Hallo,
ich hatte vor Jahren einen Unfall.
Seit dem habe ich regelmäßig Rückenschmerzen, welche durch
gewisse Bewegungen, Belastungen … vermehrt hervorgerufen
werden.
Wurden Untersuchungen durchgeführt, z.B. per MRT, ob die Verletzungen des Unfalls jetzt zu Spätfolgen führen? Was damals kleine Schäden waren, kann heute dennoch zu Folgeschmerzen bzw. -behinderungen führen. Deine Beschreibung, daß die Schmerzen bei bestimmten Belastungen/Bewegungen vermehrt auftreten läßt diese Vermutung zu.
Lt. Ärzten hat sich bei mir ein Schmerzgedächtnis gebildet.
Dieses wird zurzeit i. R. einer Schmerztherapie behandelt.
Sind deine Ärzte schon mal auf die Idee gekommen, daß physische Schäden Schmerzen verursachen und daß man diese auch spürt?
Schmerzgedächtnis heißt so viel: du bildest dir die Schmerzen ein und deine Ärzte sind zu faul nach der echten Ursache zu forschen. Es ist ja auch viel einfacher, dir einfach mengenweise Schmerzmittel zu verschreiben, statt sich mal richtig den Kopf zu zerbrechen und nach der Ursache der Schmerzen zu suchen und dann eine Behandlung, die diese Ursachen beseitigt.
Ich nehme morgens und abends eine Ibuprofen 600.
Zuvor habe ich zusätzlich mehrere Tropfen von Amitriptylin
vorm Schlafengehen eingenommen.
Diese Tropfen haben bei mir allerdings Magen-Darm-Probleme und
Erektionsstörungen hervorgerufen. Daher wurde Amitriptylin
abgesetzt.
Seit dem nehme ich zu den Ibus noch morgens und abends jeweils
75 mg Lyrica.
Seitdem ich allerdings diese Tabletten einnehme, habe ich
einen Blähbauch, ohne aber Blähungen zu haben. Ich habe
Völlgefühl, esse weniger, fühle mich auch weniger hungrig als
vorher. Ich habe dennoch ca. 4 kg zugenommen.
Bei dieser Behandlungsform kannst du langfristig schon allein an den Nebenwirkungen schwer krank werden, ohne daß die Ursache je behandelt wurde.
Jetzt möchte ich ganz gerne wissen, welche Medikamente es
sonst noch gibt, die man während einer Schmerztherapie
verschreiben kann, die aber weniger Nebenwirkungen haben, aber
dennoch so wirksam wie Lyrica sind (seit dem ich Lyrica nehme,
haben sich die Schmerzen deutlich verbessert!)?!
Dazu Vorschläge zu machen, würde heißen, die vorgeblich eingebildeten Schmerzen zu unterdrücken und andere Nebenwirkungen in Kauf zu nehmen.
Gibt es vielleicht sogar alternative Heilmethoden, um eine
Schmerztherapie zu machen, ohne Medikamente einnehmen zu
müssen?
Zunächst mal die Ärzte wechseln und nach der wirklichen Ursache der Schmerzen fahnden lassen.
Ich kann und will nicht mein ganzes Leben täglich acht oder
mehr Tabletten in mich einwerfen (ist bestimmt nicht gut für
Leber, Nieren, Herz …!?).
Sehr vernünftig.
Daher hier eine Empfehlung:
Nachdem ich eine jahrelange Odyssee durch verschiedenste Orthopädie-Praxen und eine OP über mich ergehen ließ, fand ich letztlich eine weit bessere Lösung: die Osteopathie, die ja nun auch endlich in Deutschland anerkannt wurde. Hier deren Webseite: http://www.osteopathie.de. Anzumerken ist, daß die Osteopathie seit über 10 Jahren in England und Frankreich ein eigenständiger medizinischer Facharztberuf ist, und in den USA schon vor etwa 100 Jahren mit Dr. Still Einzug hielt, später erweitert von Dr. Sutherland und Dr. Upledger.
Es gibt hier verschiedene Teilbereiche: die viszerale Therapie, die sich auf die Organe konzentriert, von der viele ebenso wie bei der Cranio-Sakral-Therapie weiterhin, trotz aller Heilerfolge, behaupten sie sei Unsinn. Als Nutznießerin und Anwenderin, weiß ich als Heilpraktikerin, das dem nicht so ist.
Wirklich faszinierend und hochwirksam beim Bewegungsapparat ist aber der Zweig Muscle-Energie, bei dem der Patient nicht eingerenkt wird, sondern vom Therapeuten in eine spezielle Position gebracht und gehalten wird, und dann mit eigener Muskelkraft mit Widerstand gegen diese Position, z.B. den verrutschen Wirbel an die richtige Stelle zieht. Dazu gibt es selbstverständlich zahlreiche unterschiedliche Positionen, eben so viele wie verschiedene Stellen und Positionen der Fehlpositionen von Bandscheiben und Wirbeln. Die Cranio-Sakral-Therapie ergänzt die Muscle-Energy weiter.
Dieses Verfahren ist meiner Erfahrung (und nicht nur meiner) nach erheblich wirksamer, nachhaltiger und sanfter als die Chiropraxis und das „rabiate“ Einrenken. Im Halsbereich ist die Chiropraxis nicht zu empfehlen, da die Gefahr der Verletzung von Nerven hier zu groß ist. Fachliteratur von Still, Upledger und Sutherland gibt es zahlreich, inzwischen vieles auch in deutsch.
Bei der o.g. Webseite können auch Osteopathen mit Kassenzulassung erfragt werden. Physiotherapeuten mit Kassenzulassung und dieser Zusatzausbildung gibt es schon sehr lange, doch sie praktizierten bislang „verdeckt“ Osteopathie, jetzt dürfen sie es endlich auch offen tun.
Bei einem solchen Physiotherapeuten wurde ich vor einigen Jahren endlich meine chronischen migränartigen Kopf- und auch Rückenschmerzen los, die Orthopäden wollten unbedingt operieren. Es ging aber auch ohne OP.
Der Link zu Osteopathenadressen steht auf der Seite http://www.osteopathie.de ganz oben an zweiter Stelle.
Hier der Link zur allgemeinen Therapeutensuche:
http://osteopathie.de/service-therape…
Man kann die Therapeuten dann im Netz einzeln finden, oft steht dabei ob Kassenzulassung oder privat, ggfs. muß man anrufen und fragen. Wer einen aufgeschlossenen Hausarzt hat, kann auch diesen Fragen - so fand ich den Physiotherapeuten, der Osteopathie praktiziert.
Ähnlich verhält es sich mit der ganzheitlichen Zahnmedizin: GZM - http://www.gzm.org.
Gruß,
Cantate