Mein Mann und ich diskutierten (anläßlich der Erkrankung eines Freundes) unlängst ob man anhand eines Blutbildes erkennt, ob man an Krebs leidet - natürlich weiß man nicht wo, aber mein Mann meint, daß man z.B. bei einer Gesundenuntersuchung, wo ja auch ein Blutbild gemacht wird, sieht ob man krebskrank ist. Ich glaube, daß das nicht reicht und, daß man trotz eines guten Resultates bei der Gesundenuntersuchung, an Krebs erkrankt sein kann.
Es gibt Methoden, um eine mögliche Krebserkrankung anhand eines Bluttests zu erkennen. Ein Beispiel ist Prostatakrebs: Hier wird das prostataspezifische Antigen (PSA) untersucht. Eindeutige Ergebnisse gibt es dabei aber nicht.
Mit Laboruntersuchungen kann man im Allgemeinen nur indirekte Hinweise auf einen Tumor finden, häufig z.b. eine Blutarmut (Anämie). Dieses ist aber ein so unspezifisches Zeichen, dass die eigentliche Tumorsuche ohne bildgebende und andere Verfahren nicht auskommt. Sog. Tumormarker sind Stoffe, die von manchen Tumoren verstärkt produziert werden. Dazu gehört auch das PSA. Ausser diesem gilt aber für alle, dass Sie nicht zur Diagnose dienen können, da Sie auch aus ganz anderen Gründen erhöht sein können. Man benutzt Sie daher nur zur Verlaufsbeobachtung (z.B. Wiederanstieg nach OP bei präoperativ erhöhten Spiegeln = Rezidiv-Verdacht)
Gruss, Dennis
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