ich habe gestern erfahren, dass meine Tochter (Juliane ist 5) eine angeborene coxa vara rechts hat. Der Arzt sagte uns, dass eine Umstellungsosteotomie nötig ist.
Da der Arzt jetzt im Urlaub ist und sich erst danach bei einigen Krankenhäusern erkundigen möchte, ob sie diese OP bei Juliane machen, stehe ich mit meinen Fragen allein da.
Wie lange muss Juliane mindestens im Krankenhaus bleiben? Nach wievielen Wochen kann sie das Bein wieder normal einsetzten? Ist eine Reha danach notwendig? Wie lange wird sie nicht in den Kindergarten gehen können?
Da mein Mann und ich berufstätig sind, sind die Antworten auf diese Fragen für unsere Planung sehr wichtig. Wir können uns erst richtig Gedanken über die Betreuung von Juliane machen, wenn wir wissen über welchen Zeitraum wir nachdenken müssen.
Hallo Susanne,
bei einer Umstellungsosteotomie bei Coxa vara wird der Winkel zwischen Schenkelhals und Oberschenkelknochen steiler gemacht, entweder anhand von Knochenmaterial oder anhand von einer Keilentnahme aus dem Knochen. Somit wird u.a. der Druck auf das Gelenk reduziert. Hauptziel ist also eine günstigere Knochenbelastung durch eine möglichst optimale Belastungszone, um einer Hüftgelenksarthrose so lange wie möglich entgegenzuwirken.
In der physiotherapeutischen Nachbehandlung sieht es meist so aus, daß für mindestens 3 Monate kein Bodenkontakt erlaubt ist, damit sich der Knorpel erholen kann. Auf jeden Fall ist eine Reha nötig, denn es gilt, durch Pendelübungen den Knorpel zu durchsaften, Verkürzungen der Muskulatur zu verhindern, abgeschwächte Muskeln zu kräftigen und so weiter… Nach ca. 1/2-2 Jahren wird dann das eingebrachte Metall entfernt.
So viel kann ich Dir jetzt dazu sagen. Es ist schon eine aufwendigere Operation, die auf jeden Fall einer Nachbehandlung bedarf! Laßt Euch aber noch einmal gründlich beraten!
Viel Glück wünscht,
Mushu