Magenspiegelung und Blutspende

Hallo,

mein Verlobter hatte vor einigen Monaten eine Magenspiegelung und wollte gestern Blut spenden.

Als das Personal bei der Blutspendestelle in seinem Fragebogen feststellten, dass er vor weniger als sechs Monaten diese Magenspiegelung hatte, wurde mein Verlobter mit der Begründung als Blutspender abgelehnt, dass die Geräte, mit denen die Magenspiegelung durchgeführt wird, nicht rein wären!?

Was heisst das, „sie sind nicht rein“? Muss mein Verlobter jetzt Angst haben, sich bei diesem Eingriff mit irgendetwas (wie zum Beispiel Heliobacter plyori, HIV, Hepatitis, o.a.) infiziert zu haben?

Wir sind beide recht besorgt.

Im voraus herzlichen Dank!
Sylvia

Hallo Sylvia

dass die Geräte, mit denen die
Magenspiegelung durchgeführt wird, nicht rein wären!?

nicht rein gewesen sein könnten…wäre richtiger gewesen.

Es ist eine reine Vorsichtsmassnahme. Verhält sich gleich nach Operation, Aufenthalt im Malariagebiet. usw. usw. Heisst noch lange nicht, dass etwas vorliegen muss.

Bei der Untersuchung des Blutes würde vor Ablauf der Inkubationszeit, je nach Krankheit, nichts festzustellen sein, obwohl bereits eine Infektion vorliegt. Deshalb werden zeitliche Schranken aufgestellt wenn sich beim Formular herausstellt, dass ein Risikogrund vorliegt.

Was heisst das, „sie sind nicht rein“? Muss mein Verlobter
jetzt Angst haben, sich bei diesem Eingriff mit irgendetwas
(wie zum Beispiel Heliobacter plyori, HIV, Hepatitis, o.a.)
infiziert zu haben?

Wir sind beide recht besorgt.

Macht euch wegen einer etwas unglücklichen Formulierung nicht verrückt.

Gruss
Cabochon

Im voraus herzlichen Dank!
Sylvia

Hallo Sylvia,

inn Ergänzung zu Carbachon: Man war wohl auch hinsichtlich einer zugrundeliegenden Magenerkrankung mißtrauisch, zugunsten des Spenders: fraglich Magengeschwür/Gastritis -> chronische Blutung -> Eisenmangel -> eher Zurückhaltung bei der Blutspende.

Vom mikrobiologischen her… Hepatitis… naja, fast schon übertrieben vorsichtig. Aber bei Blut- und Plasmaprodukten hat das schon seine Berechtigung, zum Schutz des Empfängers. 99% sicher reicht eben nicht.

Oliver

Hallo Sylvia,
Es ist ein bekanntes Problem, dass die Geräte, die für Magenspiegelungen verwendet werden sehr schwierig zu reinigen sind. In der Arztpraxis müssen das die Helferinnen mit kleinen Flaschenbürsten machen. Ist viel Arbeit und wird oft nur sehr schlampig gemacht. Es können also alle möglichen Erreger von einem Patienten zum nächsten übertragen werden. In Krankenhäusern ist das etwas anders, weil hier meistens mit speziellen Spülmaschinen gearbeitet wird.
Zu der Problematik war kürzlich eine Sendung im Fernsehen, bei der ein HygieneProf. vor Wut schäumte, weil in den Praxen so schlampig gearbeitet wird.
Also wenn die Magenspiegelung im Krankenhaus gemacht wurde, dann wars wahrscheinlich OK.

Crotalus