Wundheilung

Hi Leute. :smile:

Meiner Freundin wurd vor 1,5 Wochen operativ eine sinus pilonidales entfernt. Die Wunde ist nicht unbedingt klein zu nennen. 6-7 cm lang, 2 cm breit und schätzungsweise 5 cm tief.

Diagnose Mi Abend 20.30 OP 23.00 Uhr. Schon am nächsten Morgen wurde sie wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Meiner Meinung nach vor allem wohl aus Bettenmangel (Berlin!), sie hatte die Zeit nach der OP im Dienstzimmer des Stationsarztes verbracht.

Danach ging das Chaos los. Abgesehn davon, daß es nervig ist jeden Tag zu Wundversorgung eine halbe Stunde zur Poliklinik des Klinikums zu gehen, 2 bis 3 Stunde im Stehen (später immerhin liegend) zu warten, haben die ÄrztInnen qausi nie wirklich Zeit. Nicht nur, dass es jedesmal jemand anderes war, der/die die Wunde mehr oder weniger angesehen (einer schaffte es sogar, während des Telefonierens die Akte zu begutachten und ohne einen weiter Blick auf das Prob zu werfen wieder zu gehen).
Die Leute widersprachen sich und ihren KollegInnen permanent.
Einerseits sollte die Wunde gebadet/gespült/geduscht werden - meine Freundin wohnt allein, die Wunde ist so am Hintern gelegen, dass das quasi kaum möglich ist - andererseits durfte die Tamponage nicht entfernt werden. Zwecks einer zusäzlich augetreten Infektion wurde zwar nochmal Blut abgenommen. Eine Auswertung des Testes erfolgte aber nicht. Zitat: „Das Antibiotikum wird das schon machen.“ Nachfragen sowohl zur Wunde und ihrer Behandlung, als auch zur Infektion wurden nur bruchstückhaft oder teilweise unter Hnweis auf weiter wartende PatientInnen gar nicht beantwortet. Außerdem war nicht zu übersehen, dass die Klinik ihre Patientin eigentlich eher an eine niedergelassenen Praxis abschieben wollte.
Inzwischen hat sich meine Freundin denn auch eine Arzt außerhalb der Klinik besorgt.

So die Fragen.

  1. Ist dieses Durcheinander eigentlich normal in den deutschen Krankenhäusern?

  2. Bisher war es wegen Fieber selten möglich, zu Hause die Wunde zu spülen/baden. Der Hausarzt hält das im Gegensatz zur Mehrheit der ÄrztInnen in Krankenhaus auch eher für überflüssig. Seine Patientin könnte es tun, wenn sie will, allerdings müßte sie dazu eine Tamponage entfernen, die mit einer Salbe bestrichen wurde, welche Verunreinigungen „aufräumen“ soll. Auch ein Auskratzen der Wunde ist seiner Meinung nach nicht nötig, nekrotische Reste wären normal bei Wunden, einfach abtupfen dessen, was die Salbe nicht beseitigt (?), reicht ihm. Ich habe die Wunde mehrfach gesehen und kann sagen, dass auskratzen natürlich gründlicher ist. Aber was ist nun sinnvoll? Sie im Krankenhaus gründlicher reinigen zu lassen, es nur mit Salbe zu machen, zwischendurch die Wunde spülen? Was sind die Vor- und Nachteile der drei Möglichkeiten?

  3. Einige der ÄrztInnen im Klinikum meinten, es wäre sinnvoll, die Wunde nicht ständig mit Tamponage auszufüllen. Es würde den Heilungsprozeß verlangsamen. Der jetzige Arzt tut aber mit der Salbe genau das Gegenteil. Auf absehbare Zeit wird die Wunde jeden Morgen wieder gefüllt. Was sind Vor- und Nachteile dieser beiden Varianten?

Entschuldigung, wenn es grad ein wenig viel ist. Aber irgendwoher müssen ja mal Infos kommen.

TheO, der lieber gar nicht erst krank wird. :wink:

Pilonidalsinus (= Suchwort)
Hallo Theo,

vermutlich seid Ihr in die Nachwehen der Love-Parade, die die Ambulanzen der berliner Krankenhäuser frequentierten, hineingeraten. Denn ganz so chaotisch ist es in deutschen Ambulanzen wirklich nicht immer :smile:

Aber, was eine Nachbehandlung betrifft, so ist die in einer Arztpraxis mit einem kompetenten Arzt in der Regel weniger anonym, stressig und zeitaufwändig.

Folgende Website beschreibt den Pilonidalsinus sehr umfassend. Unter: „Fazit“
sollte die sekundäre Wundheilung während eines 7-tägigen stationären Krankenhausaufenthaltes erfolgen.

http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/derm-013.htm

Gute Besserung !

Gruß, Renate

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Hi Renate.

Danke für die Antwort. Auch wenn noch einige Sachen offen sind, war der Artikel sehr informativ.

Wenn ich mich recht erinnere, war die Love-Parade allerdings vorher. Und die heiße Phase sollte längst abgeklungen zumal weder in der Notaufnahme, die die OP veranlaßte noch in der Woche danach in der Nachsorge im Klinikum der Anteil von „typischen“ Love-Parade-TeilnehmerInnen größer schien. Zumindest in der Chirurgischen Ambulanz des Klinikums scheint mir der Ablauf eher symptomatisch zu sein. :frowning:

Ich hatte schon den Eindruck, daß ein längerer Klinikaufenthalt - wie im Artikel beschrieben - nicht unangemessen gewesen wäre. Na ja. Was soll´s.

Danke und alles Liebe. TheO.

hi theo,
sach ma an. welchet krankenhaus issn dit. das wa denen nich in die hände fallen.

cu

strubbel

hi theo,
sach ma an. welchet krankenhaus issn dit. das wa denen nich in
die hände fallen.

laß es mich so formulieren, die op war sicher völlig okay, da hätte ich aus der erfahrung keine bedenken aber die nachsorge im virchow …

alles liebe TheO