Hallo,
wenn jemand aufgrund einer Herzrhythmusstörung (Herzflimmern) ein Blutgerinnsel im Herzen hat, muss dieses operativ entfernt werden und wenn ja, wie (und wie gefährlich ist dies in der Regel, vor allem bei älteren Patienten?).
Meiner Mutter wurde zunächst für 4 Wochen Marcumar verordnet, aber ich verstehe nicht ganz, wie es nun weitergehn soll/kann.
Würde mich über eine Antwort freuen!
Hallo,
durch Herzrytmusstörungen kann es im Herzen zu Wirbelungen kommen, die Thrombosegefahr steigt dadurch. Und je nach dem wo der Thrombus lokalisiert wird, besteht die Gefahr des Schlaganfalles oder der Lungenembolie.
Im Herzen selber würde ein Thrombus allerdings nicht lang bleiben, durch die Pumpaktion wird dieser weiterbefördert.
Gefährlich ist sowas für jung und alt gleichermaßen. Für ältere Menschen jedoch mehr, da die Gefäßsituation in der Regel nicht die gleiche ist wie bei einem normalen 20jährigen.
Die Mutter muss das Marcumar als Langzeitthromboseprophylaxe nehmen. Dafür werden die Gerinnungsparameter bestimmt. Anfangs noch engmaschig, später reicht dann eine wöchentliche Blutkontrolle beim Hausarzt und das Marcumar kann dann zB für eine ganze Woche verschrieben werden. Für gewöhnlich erhält man einen sog. Marcumarausweiss wo die Werte und die Menge an Marcumar eingetragen wird.
Wenn man die Herzrytmusstörungen wieder in den Griff kriegt, könnte man das Marcumar vielleicht wieder absetzen. Aber das liegt dann im Ermessen des Arztes und nach weiteren EKG Kontrollen.
Gruss levi
Vielen Dank!
Aber was ich mich Frage ist ja, dass sich angeblich bereits ein Gerinnsel im Herzen befindet, aber sie soll dennoch nur das Marcumar nehmen die nächsten 4 Wochen und dann will man weitersehen.
Es ist von Elektroschock oder (wenn das nichts bringt) Kathetern die Rede. Aber sind das nicht nur Maßnahmen, damit die Herzklappen wieder gleichmäßig schlagen?
Was ist dann mit dem Gerinnsel? Geht das von allein weg oder warum unternimmt man nicht erst dagegen etwas?