Geld für blutplasmaspende? seriös?

hallo !
ich war heut in einer firma die mit blutplasma handeln! da kann ich mir bis zu 38mal pro jahr 650 ml blutplasma abzapfen lassen! dafür gibt es dann jedesmal 40 dm?meine fragen: ist das seriös? warum gibt es da geld für? blutspende ist ja auch umsonst?!verkaufen die das teuer weiter oder wie? hat jemand erfahrung mit sowas?
ist das eigentlich gesundheitsschädlich???
danke für eure antworten!
STEVE
p.s bin armer student und das wäre schon ne menge geld im monat fürs nichts tun

Hallo!
Geld ist gut, sehe ich auch so, aber 38 x im Jahr??? Ich war am 01.06. das erste Mal Blutspenden. Beim DRK, um anderen zu helfen und nicht um Geld zu verdienen… Das nur nebenbei…
Das Jahr hat 52 Wochen, dann gehst Du ja fast jede Woche, wie soll sich da neues Blut bilden??? Oder studierst Du Medizin und startest einen Selbstversuch?
Als Frau kann man 4 x im Jahr spenden und als Mann 6 x. so ist die Richtlinie beim DRK. 10 x wären ja noch okay, aber 38???
Du kennst den Spruch „Geld allein macht nicht glücklich.“ sicher, Du hast dann kein Blut mehr…
Sprich mit Deinem Arzt.
Alles Gute
Carmen

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die die kein geld zahlen verschenkens deswegen auch nicht, plasmaspenden kannst du häufiger als vollblut. was ist unseriös dir geld zu zahlen? was zu essen gibts meist auch! dauert aber länmger als nur abzapfen. ich mach lieber pharmastudien (weils so unseriös mehr geld bringt) gruss hh

hallo carmen,

die frage war ja auch nicht nach blut-, sondern nach blutPLASMAspende. und das kann man sehr wohl wöchtenlich spenden, weil hierbei nur das plasma aus dem blut herausgefiltert wird und das bildet sich recht schnell wieder nach.
du schreibst, du gehst zum drk um anderen zu helfen und nicht um geld zu verdienen - glaubst du, das drk ist wohltätig und verschenkt die blutkonserven weiter? im grunde genommen hilfst du denen, den betrag, auf den du verzichtest, MEHR daran zu verdienen als die unikliniken, die immerhin eine aufwandsentschädigung zahlen. und da ich die geschäftspraktiken des drk ohnehin für teilweise sehr fragwürdig halte, würde ich es vorziehen, bei den unikliniken zu spenden, wenn ich dann irgendwann mal als blutspenderin genommen werde (geht derzeit nicht weil vor nicht allzulanger zeit eine op, da nehmen die einen nicht).

gruß,
fabienne

Hallo!
Geld ist gut, sehe ich auch so, aber 38 x im Jahr??? Ich war
am 01.06. das erste Mal Blutspenden. Beim DRK, um anderen zu
helfen und nicht um Geld zu verdienen… Das nur nebenbei…
Das Jahr hat 52 Wochen, dann gehst Du ja fast jede Woche, wie
soll sich da neues Blut bilden??? Oder studierst Du Medizin
und startest einen Selbstversuch?
Als Frau kann man 4 x im Jahr spenden und als Mann 6 x. so ist
die Richtlinie beim DRK. 10 x wären ja noch okay, aber 38???
Du kennst den Spruch „Geld allein macht nicht glücklich.“
sicher, Du hast dann kein Blut mehr…
Sprich mit Deinem Arzt.
Alles Gute
Carmen

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das ist üblich
Hallo Steve,

ich war heut in einer firma die mit blutplasma handeln! da
kann ich mir bis zu 38mal pro jahr 650 ml blutplasma abzapfen
lassen!

Die Plasmaspende ist bis zu 40mal im Jahr möglich.

dafür gibt es dann jedesmal 40 dm?meine fragen: ist

das seriös?

Das ist durchaus seriös.
40,-DM gab es z.B. in Bonn (und anderswo) schon in den 70er Jahren im Institut für Gerinnungsphysiologie, für eine Vollblutspende. Die Spender mussten zum Institut kommen.
Bei deiner Firma wird es ebenso sein. Man muss erst zum Spenden hinfahren.
Das Rote Kreuz macht das anders. Die gehen zu den Spendern und schlagen in großen Amtsgebäuden oder z. B. Schützenhäusern für den jeweiligen Termin ihr Domizil auf. Hier gibt es auch keine Aufwandsentschädigung. Aber egal ob es sich um ein Institut einer Uni, eine Firma, oder das Rote Kreuz handelt, nach aufwändigen Untersuchungen wird das Blut bzw. das Plasma anschließend verkauft und der Verkäufer (auch das Rote Kreuz) verdient auch immer gut daran.
Deine Firma stellt z.B. Gerinnungsprodukte her, die dann als Arzneimittel verkauft werden, die die Patienten bzw. die Krankenkassen bezahlen. Es handelt sich um einen ganz normalen Industriezweig. Die verdienen daran, und warum sollte nun gerade der Spender nichts bekommen? Das was er bekommt, macht in der Verkaufssumme nur einen unauffällig kleinen Betrag aus.

ist das eigentlich gesundheitsschädlich???

Nein.
Im Vergleich zur Vollblutspende werden bei der Plasmaspende die zellulären Bestandteile, eben auch die roten Blutkörperchen, dem Spender wieder zugeführt, sodass man lediglich das „Blutwasser“ (Plasma) spendet, also eine gelbe Flüssigkeit, die Eiweiß (Albumin und Globuline) und Gerinnungsfaktoren enthält.

Bei Vollblutspenden (Carmen hat die Plasmaspende sicher damit verwechselt) muss man natürlich länger mit der nächsten Spende warten, weil die Erys (roten Zellen) sich wieder regenerieren müssen. Bei Vollblutspenden muss man auf die Menge des Hämoglobins (roter Blutfarbstoff) achten und auf das Eisen.

Ansonsten besteht keine Gefahr für den Spender, weil alles in geschlossenen Einmalschlauchsystemen verarbeitet wird, die anschließend vernichtet werden.

zur Info:
http://www.med.uni-marburg.de/blutbank/plasma.htm#warum

danke für eure antworten!
STEVE
p.s bin armer student und das wäre schon ne menge geld im
monat fürs nichts tun

Es werden so viele Geschäfte gemacht, mit dem Unterschied, dass ein Unternehmer mit Autos handelt und ein anderer eben mit Blut. Das ist keinesfalls verwerflich. Jeder hat seinen Lohn verdient.
Nur so können sich auch die Pharmazie-Unternehmen an Forschungen beteiligen, die dann wieder den Patienten aber auch der Firma zugute kommt. Ohne Geld wäre alles nicht möglich.
Und wenn du als Student ein winziges bisschen Profit vom großen Kuchen hast, dann ist doch jedem dadurch geholfen. Rechne z.B. nur eine Stunde Zeitaufwand für den Weg hin und zurück - die Spendezeit dauert für Plasma länger als für Vollblut - dann sollte man das Geld nur als Aufwandentschädigung betrachten und keinesfalls ein schlechtes Gewissen haben, im Gegenteil.

Gruß, Renate