Meniskusschaden

Von: , Frage gestellt am Mo, 15. Nov 1999

Hallo,

ich leide seit geraumer Zeit unter Knieproblemen. Kann mir jemand sagen, wie man einen Meniskusschaden feststellt. Ich habe gelesen, dass man in die Gelenkspalte drücken muss. Wo befindet sich diese ? Wer hat Erfahrung mit einer Athroskopie ? Wie lange fällt man nach so einer OP im Unternehmen aus ?

Danke
Anke

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 6 Stunden hilfreich
    Re: Meniskusschaden

    Kann mir jemand sagen, wie
    man einen Meniskusschaden feststellt. Ich
    habe gelesen, dass man in die
    Gelenkspalte drücken muss. Wo befindet
    sich diese ?
    Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden, HINWEISE auf einen Meniskusschaden zu entdecken. Den Gelenkspalt findest Du am besten, wenn Du vom Wadenbeinköpfchen ein bißchen nach oben und vorne wanderst, da kann man dann eine Kante fühlen. Drück an der Kante entlang. Wenn's irgendwo wehtut, kannst Du das Bein mal beugen und schauen, ob sich dann der Schmerzpunkt nach hinten verlagert. Für eine weitere Untersuchung legst Du Dich auf den Bauch und winkelst das Knie 90° an. Ein Untersucher soll jetzt Druck auf Deine Fußsohle bringen und den Unterschenkel innen- und außenrotieren. Wo's wehtut ist u. U. der Meniskus geschädigt.
    Aber so theoretisch, nicht mal ausführlicher aus Bücher, hat das noch kein Medizinstudent gescheit gelernt. Insofern dürfte das einfachste und zuverlässigste sein, Du gingest mal zum Orthopäden. Wer hat Erfahrung mit einer
    Athroskopie ? Wie lange fällt man nach so
    einer OP im Unternehmen aus ?
    Das hängt davon ab, was gemacht wurde bei der OP, nur ins Gelenk schauen beeinträchtigt Dich fast gar nicht, wenn was abgefräst werden muß oder ein Meniskus teilweise entfernt werden muß, ist das anders.
    Abgesehen davon hängt es natürlich davon ab, was Du arbeitest- ein Job bei dem Du das Bein hochlegen kannst dürfte nie ein Problem darstellen, als Briefträger ist das was anderes....
    Also: Ein Orthopäde, der Dich kennt und Dich selber untersucht hat kann Dir alles ganz individuell und genau sagen.:
    Gruß, Tom

    • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
      In Anlehnung zu Tom`s Aussagen...

      ... rechts und links, mittig der Kniescheibe befindet sich der Knorpel, auch Meniskus genannt. Wenn Du ihn hier tastest, und Du hast beim Berühren das Gefühl, es sei etwas schwammig und es schmerzt, ist das ein Signal von Fehlfunktion oder Korruption des Meniskus. Im Knie wird Flüssigkeit angereichert, um die Fehlfunktion des Meniskus auszugleichen ( durch Absplitterung oder Abnutzung fehlende Unterstützung bei der Bewegung des Kniegelenkes;die eigentliche Funktion des Men.).

      Solltest Du irgendwann einmal in den "Genuss" des sogenannten " Einklemm-Effektes" kommen, d.h.; Dein Knie nur noch unter enormen Schmerzen oder gar nicht mehr bewegen zu können, solltest Du schleunigst einen Arzt aufsuchen.

      Ein Meniskopathie oder auch Athroskopie ist kurz, schmerzlos. Hier wird der beschädigte oder abgenutze Meniskus-Knorpel geschliffen und bearbeitet. Der Nachteil: hattest Du einmal Probleme mit dem Herrn Meniskus, ist das betreffende Knie nie wieder voll belastbar.

      Gute Besserung
      Reiko

  2. Antwort von nach 9 Stunden hilfreich
    Re: Meniskusschaden

    Wenn es Dir nichts ausmacht, dann geh im nächsten Jahr zu einem Orthopäden.... (wenn du gesetzlich krankenversichert bist) lass Dich gegebenenfalls in die Röhre schicken!
    Für dieses Jahr sind die Kontingente der Ärzte ausgeschöpft.....
    Gruß Ayla

  3. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Meniskusschaden

    Hi Anke :o)

    Wer hat Erfahrung mit einer Athroskopie ?
    Jo, ich hatte eine vor etwa drei Jahren. An der Kniegelenksinnenfläche hatte ich ein paar Knorpelschäden, die "abgeschliffen" wurden. Vorher tat jede Bewegung höllisch weh, nachher war´s weg :o)

    Athroskopie geschah unter lokaler Betäubung und ich hab zugesehen :o)

    Wie lange fällt man nach so einer OP im Unternehmen aus ?
    Also ich ging um 8 in der Früh rein, OP zu Mittag und am nächsten Tag in der früh war ich im Büro ;o)

    °wink°

    Tiger

  4. Antwort von nach 6 Tagen hilfreich
    Re: Meniskusschaden

    Bei Problemen mit den Gelenken sollte man sehr vorsichtig sein. Gerade das Knie trägt Dein ganzes Gewicht daher sollte es in Ordnung sein. Daher so rasch als möglich zum Arzt.
    Ich würde Dir einen Sportmediziner empfehlen. Die sind meist auf Gelenke spezialisiert. Der wird Dich zum MRT (Magnet-Resonanz-Tomografie) schicken, da so bekommt er ein genaues Bild Deines Knies. Eine Eigendiagnose ist nicht zu empfehlen, da man als Nichtmediziner sehr viel falsch machen kann.
    Eine Arthroskopie (Gelenksspiegelung) ist keine große Sache. Du hast 2-3 kleine Einstiche über die mit einer Optik und mit Instrumenten Dein Knie untersucht wird. Mit diesen Instrumenten kann dann der Meniscus oder der Knorpelschaden repariert werden. Diese Instrumente haben einen Durchmesser von ca. 5mm. Also beschädigen in Deinem Knie nichts zusätzlich. Bei mir im Krankenhaus machen wir täglich so ca. 8-10 Arthroskopien. Die meisten Patienten können am nächsten Tag unser Krankenhaus wieder verlassen. Bei größeren Schäden dauert der Aufenthalt ca. 2 Tage länger. Die Patienten können das Gelenk ganz normal belasten.
    Bei einem Meniscusschaden ist es nicht sehr wahrscheinlich, daß Du irgendwelche Einschränkungen in Kauf nehmen mußt. Das heißt eine volle Belastung und jede Art von Sport ist nach Abheilung der Einstichstellen wieder möglich. Ein bißchen anders ist es beim Knorpelschaden. Da kann es leider zu Spätfolgen kommen. Es kann sein, das Du das Gelenk nicht mehr voll belasten kannst.
    Also hin zum Sportfacharzt und Knie untersuchen lassen.
    Mfg
    Hebsy

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