Empfindlicherer Geruchssinn durch Höhe?

Nö, aber eine physikalische.
Geruchsempfinden entsteht dadurch, das ein
Objekt leichtflüchtige Moleküle abgibt,
die in den Riechzellen wahrgenommen
werden. Wenn die Luft dünner wird erhöht
sich der Anteil der Duftmoleküle im
Verhältnis zu den Luftmolekülen, auch die
Vermischung erfolgt langsamer, Ergebnis:
intensiverer Geruch.
So einfach ist das.
CU
Rainer

Hallo Rainer,

ganz überzeugt mich das noch nicht. Das Verhältnis ändert sich zwar, aber pro Luftvolumen sind es noch genausoviel Duftmoleküle. Was für eine Vermischung meinst du? Und warum erfolgt diese langsamer?

Mein (spontaner) Deutungsversuch im Rahmen deiner überlegungen: Der Körper atmet häufiger (tiefer), um die gleiche Menge Sauerstoff zu erhalten. Dadurch mehr Duftmoleküle pro Zeiteinheit.

Alternative Deutung: Durch die ungewohnte Umgebung sind es ganz andere Duftreize als gewohnt, auf die der Körper noch nicht abgestumpft reagiert.

Dritte Möglichkeit: Durch die ungewohnte Umgebung ist der Körper generell aus dem Gleichgewicht (die Höhenlage verändert z.B. das Blut, wie man aus dem Sport weiß), die Sinneswahrnehmung und -verarbeitung ist für eine Übergangszeit in einer schwer nachzuvollziehenden Weise verändert. (Gut, das ist auch nur die Frage in anderen Worten als Antwort formuliert, aber ich kenne leider keine Untersuchungen dazu, die das belegen könnten.)

Hoffe, etwas zur Diskussion beigetragen zu haben.
Bobok Semjon.

Hallo Rainer,

ganz überzeugt mich das noch nicht. Das
Verhältnis ändert sich zwar, aber pro
Luftvolumen sind es noch genausoviel
Duftmoleküle.

Nein ,natürlich nicht, bei konstanter Abgabe der Duftmoleküle (schwitzender Bergsteiger) und dünner werdender Luft durch den Aufstieg sind es pro Luftvolumen mehr Duftmoleküle.

Was für eine Vermischung

meinst du? Und warum erfolgt diese
langsamer?

Ich meine die normale Diffusion, es gibt ja eine Untergrenze, an der die Riechzellen Geruch ausblenden, das passiert eben in „dichter“ Luft schneller als auf einem Andengipfel.

Mein (spontaner) Deutungsversuch im Rahmen
deiner überlegungen: Der Körper atmet
häufiger (tiefer), um die gleiche Menge
Sauerstoff zu erhalten. Dadurch mehr
Duftmoleküle pro Zeiteinheit.

Das kommt sicher noch dazu und verstärkt den Effekt.

CU
Rainer

Bist du sicher???

Die Duftmoleküle wissen doch gar nichts vom Luftdruck. Die Anzahl der Luftmoleküle pro Volumen ist denen doch völlig egal. Wo ist da die Abhängigkeit von der Höhe?

Steh ich auf der Leitung?

Ich meine die normale Diffusion, es gibt
ja eine Untergrenze, an der die
Riechzellen Geruch ausblenden, das
passiert eben in „dichter“ Luft schneller
als auf einem Andengipfel.

Woher willst du wissen, daß die Riechzellen sich an dem Verhältnis von Duft- zu Luftmolekülen orientieren und nicht an der absoluten Zahl der Duftmoleküle, unabhängig vom Luftdruck?
Kennst du da medizinische Untersuchungen?

Semjon.

Hi Semjon

Die Duftmoleküle wissen doch gar nichts
vom Luftdruck. Die Anzahl der Luftmoleküle
pro Volumen ist denen doch völlig egal. Wo
ist da die Abhängigkeit von der Höhe?

Steh ich auf der Leitung?

jo, könnte man sagen. Die Emission leichtflüchtiger Substanzen hängt natürlich vom Umgebungsdruck ab, im Vacuum extrem hoch, bei Überdruck extrem niedrig. Solltest Du als Physiker kennen.

Woher willst du wissen, daß die
Riechzellen sich an dem Verhältnis von
Duft- zu Luftmolekülen orientieren und
nicht an der absoluten Zahl der
Duftmoleküle, unabhängig vom Luftdruck?

Da hast Du was falsch verstanden, natürlich ist die Zahl der Moleküle entscheidend, die rezeptiert werden, ist ja klar.
Durch Diffusion vermischen sich die Moleküle mit der Luft, bis eine Stufe erreicht ist, wo nur noch so wenig in die Nase gelangen, dass sie ausgeblendet werden. Würde einen ja ganz verrückt machen ständig alles zu riechen. Dieser Prozess dauert einfach länger, das habe ich gemeint.
CU
Rainer