Entwässerung und Harndrang

Von: , Frage gestellt am Mo, 10. Mai 2010

Hallo,

seitdem ich vor gut zwei Jahren eine Angina Pectoris hatte, muss ich täglich folgende Medikamente einnehmen:

Atacand
Spironolacton 50
Carvedilol 12,5
Simvahexal 40
ASS Ratiopharm 100

Ich bin seitdem zu körperlich harten Arbeiten zwar nicht mehr in der Lage, aber sonst geht es mir gut.

Nach den Beschreibungen sind die Medikamente Blutdruck senkend, gegen Herzinsuffiziens, Cholesterin senkend und Blut verdünnend.

Bei Spironolacton heißt es zusätzlich "Blut entwässernd".

Ich denke, Blut besteht aus weißen und roten Blutkörperchen sowie Blutplasma? Ist da auch Wasser drin? Und, wenn ja: Warum muss das raus?

Hat diese "Entwässerung" etwas mit dem zu tun, das wir als Nichtmediziner eher als Entwässerung ansehen: Den Harndrang, das Wasserlassen?

Seit längerer Zeit, ob es mit dem Beginn der Einnahme der o. a. Medikamente zusammenhängt, erinnere ich mich nicht, muss ich jede Nacht "raus". Mindestens, ein-, manchmal zweimal. Unabhängig davon, ob ich am Abend viel oder wenig getrunken habe.

Nun gibt es ja viel Werbung für (rezeptfreie) Medikamente, die den Harndrang beheben sollen. Darf ich so etwas einnehmen, oder würde ich damit dem erwünschten Effekt der o. a. Medizin konterkarieren?

Grüße
Carsten

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 22 Minuten 1 hilfreich
    Re: Entwässerung und Harndrang

    Bei Spironolacton heißt es zusätzlich "Blut entwässernd".
    Jawoll. Ich denke, Blut besteht aus weißen und roten Blutkörperchen
    sowie Blutplasma? Ist da auch Wasser drin? Und, wenn ja: Warum
    muss das raus?
    Blutkörperchen sind Zellen. Die bestehen natürlich auch aus Wasser. Das Blutplasma ist die Flüssigkeit, in welcher die Zellen schwimmen, sie besteht zu über 90% aus Wasser! Hat diese "Entwässerung" etwas mit dem zu tun, das wir als
    Nichtmediziner eher als Entwässerung ansehen: Den Harndrang,
    das Wasserlassen?
    Ja. Das Medikament sorgt dafür, dass mehr Wasser ausgeschieden wird.

    Weniger Wasser bedeutet weniger Volumen, dadurch wird die Pumpe entlastet und der Druck in den Leitungen sinkt.


    Nun gibt es ja viel Werbung für (rezeptfreie) Medikamente, die
    den Harndrang beheben sollen. Darf ich so etwas einnehmen,
    oder würde ich damit dem erwünschten Effekt der o. a. Medizin
    konterkarieren?
    Es wäre unsinnig, den solche Medikamente sollen den unbegründeten Harndrang dämpfen bzw. "die Blase stärken" - was immer das heißen soll.
    Bei Dir ist es aber schlichtweg so, dass die Nieren mehr Wasser ausscheiden, dass muss natürlich dann auch mal aus dem Körper heraus, da kannste Krübiskerne schlucken, wie Du willst...

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