Wieso bekommt der Mensch überhaupt feuchte Hände?

Guten Tag,
heute im Fernsehen ist ein Bergsteigerfilm gelaufen.
Schon beim Hinsehen hab ich feuchte Hände bekommen.
Meiner Freundin gings genauso.

Jetzt frage ich mich, wieso bekommt der Mensch überhaupt feuchte Hände?
Es ist ein sehr starker Reflex, also musste es wohl zum Überleben wichtig gewesen sein. (Sonst würden das nicht schon visuelle Reize auslösen)
Ich kann mir keinen Reim darauf machen, in welcher Situation man unter Stress Vorteile mit feuchten Händen hätte.
Was mir auch aufgefallen ist, bei mir tritt der Reflex nur bei Höhenaufnahmen ein.
Könnte das was damit zu tun haben?

Weis wer mehr?

Hallo,

die Feuchtigkeit verlässt den Körper durch die Lunge, die Harnwege und die Hautoberfläche. Ist man nun gestresst oder emotionel erregt, so steigt der Herzschlag und die Organe arbeiten mehr.

Die Lunge hat im Körper u.a. die Aufgabe der Kühlung und Befeuchtung, kann sie das nicht mehr, so füllt sie sich mit Wasser, was meist den Tod zur Folge hat. Die Haut übernimmt nun eben auch den Abtransport der Feuchtigkeit und hilft so der Überhitzung entgegen zu wirken. Zudem werden mit dieser Feuchtigkeit auch Giftstoffe ausgeschieden. Gleiches gilt natürlich auch für die Niere. Beide arbeiten im Team.

Also sind feuchte Hände ganz natürlich und sinnvoll.
Wäre das nicht so, würde das Herz schlapp machen vor Hitze, und nicht nur die Bergsteiger hätten ein ernsthaftes Problem.

gruss
niko

Moin Nonsports,
Hand- und Fußschweiss sind ein Relikt aus den Zeiten, als der Mensch noch ein ‚Fluchttier‘ war. Die Ausscheidung der Streßhormone Adrenalin und Noradrenalin bewirkt feuchte Hände und somit eine bessere Bodenhaftung.
MfG, Shebop

Hand- und Fußschweiss sind ein Relikt aus den Zeiten, als der
Mensch noch ein ‚Fluchttier‘ war. Die Ausscheidung der
Streßhormone Adrenalin und Noradrenalin bewirkt feuchte Hände
und somit eine bessere Bodenhaftung.
MfG, Shebop

Hallo Shebop, ist eine interessante These, die du da entwickelst.
Es ist aber doch so, daß der Mensch in seiner Entwicklung von den Bäumen herabgestiegen ist und als er sich noch von Ast zu Ast gehangelt hat, waren feuchte Hände doch eher hinderlich, weil sie rutschig waren.
Aber ich kann den evolutionsbiologischen zusammenhang auch nicht erklären, vielleicht weiß noch jemand eine schlüssige erklärung!

viele Grüße nashorn

ist eine interessante These, die du da
entwickelst.

Moin nashorn,
ich hab gar nix entwickelt, sondern recherchiert (für einen Radiobeitrag über Hyperhidrose). Die wiedergegebene Auskunft kommt von Medizinern, die sich jahrzehntelang damit beschäftigt haben.
MdG, Shebop

die Feuchtigkeit verlässt den Körper durch die Lunge, die
Harnwege und die Hautoberfläche. Ist man nun gestresst oder
emotionel erregt, so steigt der Herzschlag und die Organe
arbeiten mehr.

Die Lunge hat im Körper u.a. die Aufgabe der Kühlung und
Befeuchtung, kann sie das nicht mehr, so füllt sie sich mit
Wasser, was meist den Tod zur Folge hat. Die Haut übernimmt
nun eben auch den Abtransport der Feuchtigkeit und hilft so
der Überhitzung entgegen zu wirken. Zudem werden mit dieser
Feuchtigkeit auch Giftstoffe ausgeschieden. Gleiches gilt
natürlich auch für die Niere. Beide arbeiten im Team.

´
Ich weiß nicht: Soll ich über diese Physiologie grinsen oder weinen?

Die Lunge dient der Atmung. Mit dem Wasserhaushalt hat sie nichts zu tun. Was soll sie befeuchten?
Sie kann sich mit Wasser füllen (genauer: Serum), meist als Folge des Herzversagens. Und daran stirbt man, wenn man Pech hat.

Die Haut hat mit dem Wasserhaushalt ebenfalls nichts zu tun, da können zwar enorme Mengen ausgeschieden werden, aber das dient nicht zur Regulierung des Wasserhaushaltes, sondern der Kühlung. Giftstoffe werden hier nicht ausgeschieden.

Wir Menschen gehören zu jenen Tieren, die schwitzen können (Hunde und Katzen können es z.B. nicht, wohl aber Pferde). Selbstverständlich haben wir auch Schweißdrüsen an den Händen spez. in der Handfläche, und je nach nervaler Lage schwitzen wir dort.

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Ich weiß nicht: Soll ich über diese Physiologie grinsen oder
weinen?

Hallo,
ich finde es gut, dass der Beitrag hier steht. Zeigt er doch den Kenntnisstand von ganzheitlichen Wunderheilern auf eindrucksvolle Weise. Er zeigt es auch dem medizinischen Laien, soweit er in der Schule nicht nur geschlafen hat.
Grüße
Ulf

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…nicht überzeugend!!
…überzeugt mich trotzdem nicht!

vielleicht hätten sich die Kollegen ein paar Jahre länger damit beschäftigen sollen.

viele Grüße nashorn

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Hand- und Fußschweiss sind ein Relikt aus den Zeiten, als der
Mensch noch ein ‚Fluchttier‘ war. Die Ausscheidung der
Streßhormone Adrenalin und Noradrenalin bewirkt feuchte Hände
und somit eine bessere Bodenhaftung.

Hallo Shebop,
die Auskunft der Ärzte kann auch nur eine These sein. Beweisen lässt sich die evolutionsbiologische These nicht. Es lassen sich nur Argumente und Gegenargumente finden.
Ich stelle mal eine These daneben:
Dieser kalte Angstschweiß entsteht nicht nur an Händen und Füßen, wenn auch nicht jeder Mensch gleich ist. Ich gehe auch nicht davon aus, dass unsere Vorgänger Fluchttiere waren. Die Schweißbildung unterstützt eher längere Verfolgungsjagden bzw. Wanderschaften zu neuen Futterquellen.
Der stressbedingte Angstschweiß dient dazu, den Körper optimal zu kühlen, egal ob man sich zur Flucht oder zum Angriff entscheidet. Dann muss innerhalb kürzester Zeit viel Wärme abgeführt werden. Etwas „Vorschwitzen“ unterstützt diesen Prozess.
Dem Homo angestelltus fällt das allerdings mehr auf, wenn er seinem Vorgesetzten die Hand geben muss. Wenn er ihm oder einem Raubtier eine Keule über den Schädel gezogen hätte, wäre ihm der Schweiß auf der Hand gar nicht aufgefallen.

Meine These erscheint mir logischer. Ob sie besser als deine ist, kann ich natürlich nicht sagen.
Ich habe mir Gedanken gemacht, auf welchem Untergrund schweißnasse Füße eine bessere Bodenhaftung finden. Da finde ich keine eindeutigen Vorteile. Als Bodenlebewesen waren unsere Vorgänger schon Zweibeiner. Was nützt da eine Bodenhaftung schweißiger Hände?
Grüße
Ulf

Hallo Ulf,

unsere Vorgänger schon Zweibeiner. Was nützt da eine
Bodenhaftung schweißiger Hände?

könnte es sein, dass der Mensch ursprünglich auf allen Vieren unterwegs war, und sich so im Dreck und Schmutz bewegte. Die Aussonderung von Feuchtigkeit half u.a. der Reinigung(*) - dieses Relikt blieb erhalten, als der Mensch 2 Füsse zu Händen machte…

(*) nur gesunde Füsse haben Bodenhaftung

gruss
niko

unsere Vorgänger schon Zweibeiner. Was nützt da eine
Bodenhaftung schweißiger Hände?

könnte es sein, dass der Mensch ursprünglich auf allen Vieren
unterwegs war, und sich so im Dreck und Schmutz bewegte. Die
Aussonderung von Feuchtigkeit half u.a. der Reinigung(*) -
dieses Relikt blieb erhalten, als der Mensch 2 Füsse zu Händen
machte…

Hallo nico,
die gängigen Theorien zur Evolution des Mensches lassen dies unwahrscheinlich erscheinen.
Deine These berücksichtigt im Gegensatz zu meiner (die auch nicht richtig sein muss) nicht, dass es den kalten Angstschweiß auch auf anderen Körperteilen gibt. Eine Theorie ist meist besser, wenn sie mehrere Fragen erklären kann.
Grüße
Ulf

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@MOD: Bitte nach Biologie verschieben (owT)
.

hi nashorn,
ja, wenn du etwas hören willst, was dir persönlich gefällt, damit kann ich nicht dienen. ich weiß nur, was mir die ärzte gesagt und belegt haben, die koryphäen auf ihrem gebiet sind. wenn sich so viele an dem wort „fluchttier“ aufhängen, ersetz es durch „zur Flucht genötigt“.
ich glaube nicht, daß sich einer der antworter hier tatsächlich mal intensiv mit dieser frage beschäftigt hat, sondern lediglich persönliche vorstellungen artikuliert. ich vermittle die entsprechenden ansprechpartner auf wunsch gerne via pn, dann kannst du es aus der orginalquelle hören, mit belegen.
gruß, shebop

meinung oder untersuchung?

hi nashorn,
ja, wenn du etwas hören willst, was dir persönlich gefällt,
damit kann ich nicht dienen. ich weiß nur, was mir die ärzte
gesagt und belegt haben, die koryphäen auf ihrem gebiet sind.

…wie haben sie es denn belegt?

nashorn