auswirkungen von brillen-askese.

Von: , Frage gestellt am Mo, 26. Mär 2001

hallo.

angenommen, ich brauch ne brille. hab aber keine. kann das außer sehschwierigkeiten noch andere auswirkungen haben?
ich denke da an konzentrationsprobleme, kopfschmerzen, beeinträchtigung der aufnahmefähigkeit bzw. der geistigen flexibilität...?

gruß

michael

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 23 Minuten hilfreich
    Kopfschmerzen, Müdigkeit

    Hallo Michael,

    manche Leute haben in der Phase, in der sie eigentlich schon eine Brille bräuchten vermehrt Kopfschmerzen, weil man die Augen sehr anstrengt, um nur mühsam, vor allem Kleingedrucktes lesen zu können.
    Wenn du eher kurzsichtig bist, fragen dich die Leute, warum du so nah an den Text herangehst.

    Bist du aber weitsichtig, wirst du von manchen auch ausgelacht und gefragt: Na, wird der Arm zu kurz?
    weil du den Text so weit von dir hälst, um ihn als "scharf" zu erkennen. Das bemerkst du am ehesten bei Lampenlicht und kleiner Schrift, bzw. roter Schrift/Zahlen.

    Die Zeit, in der man noch gut lesen kann, weil das Auge (die 8 Augenmuskeln) noch kompensieren kann, nimmt ab. Das Lesen macht dich jetzt müde! Plötzlich macht das so geliebte Lesen einfach keinen Spaß mehr.... Du erwischst dich, wie du es meidest!

    Aber ehrlich, willst du es soweit kommen lassen? Lass dir einem Termin bei einem guten Augenarzt geben (Hausarzt oder Freunde fragen) und lass doch mal unverbindlich nachschauen!

    Gruß, Renate [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: auswirkungen von brillen-askese.

    Hi Michael!

    Bei Weitsichtigen kann es zu all den oben geschilderten Problemen kommen, insbesondere Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme, da das Auge sich zwar auf die Nahsicht einstellen kann, dies aber erhebliche Anstrengung erfordert (z.B. beim Lesen eines Buches).

    Bei Kurzsichtigen wird es nicht zu Kopfschmerzen etc. aufgrund von Anstrengung kommen, da das Auge die Muskeln weiter entlasten müsste als im Ruhezustand, um in der Ferne scharf sehen zu können. Das ist physikalisch unmöglich. Also keine Anstrengung, aber erhebliche Beeinträchtigung der Wahrnehmung und Aufnahmefähigkeit. Bei Schülern oft zu beobachten, da sie nicht mehr lesen können, was auf der Tafel steht.

    Gruß
    Jeanny [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
      Re^2: auswirkungen von brillen-askese.

      Hallo Jeanny,

      hm, klingt nach fundierter Theorie. Aber ich kann Dir als betroffene Kurzsichtige durchaus bestätigen, daß auch das Kopfschmerzen macht. Vielleicht deshalb, weil man immer versucht, die Augen zusammen zu kneifen, in der Hoffnung, dann besser zu sehen - keine Ahnung. Aber Deine Muskel-Ausführung finde ich superschlüssig....

      Liebe Grüße,
      Snoef

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: auswirkungen von brillen-askese.

    angenommen, ich brauch ne brille. hab aber keine. kann das
    außer sehschwierigkeiten noch andere auswirkungen haben?
    ich denke da an konzentrationsprobleme, kopfschmerzen,
    beeinträchtigung der aufnahmefähigkeit bzw. der geistigen
    flexibilität...?
    Ja.

    angenommen, du brauchst ne brille. willst aber keine tragen.
    was würdest du dann von Kontaktlinsen (Haftschalen?) halten.

    g.g., der sich ohne Brille nackt vorkommt

  4. Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
    Re: auswirkungen von brillen-askese.

    Hallo Michael!
    Ich bin stark kurzsichtig (ca. 4,5 Dioptrien). Es begann im Alter von ca. 10 Jahren und ich habe erst im Alter von 24 Jahren Kontaktlinsen bekommen, bin also 14 Jahre "blind" durchs Leben gelaufen aus Panik vor einer Brille. Bin in der Schule in der ersten Reihe gesessen und habe auch später im Beruf oft mit Tricks mein Problem zu vertuschen versucht, was ganz gut gelang. Sonst hatte ich keinerlei Probleme damit also weder Kopfschmerzen noch ähnliches. Ich könnte mich vermutlich auch heute nicht mit einer Brille abfinden, aber mit den Linsen bin ich total zufrieden. Das Problem ist nur wenn Du mal damit anfängst geht's ohne nicht mehr, da fühlt man sich dann total blind was vorher nicht der Fall war. Diese "Abhängigkeit" wollte ich lange nicht, aber andererseits möchte ich es auch nicht mehr missen wieder "normal" sehen zu können.
    Liebe Grüße
    Susanna

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