Wichtig noch folgende Fragen: Mußt Du häufiger Wasserlassen als früher? Kommt dabei (von der Menge her) pro Toilettenbesuch weniger Harn als sonst? Besteht häufiger als sonst Harndranggefühl und/oder ein Gefühl der vollen Blase? Dies auch unmittelbar nach dem Wasserlassen?
In Abwesenheit einer Infektion sind solche Symptome (bei Frauen) am ehesten durch Östrogenmangel zu erklären (Atrophie, also Schwund der Schleimhaut). Ein Progesteronüberschuß, wie er zum Beispiel bei einer Schwangerschaft (also bei Dir) vorkommt, könnte ähnliche Symptome machen, da Progesteron den Effekten des Östrogens teilweise entgegenwirkt.
Bedenklich wäre die Angelegenheit nur, wenn die Ursache der Beschwerden eine unvollständige Entleerung der Harnblase wäre. Darauf zielen die obigen Fragen ab, deren Bejahung diese Störung möglich erscheinen lassen, aber (noch) nicht beweisen (= Symptomatik notwendig, aber nicht hinreichend).
Ist Brennen beim Wasserlassen die einzige Symptomatik, so ist es m.E. nach ausreichend, den Harn regelmäßig auf Bakterien zu überprüfen. Die Beschwerden dürften sich früher oder später von alleine legen.
Im Zweifelsfalle sollte ein Urologe konsultiert werden. Dieser würde dann (nur bei berechtigter Besorgnis) weitere Diagnostik in die Wege leiten (Katheteruntersuchung, Blasenspiegelung, Röntgenkontrastmitteluntersuchung angesichts der bestehenden Schwangerschaft nur in wohlüberlegten Ausnahmefällen)
ich hab das schon seit april, und da war ich noch nicht schwanger…also hat das damit nicht unbedingt was zu tun.
häufiger nur, weil ich auch mehr trinke (2-4 liter am tag);
manchmal muss ich aber auch den ganzen tag nicht, es ist halt so unterschiedlich…;
die menge ist gleich;
das gefühl mit der vollen blase legt sich meistens aber auch wieder und kommt erst wieder, wenn die blase wirklich voll ist.
nach dem wasserlassen nicht.
das brennen ist auch unterschiedlich:
entweder es hört kurz nach dem wasserlassen wieder auf (abends und nachts der fall)
oder es wird schlimmer, wenn ich nicht bald was trinke (morgens)
ich hoffe, mit den informationen kannst du jetzt mehr anfangen
mfg
Ulrike
Wichtig noch folgende Fragen: Mußt Du häufiger Wasserlassen
als früher? Kommt dabei (von der Menge her) pro
Toilettenbesuch weniger Harn als sonst? Besteht häufiger als
sonst Harndranggefühl und/oder ein Gefühl der vollen Blase?
Dies auch unmittelbar nach dem Wasserlassen?
In Abwesenheit einer Infektion sind solche Symptome (bei
Frauen ) am ehesten durch Östrogenmangel zu erklären
(Atrophie, also Schwund der Schleimhaut). Ein
Progesteronüberschuß, wie er zum Beispiel bei einer
Schwangerschaft (also bei Dir) vorkommt, könnte
ähnliche Symptome machen, da Progesteron den Effekten des
Östrogens teilweise entgegenwirkt.
Bedenklich wäre die Angelegenheit nur, wenn die Ursache der
Beschwerden eine unvollständige Entleerung der Harnblase wäre.
Darauf zielen die obigen Fragen ab, deren Bejahung diese
Störung möglich erscheinen lassen, aber (noch) nicht beweisen
(= Symptomatik notwendig, aber nicht hinreichend).
Ist Brennen beim Wasserlassen die einzige Symptomatik, so ist
es m.E. nach ausreichend, den Harn regelmäßig auf Bakterien zu
überprüfen. Die Beschwerden dürften sich früher oder später
von alleine legen.
Im Zweifelsfalle sollte ein Urologe konsultiert werden. Dieser
würde dann (nur bei berechtigter Besorgnis) weitere Diagnostik
in die Wege leiten (Katheteruntersuchung, Blasenspiegelung,
Röntgenkontrastmitteluntersuchung angesichts der bestehenden
Schwangerschaft nur in wohlüberlegten Ausnahmefällen)
häufiger nur, weil ich auch mehr trinke (2-4 liter am tag);
manchmal muss ich aber auch den ganzen tag nicht, es ist halt
so unterschiedlich…;
Das ist ja auch einiges an Flüssigkeit. War das vor der Schwangerschaft genauso viel?
oder es wird schlimmer, wenn ich nicht bald was trinke
(morgens)
Genau da liegt womöglich auch der Hase im Pfeffer im Sinne eines Teufelskreises. Das Brennen wird auch aufhören, wenn Du nichts trinkst
Was trinkst Du denn immer so? Entfernt denkbar wäre die Anwesenheit von Schleimhautreizenden Substanzen im Urin. Eventuell solltest Du es mal mit reinem Wasser versuchen.
Vielleicht haben ja auch die Naturheilkundler hier im Forum ein Mittel gegen das Brennen parat?
häufiger nur, weil ich auch mehr trinke (2-4 liter am tag);
manchmal muss ich aber auch den ganzen tag nicht, es ist halt
so unterschiedlich…;
Das ist ja auch einiges an Flüssigkeit. War das vor der
Schwangerschaft genauso viel?
ja, ich habe schon immer viel getrunken.
zur zeit trinke ich nur leitungswasser oder tee (ganz dünn, nur ein teebeutel pro liter).
Was trinkst Du denn immer so? Entfernt denkbar wäre die
Anwesenheit von Schleimhautreizenden Substanzen im Urin.
Eventuell solltest Du es mal mit reinem Wasser versuchen.
zur zeit trinke ich nur leitungswasser oder tee (ganz dünn, nur ein teebeutel pro liter).
Vielleicht haben ja auch die Naturheilkundler hier im Forum
ein Mittel gegen das Brennen parat?
das erinnert mich fatal an die symptomatik, als ich zwecks nierensteins eine schiene gelegt bekam und nicht genügend trank.
aber nicht alle symptome.
kann auch die niere bei der fragestellerin schuld sein?
kann auch die niere bei der fragestellerin schuld sein?
die Symptomatik entspricht recht gut einem „Urethralsyndrom“. Die Niere kann nur dann schuld sein, wenn die Symptomatik für die Nierenerkrankung untypisch ist. Gerade bei einem Nierenstein z.B. hat man z.B. viel eher Koliken mit einer charakteristischen Schmerzausstrahlung, die auf die Höhe des Steines schließen läßt.
Denkbar wäre ein Urethralsyndrom allerdings bei einer chronisch-bakteriellen Entzündung der Niere, welche sekundär dann auch die Harnröhre befällt. Im vorliegenden Falle konnten allerdings keine Erreger im Harn nachgewiesen werden.
was noch nicht so ganz klar ist: Eine Infektion wurde ausgeschlossen, soweit ich verstanden habe. Beruht dieser Ausschluß lediglich auf einer Urinuntersuchung, oder wurde ein Abstrich aus der Harnröhre entnommen? Hintergrund ist der, daß sich die Erreger, die speziell eine Entzündung der Harnröhre verursachen (Ureaplasmen, Chlamydien, Neisserien u.a.) in der bakteriologischen Untersuchung des Urins nicht nachweisbar sind. Mit dem Abstrich hat man zusätzliche diagnostische Möglichkeiten (z.B. Immunfluoreszenz), desweiteren sieht man unter dem Mikroskop, ob Leukozyten anwesend sind, welche unabhängig von einem erfolgreichem Erregernachweis als Himweis für eine Infektion gewertet werden können.