Hi,
die Mutter meiner Freundin kam vor einer Woche aus dem Italien-Urlaub (Region
Toscana) zurück. Schon am ersten Tag ihres Urlaubs wurde sie von Mücken
gestochen. Diese Stiche entwickelten einen starken Juckreiz: Die Haut war zuerst
gerötet. Es bildeten sich Bläschen, die aufplatzten und näßten und später sogar
eiterten. Inzwischen haben sich richtige Krater in der Haut gebildet. Selbst der
Hausarzt weiß nicht, was das sein könnte und was zu tun ist.
In dem Garten vor dem Haus in Italien war einen Tag vorher ein
Pflanzenschutzmittel gegen Ungezieferbefall gespritzt worden, dessen Name uns
nicht bekannt ist. Dieses Mittel wurde auf alle Pflanzen des Gartens gespritzt,
lediglich der Rasen wurde ausgelassen. Es hinterließ auf den Pflanzen eine
türkis-blau leuchtende Farbe und wurde nicht einmal vom Regenwasser
abgewaschen.
Nun die Frage: Worum könnte es sich bei dem Hautproblem handeln? Kann sowas
durch ein solches Pflanzenschutzmittel hervorgerufen werden oder nur durch Stiche
von Mücken der Region? Wie kann man das behandeln?
Vielen Dank
Donovan
Hallo Donovan
"Pflanzen eine
türkis-blau leuchtende Farbe und wurde nicht einmal vom"
Das hoert sich wie Kupfer an, wird hauptsaechlich fuer
Pflanzenpilzkrankheiten verwendet.
MfG
Elisabeth
Sandmücken
Hallo Donovan,
es gibt viele verschiedene Sandmückenarten. Sie sind meist in tropischen Breitengraden zu finden, mittlerweile aber auch im Mittelmeerraum (und teilweise schon nördlicher), im norditalienischen Bereich zwischen Ende Mai bis Anfang Oktober, solange die Temperaturen auch nachts nicht unter 20°C absinken. Manche Arten können auch diverse Krankheiten übertragen, wie z. B. die Leishmaniose.
Ansonsten hinterlassen die Stiche von Sandmücken schmerzhafte und stark juckende Hautreaktionen, die zum Kratzen mit der Gefahr sekundärer Infektionen durch Bakterien Anlass geben und die gelegentlich zu chronischen Beulen führen. Tatsächlich sind es Toxine (Gifte) aus den Speicheldrüsen der Sandmücken, die beim Menschen heftige Reaktionen in Gestalt bläschenförmiger oder bulböser Dermatitis und kleine Papeln hervorrufen, die für mehrere Wochen bestehen bleiben, und somit Sekundärinfektionen hervorrufen können.
Falls die Mutter deiner Freundin auch Fieber bekommt/bekommen hatte (bei dem man sich seltsamerweise nicht sehr krank fühlt), dann sollte der Arzt ihr eine Blutprobe/Serum entnehmen und auf Leishmania-IIFT (Antikörpertest) in ein entsprechendes Labor senden (Parasitologisches Institut einer Universität oder Großlabor).
Hausärzte sind mit tropenmedizinischen Fragen oft ein wenig überfordert.
Für alle Fälle findet Ihr hier eine Liste von tropenmedizinisch fortgebildeten Ärzten:
http://www.frm-web.de/
Gruß, Renate
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Donovan,
es gibt viele verschiedene Sandmückenarten. Sie sind meist in
tropischen Breitengraden zu finden, mittlerweile aber auch im
Mittelmeerraum (und teilweise schon nördlicher), im
norditalienischen Bereich zwischen Ende Mai bis Anfang
Oktober, solange die Temperaturen auch nachts nicht unter 20°C
absinken. Manche Arten können auch diverse Krankheiten
übertragen, wie z. B. die Leishmaniose.Ansonsten hinterlassen die Stiche von Sandmücken schmerzhafte
und stark juckende Hautreaktionen, die zum Kratzen mit der
Gefahr sekundärer Infektionen durch Bakterien Anlass geben und
die gelegentlich zu chronischen Beulen führen. Tatsächlich
sind es Toxine (Gifte) aus den Speicheldrüsen der Sandmücken,
die beim Menschen heftige Reaktionen in Gestalt
bläschenförmiger oder bulböser Dermatitis und kleine Papeln
hervorrufen, die für mehrere Wochen bestehen bleiben, und
somit Sekundärinfektionen hervorrufen können.Falls die Mutter deiner Freundin auch Fieber bekommt/bekommen
hatte (bei dem man sich seltsamerweise nicht sehr krank
fühlt), dann sollte der Arzt ihr eine Blutprobe/Serum
entnehmen und auf Leishmania-IIFT (Antikörpertest) in ein
entsprechendes Labor senden (Parasitologisches Institut einer
Universität oder Großlabor).Hausärzte sind mit tropenmedizinischen Fragen oft ein wenig
überfordert.Für alle Fälle findet Ihr hier eine Liste von
tropenmedizinisch fortgebildeten Ärzten:
http://www.frm-web.de/Gruß, Renate
Renate, danke für die ausführlichen Informationen!
Donovan
Kupfer in Pflanzenschutzmitteln? Das wußte ich nicht…
Donovan
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