Schilddrüse und gespaltene Haare?

Von: , Frage gestellt am Mi, 16. Mai 2001

Hallo alle zusammen,

ich habe seit einem Vierteljahr mit verschiedenen Dingen zu kämpfen, die ich sonst nicht kannte, z.B. Gewichtszunahme, Frösteln (schlafe jetzt immer noch mit drei Decken, hab ich früher nicht mal im Winter gemacht), extreme Müdigkeit und gespaltene Haare (Fingernägel sind aber in Ordnung). Jetzt wurde mir gerade Blut abgenommen, weil die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse eine Entzündung (?) vermuten läßt und meine Ärztin meinte, bei einer solchen Entzündung könne es zu einer Unterfunktion der Schilddrüse (mit oben genannten Symptomen) kommen.

Ich muß nun noch ein paar Tage warten, bis ich das Ergebnis bekomme, aber ich bin schon mal neugierig: ist Spliß (gespaltene Haare) typisch bei Schilddrüsenunterfunktion? Wie hängt das zusammen? Was könnte sonst noch eine Ursache für die gespaltenen Haare sein? An Eisenmangel kann es nicht liegen, wurde schon getestet.

Vielen Dank
Sylvia

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 5 Stunden 1 hilfreich
    Re: Schilddrüse und gespaltene Haare?

    Hallo Sylvia,

    bei einer Hypothyreose können die von dir geschilderten Symptome vorkommen.
    Die Haut wird rau und trocken, das Haar wird spröde, brüchig und dünn. Der Grundumsatz des Körpers ist verlangsamt. Kalorien werden schlechter verbrannt. Durch die fehlende Energieerzeugung bleiben die Kalorien erhalten, man nimmt zu und ist müde, der gesamte Organismus arbeitet auf "Sparflamme".

    Da sich Unterfunktionen schleichend einstellen, brauchen sie oft längere Zeit, bis sie diagnostiziert werden.

    Falls sich die Diagnose bestätigen sollte, kann man durch regelmäßige Einnahme von Schilddrüsentabletten mit Thyroxin (Hormonsubstitution) die verlangsamten Körperfunktionen wieder normalisieren, man gewinnt seine gewohnte Leistungsfähigkeit zurück, das Hautbild und sogar die Talgdrüsenfunktion normalisieren sich wieder, sodass auch das Haar seine Stumpfheit wieder verliert.

    Falls sich eine Entzündung bestätigt, dann handelt es sich um eine "Hashimoto-Thyreoiditis".

    Viele Grüße

    Renate [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!