Re^6: Neurodermitis heilen von innen
Hallo Petra,
Lebensmittel, die den Blutzucker schnell steigen lassen,
führen nunmal zu meist unerwünschten Effekten (schnell wieder
Hunger haben, Leistungshoch und danach heftiges
Leistungstief).
Genau diese Effekte sind eben nicht wissenschaftlich
nachgewiesen, im Gegenteil, es gibt sogar Belege dafür, dass
das so pauschal eben nicht stimmt.
dass bestimmte Lebensmittel dazu führen, dass "der Zucker schneller ins Blut geht", ist meines Wissens nach schon nachgewiesen.
a) Ich ernähre mich ähnlich, wie man dies auch als "Basische
Diät" bezeichnet, mache dies aber eben *nicht* als solche
sondern habe zufällig rausgefunden, dass das, was man als
"Basische Diät" bezeichnet, relativ gut mit dem übereinstimmt,
was ich esse.
Es gibt einige Unterschiede, was bei basischer Ernährung und
Glyx "gut" ist. Insofern kann man beide Ernährungsreligionen
eben nicht einfach so übereinander legen.
Wie gesagt, ich halte mich auch nicht daran - ich habe nur zufälligerweise (da ich mal wissen wollte, was es mit der ominösen "Säure-Basen-Diät" auf sich hat) gewisse Parallelen festgestellt. Definitiv gibt es auch Unterschiede.
Was ich damit eigentlich sagen wollte:
Dass sich jemand, der sich "nach Säure-Basen-Diät" oder "nach Glyx-Index" ernährt, besser fühlt und sich dessen Gesundheit z.T. messbar verbessert, hat eher etwas damit zu tun, dass diese Ernährungsformen automatisch zu einer ausgewogeneren Ernährung führen.
Dies habe ich genannt, um einen gewissen Hintergrund
anzugeben.
Der aber nicht fundiert ist.
Sorry - mit "Hintergrund" meinte ich nicht "wissenschaftliche Erklärung", sondern "warum schreibe *ich* etwas dazu".
Aber dich wird wundern, dass man auch völlig ausreichend an
Vitamine, Spurenelemente "und so" ran kommt ohne dass man
Vollkornbrot, Gemüseaufstrich, frische Sprossen und so essen
muss.
Das war nur ein Beispiel.
- oder dann
gleich das andere Extrem Weißbrot, Limo und Nutella zum
Frühstück. Sorry. Aber ein solches Beispiel finde ich in einer
Diskussion grottig deplatziert. Es ist nur ein bestimmter Teil
der Bevölkerung, der sich derart bescheuert ernährt.
Was du
aber tust: Du schmeisst "normale" Ernährung gleich mit in den
Bösetopf und begründest dann mit so einem Extrem.
Nein, selbstverständlich nicht. Denn: Toast und Nutella zum Frühstück und noch 'ne Limo hinterher halte ich für keine normale Ernährung.
Eine "normale" Ernährung ist für mich auch, wenn jemand morgens das Salami-Vollkornbrot, die Mandarine in der Frühstückspause, mittags einen Kartoffel-Würstchen-Eintopf, zwischendurch mal 'nen Schokoriegel und abends meinetwegen Chili con carne isst. Manches davon würde ich nicht essen, aber mit "böse" hat das rein gar nix zu tun.
Weil du einen Kausalzusammenhang herstellst, der so nicht
existiert. Du ernährst dich in einer bestimmten Art und Weise.
Nur, weil es dir gesundheitlich gut geht, heißt das aber
nicht, dass dieser Umstand seine Ursache in deiner Ernährung
hat. Das ist weder statistisch noch sonst wie wissenschaftlich
haltbar.
Das ist mir klar (darauf habe ich auch hingewiesen).
Ich ernähre mich nicht vollwertig, esse ausgewogen, esse
regelmäßig Fleisch und Fisch, esse ab und an - allerdings
recht selten gekauft, meist selbst gemacht - Fast Food, trinke
auch ab und an mal ein Glas Cola. Und .... Überraschung...
Das klingt mir nach einer vernünftigen Ernährung:
Ausgewogen, regelmäßig Fleisch und Fisch (ist doch okay!), das Glas Cola und Fast Food* nur ab und an, und wie ich so im Kochbrett lese, kochst du gerne und legst auf hochwertige, frische, saisonale Zutaten Wert.
(Streng genommen esse ich das auch - und ich wüsste nicht, was gegen eine selbstgemachte Pizza, oder sofern man Fleisch isst, gegen einen selbstgemachten Hamburger mit magerem Hack und frischem Gemüse spricht.)
Überraschung...
Ich halte das für gar keine Überraschung - ich wüsste nicht, was aufgrund deiner Ernährung zu Verdauungsbeschwerden,
nach dem Essen sich "vollgefressen" und müde fühlen,
Über- oder Untergewicht,
Konzentrationsmangel,
Eisenmangel oder Mangel anderer Stoffe,
schlechte Haut-/Haar-/Nagelstruktur etc. führen sollte.
habe keine Probleme wie:
Diese Probleme fallen mir auch eher bei Leuten auf, die sich eben tatsächlich ungesund (und damit meine ich nicht, mal selbst zubereitetes Fleisch oder auch mal 'nen Schokoriegel, sondern 3/4 des Flüssigkeitsbedarfs über Cola-Mix decken, als "Obst" morgens einen "Frucht"-Joghurt, mittags einen riesigen Hamburger oder eine Leberkäsesemmel, abends die Fertigpizza - oder auch gar nix man hat ja keine Zeit - und dann wieder mal Diät...) ernähren.
Ja, ich kenne Leute die sich ohne Übertreibung so ernähren, und, sagen wir's mal so... es fällt schon auf, wie es ihnen geht (nein, das ist keine wissenschaftliche Studie ;-) ).
Im Gegensatz dazu gibt es - erwiesen - durchaus einen nicht
irrelevanten Anteil an Bevölkerung, der mit rein vollwertiger
Ernährung nicht klar kommt. Zu viele Ballaststoffe können
nämlich auch Probleme machen.
Oben genannte Beschwerden nicht zu haben, führe ich keinesfalls auf ballaststoffreiches Essen zurück - sondern auf abwechslungsreiches Essen, das alles in passendem (!) Ausmaße enthält.
Andererseits führe ich es auch nicht darauf zurück, wenn jemand diese Beschwerden hat.
Selbstverständlich, das ist mir klar, gibt es auch Menschen,
denen es trotz guter Ernährung gesundheitlich nicht gut geht!
Dieses "trotz" ist genauso fehl am Platz, wie ein "trotz" fehl
am Platz wäre in dem Satz: Es gibt auch Menschen, die trotz
"normaler" Ernährung gesund sind.
Ich meine hier selbstverständlich Erkrankungen und Mangelerscheinungen, die prinzipiell ernährungsbeeinflussbar sind.
Beispielsweise, dass jemand trotz eisenreicher Ernährung unter Eisenmangel leidet - gibt's nunmal.
Können. Das trifft aber bei Fleisch aus vernünftiger Haltung
nicht zu. Insofern ist ein pauschales Ausschließen in dem
Zusammenhang auch wieder völliger Blödsinn. Nur weil ich
theoretisch mit einem Auto einen Mensch überfahren kann, ist
das Auto nicht böse.
Ich behaupte auch nicht, dass man gleich umfällt, wenn man mal Leber isst ;-) Pauschales Ausschließen finde ich auch unsinnig - siehe oben: Ist doch nicht schlimm, wenn man mal (!) einen Hamburger isst, mal ein Glas Cola trinkt; schlecht aber sicherlich, wenn's sowas täglich von der Imbissbude gibt.
Zur vernünftigen Haltung: Viele Leute kümmern sich eben nicht darum, woher ihr Fleisch tatsächlich kommt.
Du kaufst Fleisch aus dir bekannter Tierhaltung, wenn ich mich richtig erinnere - finde ich gut!
P.S.: Um aber noch mal zum Thema zurückzukommen: eine
bestimmte Ernährungsform ist nicht pauschal Ursache für
Neurodermitis. Genausowenig kann man über eine bestimmte
Ernährungsform Neurodermitis lindern oder gar heilen!
Das ist mir auch klar - nur:
Es gibt Neurodermitis-Patienten, deren Symptome bei Meiden bestimmter (unterschiedlicher!) Lebensmittel schwächer werden.
Es kann sein, dass Liesbeth Tomate, Zwiebel und sellerie als
Auslöser für ihre Neurodermitis hat. Die sind Glyx grün und
basisch grün oder neutral. Eine Ernährung nach Glyx oder
säure-Basendiät bringt Liesbeth nix. Das trifft übrigens auf
die häufigsten Allergene zu.
Das ist mir vollends klar!
(Ich bezog mich hier auch gar nicht auf Neurodermitis speziell, sondern dass ich allgemein die Ernährungsform für großteils sinnvoll halte - klar, auf Allergene sowie Unverträglichkeiten muss man wie immer gesondert achten!
Ich hatte auch nicht eine bestimmte Ernährung als "Heilung" oder Linderung bei Neurodermitis empfohlen.
Ich bin lediglich der Meinung: Eine ausgewogene Ernährung ohne viel "Fertigkram" schadet nie! Und damit wird auch niemandem Geld aus der Tasche gezogen.)
Umgekehrt könnte Liesbeth aber auch eine Neurodermitis haben,
die gar nix mit Ernährung zu tun hat, wie bei einem Großteil
der Neurodermitiker. Dann nützt ihr der ganze Quatsch eh nix.
Selbstverständlich.
Und was lernen wir daraus: gerade Neurodermitis gehört zu den
Krankheiten, bei denen viele Leute mit ganz viel Unsinn ganz
viel Geld verdienen, weil die Betroffenen sich so leicht
verunsichern lassen...
Das ist mir vollends klar!
Viele Grüße,
Nina