Infos zu Bulimie

Von: , Frage gestellt am Do, 11. Nov 1999

Hallo,

als sogenannter indirekt Betroffener suche ich Infomaterial zum Thema Bulimie.
Im Web finden sich zwar jede Menge Seiten, aber irgendwo muss man doch auch Infobroschüren oä. bestellen können?
Es wäre schön, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.
Dank im Voraus
Terry

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Infos zu Bulimie

    An was für Informationen hast Du denn gedacht? Was bestimmtes? Heilung? Schäden? Überlebenschancen? Tips?
    Gruss
    Annette Ex-Betroffene [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
      Re^2: Infos zu Bulimie

      An was für Informationen hast Du denn
      gedacht? Was bestimmtes? Heilung?
      Schäden? Überlebenschancen? Tips?
      Gruss
      Annette Ex-Betroffene
      An alles in dieser Art und zum Thema.
      Ich habe mich nun so einigermaßen kundig gemacht, wie man sich ggf. verhalten sollte usw.
      Dennoch wäre es schön, wenn ich nicht im Web nach jedem einzelnen Puzzlestück suchen müßte, sondern eine Broschüre oder was auch immer - eventuell von einem Verein oder einer anderen Institution - in den Händen halten könnte.
      Erstens für mich, zweitens für die anderen Betroffenen (zB. Eltern) und vielleicht sogar für die Betroffene selbst.
      Na ja, mich berührt das GAnze eben sehr stark und ich möchte ihr da auf jede erdenkliche Weise weiterhelfen.
      Von daher kann ich darüber nicht genug wissen.
      Gruß
      Terry

      • Antwort von nach 12 Stunden hilfreich
        Re^3: Infos zu Bulimie

        Hier sind verschiedene Selbsthilfegruppen aufgeführt, die Dir bestimmt weiterhelfen können:

        http://www.datacomm.ch/savitri

        Gruss
        Jolanda

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Infos zu Bulimie

        An alles in dieser Art und zum Thema.
        Ich habe mich nun so einigermaßen kundig
        gemacht, wie man sich ggf. verhalten
        sollte usw.
        Ehrlich gesagt, soooo viel kannst Du nicht helfen. Einfach nie was zu Essen rumstehen lassen, NIEMALS mitten in der Nacht noch anfangen Pizza o.ä. zu machen, immer diese Person versuchen, vom Essen abzulenken - hilft schon ein kleines Stück weiter.

        Ausserdem ist Bulimie würde ich sagen ohne Therapie nicht heilbar (kann sein, dass das doch geht, ich kann mir das aber nicht vorstellen...). Und nach der Therapie ist die Bulimie auch nicht einfach verschwunden. Bei mir ging das nach der Therapie erst so richtig los. Ich war sogar schon so weit, dass ich mir Fatburner selbst gespritzt habe und als ich dann damit fertig war, ist mir klar geworden, dass es nur noch schlimmer kommen könnte (wenn man schon schon "freiwillig" eine Nadel in den Bauch sticht), dass ich Drogen nehmen könnte und mein Leben wäre endgültig hin oder ich muss mich aus diesem abgrundtiefen Loch befreien. Ich habe letzteren schweren Weg gewählt. Aber glaube mir, ich war während und nach der Therapie in den Tiefsten Tiefen meines Lebens. Es ist nicht einfach, viele stürzen sich in den Selbstmord. Ich will Dir damit nur zeigen, dass es wirklich gefährlich ist, auch wenn es noch so harmlos aussieht. Hat man Bulimie, muss man die Gründe erforschen. Erst dann kann man lernen, die Ursachen zu "bekämpfen". DAs ist ein langer und sehr harter Weg. Vor allem braucht man Freunde, die "rund um die Uhr" da sind. Aber ich will Dir auch was Gutes erzählen: Mein Leben hat sich vollkommen gewandelt. Ich glaube, ich bin einer der zufriedensten und glücklichsten Menschen auf der Welt. Ich tu, was mir Spass macht und ich lasse sein, was mich unglücklich macht. Ich geniesse mein Leben, weil ich weiss, wie schnell es zuende sein kann. Die Bulimie sitzt mir immer noch im Nacken, obwohl ich jetzt schon 3 Jahre davon befreit bin. Aber ich glaube, sollte mich ein Mensch mal total unglücklich machen, könnte ich doch wieder rückfällig werden. Das ist so, wie bei einem trockenen Alkoholiker... In guten Buchläden bekommst Du allerhand Lektüre über diese Krankheit, eins war sogar mein Lieblingsbuch. Ich hab es zwar in die Garage in einen Karton verbannt, ich kruschtle es aber am Wochenende mal extra für Dich raus und mail Dir den Titel an Deine Mailadresse. Übrigens: So eine Therapie dauert mind. 3 Monate (im Klinikum), hinterher gibts Therapiestunden bei einem örtlichen Therapeuten. Sei einfach immer für die betroffene Person da, damit kannst Du am meissten helfen! Na ja, mich berührt das GAnze eben sehr
        stark und ich möchte ihr da auf jede
        erdenkliche Weise weiterhelfen.
        Von daher kann ich darüber nicht genug
        wissen.
        Gruß
        Terry
        Ich wünsch Euch alles Gute und nicht verzweifeln, es dauert alles seine Zeit.

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!