch sind wohl die ersten paar Tage (physisch) und Wochen (psychisch). Genau kenne ich mich da leider (oder zum Glück) auch nicht aus. Würde aber zwecks dem psych. Aspekt auf jeden Fall die Ärzte in Kenntnis setzen. Scheinbar hat ja aber wohl die Leber zum Glück noch nichts abbekommen!?

Und es wird eher schlimmer und
nicht besser.

Ja, die Psyche ist manchmal unergründlich und des öfteren auch nicht zu glauben, welch körperlichen Ausmaße das annehmen kann.

Alles, alles Gute für den Patienten

Gruß Motorradmieze

Hallo,
ja das wäre interessant zu wissen wie eure Geschichte weitergeht!
Bei meinem „Fall“ ist die Vorgeschichte allerdings auch ähnlich (nie krank, noch nicht einmal einen Infekt trotz des wilden Lebenswandels).

Viele Grüße

Hallo Chili,
Stand von heute. Bauch-CT unauffällig, Wirbelsäulenröntgung durchgeführt (???), es folgen Kernspintomographie sowie Angiograhie (Untersuchung der Adern wg. Blutdurchfluss). Ich weiß ja nicht, was davon ihr schon hinter euch habt…
Gruß SusanneAntje

Hallo,
die Untersuchungen wurden alle bereits durchgeführt.
Morgen geht’s ins Krankenhaus.

Viele Grüße