Depressiv, ab wann bin ich das?

Hallo,
ich höre immer viel davon dass wenn man depressiv ist einem geholfen werden kann.
Meine Frage ist nun, ab wann ist man depressiv oder ist man einfach nur schlecht drauf und wie kann einem geholfen werden?
Gibt es Test bei denen raus kommt ob es ernst ist oder nur ne Lapalie?

Also wie sind eure erfahrungen zu der sache?

Bert, der mit der schlechten Laune.

Depressivitätsskala?
Hallo Bert,

Meine Frage ist nun, ab wann ist man depressiv oder ist man
einfach nur schlecht drauf und wie kann einem geholfen werden?
Gibt es Test bei denen raus kommt ob es ernst ist oder nur ne
Lapalie?

zunächst einmal: es gibt verschieden Formen von Depressivität, die dann nochmal verschieden stark ausgeprägt sein können. Von einer Feststellung durch Tests oder ähnliche selbst durchführbare „Methoden“ halt ich gar nichts. Wenn der Leidensdruck groß genug ist, lässt man sich untersuchen. Der Psychiater (oder ein guter Psychologe) kann eine Depression anhand von Merkmalen einschätzen. (Diese Merkmalliste gibt es auch im Netz, sie wurde hier irgendwann mal unter „empfehlenswerte Seiten“ genannt. Für Depressionen kommen in Frage die Beschreibungen der ICD-10 Kapitel V (F), und hier besonders F32-F34 (und einige weitere, wenn die entsprechenden Umstände gegeben wären). Der Depression vorgelagert ist eine sogenannte „depressive Störung“, die in der Regel nicht von Dauer ist.

ABER: Ich kann dir höchstens zu einer Lektüre, nicht aber zu einem entsprechenden Urteil über deine Befindlichkeit raten.
Das ist Sache eines Fachmannes (oder einer Fachfrau).

Mein Tipp: Finger weg von Eigendiagnosen! Fehldiagnosen sind unter Umständen nicht ungefährlich.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Apropos Test, einen ersten Anhaltspunkt findest Du eventuell doch hier: http://www.ipn.at/ipn.asp?BHL
Oder auch nich. Aber schaden tut der imho bestimmt nich. Evtl bringt auch ein Anruf bei der Telefonseelsorge… nein, nicht weil ich denke, daß Du kurz vor dem Selbstmord stehst, sondern, weil sich die Mädels und Jungs da enorm gut auskennen mit Psychozeugs, zB. wer Dir in Deiner Gegend evtl weiterhelfen kann, wo es (kostenlose) Hilfe gibt usw usf (http://www.telefonseelsorge.de)
Natürlich (das darf auch in diesem Posting nicht fehlen) kann auch dein Hausarzt Sinnvolles beitragen, wenn er/sie Dein Vertrauen genießt.
Ach ja, nochwas: es gibt einen Haufen Depressions-Tests, die „nur für den klinischen Gebrauch“ bestimmt sind… warum? weil sonst 60% aller, die diese Tests ausprobieren, therapiebedürftig wären, krass gesagt.

Also immer locker bleiben

c++

Achtung
Hallo Chris,

Apropos Test, einen ersten Anhaltspunkt findest Du eventuell
doch hier: http://www.ipn.at/ipn.asp?BHL
Oder auch nich. Aber schaden tut der imho bestimmt nich. Evtl
bringt auch ein Anruf bei der Telefonseelsorge… nein, nicht
weil ich denke, daß Du kurz vor dem Selbstmord stehst,
sondern, weil sich die Mädels und Jungs da enorm gut auskennen
mit Psychozeugs, zB. wer Dir in Deiner Gegend evtl
weiterhelfen kann, wo es (kostenlose) Hilfe gibt usw usf
(http://www.telefonseelsorge.de)
Natürlich (das darf auch in diesem Posting nicht fehlen) kann
auch dein Hausarzt Sinnvolles beitragen, wenn er/sie Dein
Vertrauen genießt.
Ach ja, nochwas: es gibt einen Haufen Depressions-Tests, die
„nur für den klinischen Gebrauch“ bestimmt sind… warum?
weil sonst 60% aller, die diese Tests ausprobieren,
therapiebedürftig wären, krass gesagt.

ich möchte dir widersprechen, obwohl du der Mediziner bist :smile: ; ich hoffe, du entschuldigst das.

Zunächst finde ich den Hinweis auf die Telefonseelsorge richtig. Dort kann man oft weiterhelfen. Aber ob ich in so einem Fall meinen Wald- und Wiesen- sprich Hausarzt fragen würde, wage ich zu bezweifeln. Na gut, der macht in der Regel weniger Fehler, als eine Eigendiagnose möglicherweise verbocken würde.

Soweit kann ich noch mitziehen. Aber der Link zu diesem „Depressionstest“ ist - mit Verlaub - große Sch… Das kann man nicht anders benennen. Denn dieser Test kann sehr wohl sehr gefährlich Folgen haben. Ich kann nur dringend davon abraten, diese Art „Test“ auch nur in irgendeiner Hinsicht ernst zu nehmen! Die „Psychotests zum klinischen Gebrauch“ sind zwar ähnlich schwachsinnig (da gebe ich dir wieder Recht), aber dort hat man immerhin noch Menschen dahinter, die zumindest die Auswertung korrieren (können).

Ich bin der Meinung, dass diese „Tests“ (besonders solche, wie der, auf den du deinen Link gesetzt hast) einen Warnhinweis - ähnlich wie bei Zigaretten - erhalten sollten, etwa:

„Machen Sie diesen Test nur, wenn sie hinreichende Sicherheit haben, dass sie diesem Test nicht glauben. Im Zweifelsfall fragen Sie bitte vorher ihren (nein, nicht den Hausarzt und schon gar nicht den Apotheker) Psychiater oder - wenn Sie einen wirklich guten kennen - ihren Psychologen. Können Sie den Zweifelsfall nicht mit annähernd 100% ausschließen, löschen Sie bitte den Link zu diesem „Test“. Für die Folgen, falls Sie diesen „Test“ doch machen sollten, garantiert niemand.“

Das könnte man sicher auch kürzer sagen. Vielleicht aber sollten die, die diese „Tests“ erstellen, jedesmal wenn jemand diesen Test auch nur aufruft, einen kleinen (pawlowschen) Stromschlag zwecks Verhaltensänderung erhalten. Dann gäbe es so einen Mist nämlich nicht mehr!

Etwas besorgte Grüße über zu sorglose Ärzte

sendet

Thomas Miller

1 „Gefällt mir“

Servus Bert !

Subject deshalb, weil ich mich den anderen Forumteilnehmern nur anschließen kann. Der Begriff Depression ist aus seinem klinischen Zusammenhang immer mehr in den allgemeinen Sprachgebrauch übernommen worden, soll heißen, daß mittlerweile nahezu jeder, der sich 'mal nicht so gut drauf fühlt, davon erzählt, daß er heute 'mal wieder so depressiv ist. Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe keine Ahnung davon, wie es bei und in Dir aussieht (ich gehe davon aus, daß Du für Dich und nicht für jemand anderen schreibst), dedhalb soll auch nicht der Eindruck entstehen, daß Deine Anfrage bagatellisiert wird, aber um eine (wie immer man dem auch glauben mag) korrekte Diagnose stellen zu können, sollte auf jeden Fall eine kompetente Institution (Seelsorge, Kriseninterventionszentrum) bzw. Person (Psychater, Psychologe, Therapeut) aufgesucht werden.
Ich hoffe, daß Dir das weiterhelfen kann.
Alles Gute und
Grüße aus Wien
Helmut

Hallo Thomas,

nicht zweifelnder-, sondern interessierterweise möchte ich Dich um mehr Informationen über die negativen Auswirkungen dieser Tests fragen. Beruht das auf Deiner Erfahrung, auf Lehrmeinungen innerhalb der Psychologie, oder auf Studien, oder alles drei?

viele Grüße,

Oliver

Erfahrungen etc.
Hallo Oliver,

nicht zweifelnder-, sondern interessierterweise möchte ich
Dich um mehr Informationen über die negativen Auswirkungen
dieser Tests fragen. Beruht das auf Deiner Erfahrung, auf
Lehrmeinungen innerhalb der Psychologie, oder auf Studien,
oder alles drei?

du kannst gerne zweifeln :smile: - Interesse ist mir aber auch lieb.

Ich habe mit Menschen gearbeitet, die mit ihren psychischen Erkrankungen in geschlossenen Abteilungen waren, und die nach dieser Zeit (also der heißen klinischen Phase) wieder in unserer Gesellschaft Fuß fassen wollten bzw. sich darum bemühten. Nicht nur diese Menschen selbst, sondern auch deren Umfeld hat - obwohl das natürlich niemand zugab, schon gar nicht wenn eine akademische Bildung hinter dieser Meinung stand - diese „Tests“ zwar nicht in allen Punkten, aber doch im wesentlichen Ergebnis für bare Münze genommen. Das ist das Eine.

Aus dieser Zeit kenne ich auch die anderen „Tests“, die „nur zum klinischen Gebrauch“ bestimmt waren, die aber im Wesentlichen - das ist jetzt meine persönliche Meinung - nicht viel wissenschaftlicher waren (na gut, ein bisschen, aber nicht ausreichend). Das Problem bei diesen „Tests“ liegt methodisch betrachtet in der „Grauzone“, gar nicht mal in den eindeutigen Ergebnissen. Und diese Grauzone lassen die meisten dieser „Tests“ - wie es in der Literatur zum Thema meistens beschrieben wird - aus ‚methodischen‘ Gründen besonders ‚breit‘ werden. Einerseits ist also die Treffsicherheit sehr ungenau, andererseits aber auch besonders hoch. Daher kommen auch - wie in einem anderen Posting stand - die 60% (die in manchen Untersuchungen 30% und in anderen eher 90% entsprechen). Die Sache ist also objektiv betrachtet höchst ungenau, subjektiv aber wird sie oft viel zu genau genommen. Und bevor ich solche „Tests“ empfehle, halte ich es eher für angebracht, vor solchen Dingen zu warnen, selbst wenn die Zahl der Falschbenutzungen niedriger wäre - was sie aber nach meinen Erfahrungen keineswegs ist.

Schöne Grüße

Thomas Miller

Mal was Grundsätzliches:

ich möchte dir widersprechen, obwohl du der Mediziner
bist :smile: ; ich hoffe, du entschuldigst das.

Kein Problem, niemand ist fehlerfrei (nichtmal ich, hehe).

Zunächst finde ich den Hinweis auf die Telefonseelsorge
richtig. Dort kann man oft weiterhelfen. Aber ob ich in so
einem Fall meinen Wald- und Wiesen- sprich Hausarzt fragen
würde, wage ich zu bezweifeln.

Nuja, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen resp. Erfahrungen hast, aber zur Ausbildung eines jeden Mediziners gehört auch der Umgang mit Depressionen. Es stehen Vorlesungen zur medizin. Psychologie und zur Psychiatrie auf dem Stundenplan. Es dürfen sogar 1,5 Jahre Psychiatrie auf die Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin angerechnet werden. Deshalb würde ich in diesem Bezug nicht vom Feld- Wald- und Wiesen… sprechen.
Natürlich hat jeder, auch der Hausarzt seine Stärken und Schwächen. Hättest Du mein Posting genau gelesen… tus einfach mal.

Na gut, der macht in der Regel
weniger Fehler, als eine Eigendiagnose möglicherweise
verbocken würde.
Soweit kann ich noch mitziehen. Aber der Link zu diesem
„Depressionstest“ ist - mit Verlaub - große Sch… Das kann
man nicht anders benennen. Denn dieser Test kann sehr wohl
sehr gefährlich Folgen haben. Ich kann nur dringend davon
abraten, diese Art „Test“ auch nur in irgendeiner Hinsicht
ernst zu nehmen! Die „Psychotests zum klinischen Gebrauch“
sind zwar ähnlich schwachsinnig (da gebe ich dir wieder
Recht), aber dort hat man immerhin noch Menschen dahinter, die
zumindest die Auswertung korrieren (können).

Du mußt die Gefahr schon benennen, bevor Du so laut lospolterst, Philosoph! Sonst läufst Du Gefahr selbst nicht ernst genommen zu werden, aber in Sachen Argumentation solltest Du Dich ja eigentlich besser auskennen (sind da solche platte & hohle Formulierungen nötig?).

Ich bin der Meinung, dass diese „Tests“ (besonders solche, wie
der, auf den du deinen Link gesetzt hast) einen Warnhinweis -
ähnlich wie bei Zigaretten - erhalten sollten, etwa:

„Machen Sie diesen Test nur, wenn sie hinreichende Sicherheit
haben, dass sie diesem Test nicht glauben. Im Zweifelsfall
fragen Sie bitte vorher ihren (nein, nicht den Hausarzt
und schon gar nicht den Apotheker) Psychiater oder - wenn Sie
einen wirklich guten kennen - ihren Psychologen. Können Sie
den Zweifelsfall nicht mit annähernd 100% ausschließen,
löschen Sie bitte den Link zu diesem „Test“. Für die Folgen,
falls Sie diesen „Test“ doch machen sollten, garantiert
niemand.“

Reg das doch mal an.

Das könnte man sicher auch kürzer sagen. Vielleicht aber
sollten die, die diese „Tests“ erstellen, jedesmal wenn jemand
diesen Test auch nur aufruft, einen kleinen (pawlowschen)
Stromschlag zwecks Verhaltensänderung erhalten. Dann gäbe es
so einen Mist nämlich nicht mehr!

Ich halte wenig von Verhaltenstherapie.

Jetzt mal im Ernst: ich habe diesen Link gesetzt, weil Bert imho sich scheinbar nicht sicher ist/war, ob er sich mit seiner schlechten Laune nicht irgendwo Hilfe holen kann.
Das impliziert für mich, daß Bert einerseits einem gewissen Leidensdruck ausgesetzt ist, andererseits scheint er soweit stabil und introspektionsfähig, aus eigener Kraft nach Alternativen zu suchen. Mit schwerer Depression isses wohl also nicht sehr weit her (wohl aber, wie gesagt, mit Leidensdruck), deshalb scheint es mir angebracht, Hilfestellung zur eigenen Orientierung zu geben. Nicht mehr und nicht weniger wollte ich damit tun und das habe ich auch deutlich zum Ausdruck gebracht.
Weiterhin sollte sich jeder, der eine Frage an dieses Brett stellt, im Klaren darüber sein, daß man hier keine allgemeingültigen Antworten erwarten darf, resp. daß es den Haus- oder Facharzt bzw. Heilpraktiker oder sonstwen, der professionell medizinische Hilfe zu leisten imstande ist, ersetzen kann. Wohl aber kann es Hilfe zur Selbsthilfe geben. Ich halte es deshalb für erstrebenswert, daß jemand, der Fragen hat, möglichst umfassend und unvoreingenommen informiert wird. Bert hat nicht gefragt: „Wie bringe ich mich am besten um?“ - dann ist es in der Tat gefährlich, entsprechende Links zu setzen. Bert will sein Problemlösung durch Information finden (s. Psychologielehrbuch, Stichwort „Coping“) und ich lasse mir von niemand erzählen, daß es Sch… ist, ihm dabei zu helfen.

Grüße,

c++

1 „Gefällt mir“

Das Grundsätzliche
Hi Chris,

wenn ich dich mit meinem Posting persönlich gekränkt haben sollte, dann tut es mir Leid. Aber dir als Arzt sollte klar eigentlich klar sein, dass das nicht mein Interesse war.

Nuja, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen resp.
Erfahrungen hast,

Das habe ich unten beschrieben.

aber zur Ausbildung eines jeden Mediziners
gehört auch der Umgang mit Depressionen.

Aber nicht jeder Mediziner - ich möchte behaupten, dass es die wenigsten sind - kümmert sich wirklich um diese Sparte.

Es stehen Vorlesungen
zur medizin. Psychologie und zur Psychiatrie auf dem
Stundenplan. Es dürfen sogar 1,5 Jahre Psychiatrie auf die
Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin angerechnet
werden. Deshalb würde ich in diesem Bezug nicht vom Feld-
Wald- und Wiesen… sprechen.

Das ist gar kein Vorwurf gewesen - auch wenn du das so verstehst. Spezialisierung ist eben Spezialisierung. Mehr habe ich nicht gesagt. Und meine Erfahrungen mit Allgemeinmedizinern … naja, ich bleibe höflich und schweige.

Du mußt die Gefahr schon benennen, bevor Du so laut
lospolterst, Philosoph! Sonst läufst Du Gefahr selbst nicht
ernst genommen zu werden, aber in Sachen Argumentation
solltest Du Dich ja eigentlich besser auskennen (sind da
solche platte & hohle Formulierungen nötig?).

Erster Irrtum: Ich habe die Gefahr benannt.
Zweiter Irrtum: Du hast meine Antwort (auch) nicht richtig gelesen.
Dritter Irrtum: Nur weil jemand eine andere Ausbildung hat und pro forma Laie ist, muss er noch lange nicht nichts von der Materie verstehen (was ich aber auch gar nicht behauptet habe).
Vierter Irrtum: Ich habe weder losgepoltert, noch platte und hohle Formulierungen benutzt, sondern ich habe eine ernsthafte Sorge vorgetragen.

Den Rest schenke ich mir und setze dort wieder ein, wo du ernst sein möchtest.

Jetzt mal im Ernst: ich habe diesen Link gesetzt, weil Bert
imho sich scheinbar nicht sicher ist/war, ob er sich mit
seiner schlechten Laune nicht irgendwo Hilfe holen kann.
Das impliziert für mich, daß Bert einerseits einem gewissen
Leidensdruck ausgesetzt ist, andererseits scheint er soweit
stabil und introspektionsfähig, aus eigener Kraft nach
Alternativen zu suchen. Mit schwerer Depression isses wohl
also nicht sehr weit her (wohl aber, wie gesagt, mit
Leidensdruck), deshalb scheint es mir angebracht,
Hilfestellung zur eigenen Orientierung zu geben. Nicht mehr
und nicht weniger wollte ich damit tun und das habe ich auch
deutlich zum Ausdruck gebracht.

Du unterschätzt die Tatsache, dass sich viele Menschen gewisse Dinge auch einreden können.

Weiterhin sollte sich jeder, der eine Frage an dieses Brett
stellt, im Klaren darüber sein, daß man hier keine
allgemeingültigen Antworten erwarten darf, resp. daß es den
Haus- oder Facharzt bzw. Heilpraktiker oder sonstwen, der
professionell medizinische Hilfe zu leisten imstande ist,
ersetzen kann. Wohl aber kann es Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Natürlich. Aber solch ein Link ist eben keine Hilfe, sondern allenfalls ein Spass - im besten Fall. Es ist mitnichten der Fall, dass man immer davon ausgehen kann, dass jeder weiß, wohin er sich wenden muss und was ihn dort erwartet. Warum gehen denn so viele Leute zu Kurpfuschern? (Damit sind jetzt nicht die Ärzte gemeint!)

Ich halte es deshalb für erstrebenswert, daß jemand, der
Fragen hat, möglichst umfassend und unvoreingenommen
informiert wird. Bert hat nicht gefragt: „Wie bringe ich mich
am besten um?“ - dann ist es in der Tat gefährlich,
entsprechende Links zu setzen.

Ferndiagnosen gehören zu den gefährlichsten Dingen in der Medizin. Das ist Stoff des 1. Semesters. Du bist sicher schon weiter. :smile:)) (Ich gebe zu, das war böse, aber du lässt mir keine Wahl - sorry!) Fazit: Je mehr Ferndiagnose - desto mehr Vorsicht ist angebracht. Daran hälst du dich anscheinend nicht.

Bert will sein Problemlösung
durch Information finden (s. Psychologielehrbuch, Stichwort
„Coping“)

Nicht jede Psychologie ist eine gute Psychologie. Und auch nicht jede Psychologie sollte vertreten werden - etwa nur weil sie in einem Lehrbuch steht. Oder arbeitest du mit Akupunktur, weil darüber etwas in irgendeinem medizinischen Lehrbuch steht? Oder mit Hypnose? Und ob Bert eine Problemlösung mit Hilfe dieses Links erhält, halte ich für mehr als zweifelhaft.

und ich lasse mir von niemand erzählen, daß es
Sch… ist, ihm dabei zu helfen.

Das habe ich auch nicht behauptet. Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Aber ich halte dir zugute, dass du dich in deiner medizinischen Ehre gekränkt fühlst und deshalb ein bisschen aggressiver reagierst, als es eigentlich angebracht wäre.

Ich finde, es ist schon etwas merkwürdig, dass du meine Sorge, die ich - wie ich meine - überhaupt nicht aggressiv vorgetragen habe und die für berechtigt halte, als Angriff auf deine Person wertest. Das spricht eher dafür, dass es dir gar nicht um die Sache, sondern um etwas anderes geht. Ich kenne das: Wenn man bestimmte Mediziner kritisiert, dann ist das einzige wirkliche Argument dasjenige, dass sie ihre Sache ja schließlich studiert haben - und dann haben solche minderwertigen Kreaturen wie Philosophen ja nichts mehr zu melden. Das ist der falsche Weg.

Wenigstens sind wir uns darin einig, dass man ihm helfen sollte. Das ist doch auch schon was.

Um weniger Aggressivität und ein wenig mehr Sachlichkeit in der Diskussion bittend schließe ich jetzt und gehe zu Bett.

Herzliche Grüße von einem Nicht-Mediziner, der nicht behauptet, Mediziner zu sein, der aber auch davon überzeugt ist, dass nicht alle Mediziner schon im Studium die Weisheit mit Löffeln zu sich nehmen.

Thomas Miller

2 „Gefällt mir“

Hallo, ich nochmal.

Langsam wirds absurd, sprich die Diskussion wird reichlich akademisch.
Trotzdem: ich fühle mich persönlich angegriffen, wenn ich mir Gedanken mache, im Netz nach hilfreichen Links suche und das dann als Sch… bezeichnet wird, aber nicht näher erläutert wird, warum.
Pauschalisierungen gegen Hausärzte halte ich für unangebracht, umso weniger für populär. Jeder bekommt den Hausarzt, den er verdient.
Nachdem ich in der Tat nicht mehr im ersten Semester studiere und auch schon mit dem einen oder anderen Menschen zu tun hatte, nehme ich mir einfach mal heraus, diese Spezies überdurchschnittlich gut zu kennen…

Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, womit ich eine Ferndiagnose gestellt hätte?!
Ja, und jetzt fällt auch mir nix mehr ein… wenn doch noch Diskussionsbedarf besteht, dann bitte per mail.

Schlaf schön (Mei hast Du’s gut).

c++

Hallo Chris !

Nuja, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen resp.
Erfahrungen hast, aber zur Ausbildung eines jeden Mediziners
gehört auch der Umgang mit Depressionen. Es stehen Vorlesungen
zur medizin. Psychologie und zur Psychiatrie auf dem
Stundenplan.

Tatsächlich ? Es stehe Vorlesungen zur Psychologie und Psychatrie auf dem Stundenplan eines Humanmedizinstudenten ? WOW !!
Dann kann ja nichts mehr schiefgehen…wozu dann eigentlich noch die lange, sehr intensive Facharztausbildung ?
Das könnte man ja dann doch stark reduzieren…ich meine, wozu muß denn ein Mediziner, der doch bereits an Vorlesungen zum Thema teilgenommen hat, sich noch mit Neurologie etcpp für seinen Facharzt auseinandersetzen ?

Sorry, aber das kann doch wohl jetzt nicht dein Ernst sein ?
Ein Mediziner, der mal ein paar Vorlesungen zur Psychologie bzw. Psychatrie mitbekommen hat, stellt für mich ungefähr soviel dar, wie ein Hobbypsychologe, der schon mal das eine oder andere Buch gelesen hat.
Kann es sein, dass du hier die Dinge ein wenig überschätzt ?

Es dürfen sogar 1,5 Jahre Psychiatrie auf die
Weiterbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin angerechnet
werden. Deshalb würde ich in diesem Bezug nicht vom Feld-
Wald- und Wiesen… sprechen.
Natürlich hat jeder, auch der Hausarzt seine Stärken und
Schwächen. Hättest Du mein Posting genau gelesen… tus
einfach mal.

Dein Wissen in Ehren…für die Psyche eines Menschen ist ein Psychiater, ein Psychotherapeut oder ein Psychologe zuständig.
Hausärzte sind leider in der Regel überfordert.
Ich möchte hier keine erneute Diskussion über Mediziner im Bezug auf Depressionen lostreten, das hatten wir unlängst im Brett Psychologie .
Aber ich möchte betonen, dass ein Mensch, der meint, depressiv verstimmt oder ähnliches zu sein, am allerbesten bei einem Psychiater aufgehoben ist !

Die Einstellung von Thomas zum Thema Tests teile ich im Überigen. Diese Dinger sind ungefähr genauso hilfreich wie ein weißes Blatt Papier…nur leider können sie Menschen, die mit dieser Materie überhaupt nicht vertraut sind, verschrecken und in die Irre führen.

Mich wundert sehr, dass ein Mediziner bzw. ein angeheneder Mediziner auf solche Tests hinweist.

Jetzt mal im Ernst: ich habe diesen Link gesetzt, weil Bert
imho sich scheinbar nicht sicher ist/war, ob er sich mit
seiner schlechten Laune nicht irgendwo Hilfe holen kann.

Dann wäre m.E. nach der einzige logische Rat, einen Psychiater aufzusuchen…vor allem von Medizinern erwarte ich diese Sorgfalt.

In diesem Sinne…ein schönes Weekend,
Vanessa

2 „Gefällt mir“

Hallo Ihr Lieben,ich möchte mich für Eure komplette Diskusion bedanken,die ich durch mitlesen verfolgen durfte.Ich finde sie sehr interesant.Ich möchte mich nicht auf irgendeine Seite stellen,aber Eure Diskusion bestättigt mir immer hin mal wieder,wie schwierig das Thema Psyche bzw. Depressionen werden kann.Ich hoffe,dass ich noch einiges an so wertvollen Beiträgen hier lesen werde.Ich wünsche Euch noch viel Erfolg bei dem weiteren Sammeln von Erfahrungen.Herzlichen Dank für die bisherigen Beiträge,liebe Grüsse Nicole

?
Mahlzeit,

Tatsächlich ? Es stehe Vorlesungen zur Psychologie und
Psychatrie auf dem Stundenplan eines Humanmedizinstudenten ?
WOW !!
Dann kann ja nichts mehr schiefgehen…wozu dann eigentlich
noch die lange, sehr intensive Facharztausbildung ?

… Berichtigung: es handelt sich um eine Facharzt weiter bildung.

Das könnte man ja dann doch stark reduzieren…ich meine,
wozu muß denn ein Mediziner, der doch bereits an Vorlesungen
zum Thema teilgenommen hat, sich noch mit Neurologie etcpp für
seinen Facharzt auseinandersetzen ?

Soll man mit der Weiterbildung lieber gleich anfangen, weil im Studium ja eh nix gelernt wird?

Sorry, aber das kann doch wohl jetzt nicht dein Ernst sein ?
Ein Mediziner, der mal ein paar Vorlesungen zur Psychologie
bzw. Psychatrie mitbekommen hat, stellt für mich ungefähr
soviel dar, wie ein Hobbypsychologe, der schon mal das eine
oder andere Buch gelesen hat.
Kann es sein, dass du hier die Dinge ein wenig überschätzt ?

Kann es sein, daß Du gefrustet bist?

Dein Wissen in Ehren…für die Psyche eines Menschen ist ein
Psychiater, ein Psychotherapeut oder ein Psychologe zuständig.
Hausärzte sind leider in der Regel überfordert.

Was glaubst Du, wieviel Patienten wegen psych. Problemen zum Hausarzt gehen?

Aber ich möchte betonen, dass ein Mensch, der meint, depressiv
verstimmt oder ähnliches zu sein, am allerbesten bei einem
Psychiater aufgehoben ist !

Wenn er sich aber im unklaren darüber ist ob ers überhaupt ist?

Die Einstellung von Thomas zum Thema Tests teile ich im
Überigen. Diese Dinger sind ungefähr genauso hilfreich wie ein
weißes Blatt Papier…nur leider können sie Menschen, die mit
dieser Materie überhaupt nicht vertraut sind, verschrecken
und in die Irre führen.

Mich wundert sehr, dass ein Mediziner bzw. ein angeheneder
Mediziner auf solche Tests hinweist.

Ich wiederhole mich jetzt nicht.

Dann wäre m.E. nach der einzige logische Rat, einen Psychiater
aufzusuchen…vor allem von Medizinern erwarte ich diese
Sorgfalt.

Ja, da haben wir halt unterschiedliche Meinungen, soll vorkommen.
(m.E.??)

Auch so.
C++

Hallo Chris

… Berichtigung: es handelt sich um eine
Facharzt weiter bildung.

Warum ?
Meine Mutter hat ihren Facharzt gemacht und sprach immer von ihrer Facharztausbildung…und auch liest man sehr häufig von der Facharztausbildung, wie z.B. dies :
" Der Psychiater hat Medizin studiert. In seinem Studium hat er sich in erster Linie mit der Funktionsweise und den Erkrankungen des menschlichen Körpers - kaum mit der Psyche des Menschen - beschäftigt und gelernt, diese Krankheiten hauptsächlich mit Medikamenten zu behandeln. Nach Abschluß des Medizinstudiums hat er in medizinischen Einrichtungen eine mehrjährige Facharztausbildung zum Psychiater absolviert "

Um seinen Facharzt zu machen, muß man ja nun mal eine komplette Ausbildung machen und keine Weiterbildung.

Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, nur dann erkläre es mir doch bitte, ja ?!

Soll man mit der Weiterbildung lieber gleich anfangen, weil im
Studium ja eh nix gelernt wird?

Auf die Idee bin ich so noch nicht gekommen…ich habe noch kein Medizinstudium absolviert…aber wenn du meinst.

Sorry, aber das kann doch wohl jetzt nicht dein Ernst sein ?
Ein Mediziner, der mal ein paar Vorlesungen zur Psychologie
bzw. Psychatrie mitbekommen hat, stellt für mich ungefähr
soviel dar, wie ein Hobbypsychologe, der schon mal das eine
oder andere Buch gelesen hat.
Kann es sein, dass du hier die Dinge ein wenig überschätzt ?

Kann es sein, daß Du gefrustet bist?

Warum ?
Nein, mir geht es gut und ich bin gerade seinerzeit mal wieder sehr zufrieden mit mir und meinem Leben…aber vielen Dank der Nachfrage :wink:

Dein Wissen in Ehren…für die Psyche eines Menschen ist ein
Psychiater, ein Psychotherapeut oder ein Psychologe zuständig.
Hausärzte sind leider in der Regel überfordert.

Was glaubst Du, wieviel Patienten wegen psych. Problemen zum
Hausarzt gehen?

Leider immer noch eindeutig zuviele…Hausärzte meinen es sicher gut, nur fehlt ihnen neben der Zeit auch die Ausbildung, um mit depressiven Menschen zu arbeiten.
Da werden dann zu und zu gerne ein paar Pillekens verschrieben und gut…ich finde das eher fragwürdig.

Aber ich möchte betonen, dass ein Mensch, der meint, depressiv
verstimmt oder ähnliches zu sein, am allerbesten bei einem
Psychiater aufgehoben ist !

Wenn er sich aber im unklaren darüber ist ob ers überhaupt
ist?

Man könnte es auch anders formulieren „wenn er sich bereits der Tatsache bewußt ist, dass er verstimmt ist“
In dem Moment, in dem ich merke, dass meine Symptome nicht körperlich sind, gehe ich zu einem Psychiater…oder aber ich gehe zu einem Internisten mit dem Zusatz Psychotherapie…aber nicht zu meinem Hausarzt, von dem hole ich mir höchstens eine Überweisung, wenn ich sie denn brauche.

Mich wundert sehr, dass ein Mediziner bzw. ein angeheneder
Mediziner auf solche Tests hinweist.

Ich wiederhole mich jetzt nicht.

Jou…besser ist das vielleicht :wink:

Dann wäre m.E. nach der einzige logische Rat, einen Psychiater
aufzusuchen…vor allem von Medizinern erwarte ich diese
Sorgfalt.

Ja, da haben wir halt unterschiedliche Meinungen, soll
vorkommen.
(m.E.??)

Oha…als Mediziner sollte man da aber keine Meinung haben, sondern muß die Fakten sehen und entsprechend handeln.
Sobald ein Mensch über psychische Belastung klagt, gibt es nur einen einzigen Weg…und den sollten gerade die Mediziner unterstützen und ebnen.
Ehrlich gesagt wundere ich mich ein wenig über deine Einstellung zu diesem Thema.

Greetings,
Vanessa

2 „Gefällt mir“

Hi, nanana, der letzte Satz ?
Tschüß

Mahlzeit,

Hi, nochmalzozeit,
hast du dein Physikum jetzt über die Bühne gebracht ?
wann kann man denn zur Behandlg. kommen ?
( mal ernst : gratuliere zum bestandenen Physikum)
Tschüßße

uninteressant für alle außer aaron

Mahlzeit,

Hi, nochmalzozeit,
hast du dein Physikum jetzt über die Bühne gebracht ?

jaaaahaaaaa, habbich.

wann kann man denn zur Behandlg. kommen ?

in zwei Jahren, wenn Du mal ne ordentliche Narkose brauchst.

( mal ernst : gratuliere zum bestandenen Physikum)

Danke.

Tschüßße

Wirsing

chris

Hi, nanana, der letzte Satz ?

Och menno, alle hacken auf mir rum!

c++