Hallo Leute,
Vorgeschichte:
es wurden 2 Tage vorher je 1 Stent in jedes
Herzkranzgefäß implantiert, dabei hatte sich ein Blutgerinsel
gebildet welches im Röntgenbild zu sehen war.
Der Patient lag zu diesem Zeitpunkt auf der Intensivstation
einer Spezial-Herzklinik zur Überwachung damit bei einem zu
befürchenden Stentverschluß schnellst möglich eingegriffen werden
könnte.
In der Krankenakte steht dazu zu lesen:
„Patient gibt ziehende Schmerzen im Hals an,
im EKG ST-Hebungen in I und aVL,
Senkungen in III und aVF,
hohe T Welle in V2-V4…“
([MOD]: Der Link zum Ekg wurde gelöscht, da auf dem abgebildeten Ekg-Streifen der Name der Klinik verzeichnet war.)
Meine Fragen dazu:
-
Ist auf dem EKG ein bereits vorhandener Herzinfarkt
oder ein zu befürchender Herzinfarkt zu erkennen?
-
Passt der Text der Krankenakte zum EKG?
-
Wäre eine Herzkatheteroperation in diesem Falle
möglich, anzuraten oder dringend angesagt
oder handelt es sich sogar um einen Notfall?
Gruß
Jürgen
Hi
- Ist auf dem EKG ein bereits vorhandener Herzinfarkt
oder ein zu befürchender Herzinfarkt zu erkennen?
Das EKG spricht für eine deutliche Durchblutungsstörung im Herzen, u. U. auch Herzinfarkt möglich, ist jedoch nur einen Momentaufnahme.
- Passt der Text der Krankenakte zum EKG?
Ja, absolut.
- Wäre eine Herzkatheteroperation in diesem Falle
möglich, anzuraten oder dringend angesagt
oder handelt es sich sogar um einen Notfall?
All das ist denkbar. Abhängig vom körperlichen Befund, Blutwerten, Ultraschall usw. War das EKG bereits nach der Stenteinlage durchgeführt?
Wie sah es vorher aus? Um es wirklich beurteilen zu können, brauchts mehr Informationen zu Vorgeschichte, durchgeführten Untersuchungen usw. Fakt ist zumindest, dass das EKG einem kranken Menschen gehört und das auch so befundet wurde. Mehr Definitives kann hier keiner sagen.
pp
PS: Hast vergessen, den Namen der Klinik vom EKG zu löschen
Hallo preisselpoehl,
danke für deine Antwort.
Der Patient lag nach der Stantimplantation zur Überwachung auf der Intensivstation da das Zusetzen eines Stents oder eine sonstige Thrombose in den Herzkranzgefäßen befürchtet wurde, hat min. 2 Tage lang blutgerinselauflösende Infusionen bekommen und sollte am nächsten Tag zur Untersuchung wieder kathetert werden.
Welche Informationen brauchst du genau noch?
Gruß
Jürgen
hi,
das mit den auflösenden Medikamenten hilft schon mal weiter. Die Leute habe also sehr wohl gesehen, dass da nicht alles in Butter war, sonst gibt man das Zeug nicht, und die Folgeintervention war auch schon fest eingeplant. Er wurde also als Hochrisikopatient eingestuft und behandelt, wenn ich alles richtig interpretiere. Bin nun kein Herzspezialist, um zu spekulieren, warum man sich zu dem beschriebenen Vorgehen entschieden hat. Klingt nach einer komplizierteren Angelegenheit. Da muss man manchmal aus dem Bauch heraus entscheiden. Was haben die behandelnden Ärzte gesagt? Was ist überhaupt passiert? Plötzl. Herztod o. ä.?
pp
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Hallo preisselpoehl,
die ganze Sache ist morgens um 4:30 in der Nachtschicht passiert.
Der diensthabende Arzt hat den Prof. geweckt/gefragt, der hat nur Aggrastat verordnet und sich dann wieder auf’s Ohr gelegt.
Das zugesetzte Gefäß wurde dann erst mittags bei der sowieso angesetzten Katheteruntersuchung wiedereröffnet, ca. 8 Stunden später.
Der verantwortliche Klinikprof. behauptet, der Infarkt sei im EKG nicht zu erkennen gewesen usw. usw. obwohl er sich gleichzeitig für den absoluten Oberprofi für Herzinfarkte hält.
Meiner Ansicht nach hätten sie aber nicht bis Mittags warten dürfen sondern hätten zumindest weitere Untersuchungen machen müssen und den Zustand des Patienten zu überwachen oder weiter zu klären.
Das haben sie aber nicht getan!
Also hatten sie den Herzinfarkt doch erkannt und aus nicht näher bekannten Gründen die OP nicht rechtzeitig durchgeführt.
Folge:
linker Herzmuskel/kammer stark geschädigt, größtenteils vernarbt.
Gruß
Jürgen
Bleibt schwierig
Hi
Der diensthabende Arzt hat den Prof. geweckt/gefragt, der hat
nur Aggrastat verordnet und sich dann wieder auf’s Ohr gelegt.
Das möchte ich nicht kategorisch ausschließen. Ich bin nachts 4:30 auch schwer von Begriff, wenn ich angerufen werde. Und habe auch schon mal ne Stunde später meine Entscheidung revidiert. Aber das tut nichts zur Sache. Wobei Aggratstat ohnehinschon was richtiges ist.
Der verantwortliche Klinikprof. behauptet, der Infarkt sei im
EKG nicht zu erkennen gewesen usw. usw. obwohl er sich
gleichzeitig für den absoluten Oberprofi für Herzinfarkte
hält.
Muss ich mich zurückhalten, weil ich nicht Profi. Sauber ist das EKG aber auf alle Fälle nicht. Der Verlauf (vorher, nachher) wäre natürlich interessant.
Meiner Ansicht nach hätten sie aber nicht bis Mittags warten
dürfen sondern hätten zumindest weitere Untersuchungen machen
müssen und den Zustand des Patienten zu überwachen oder weiter
zu klären.
s. oben. Hat nix mit Krähe und Augen aushacken zu tun. Kann gegen Kardio-Profis nicht auftrumpfen.
Folge:
linker Herzmuskel/kammer stark geschädigt, größtenteils
vernarbt.
Richtige Vernarbungen brauchen aber ne ganze Weile. Die sind Zeichen eines alten Infarktes. Ebenso könnte die Kammerschädigung alt sein. Hier würde der Verlauf im Herzultraschall weiterhelfen.
pp
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