Habe Wahnsinnige Angst vor dem Ziehen von 4 Zähnen
Aus diesem Grunde erwäge ich eine Vollnarkose.
Da könnte dann gleich das was in 15 Jahren Zahnarztabstinenz
versäumnt wurde miterledigt werden,(grösstenteils) um die Nebenwirkungen weiss ich auch um die Nachbehandlungen auch diese wären auch nicht das Problem, da ich ja wie gesagt nur vor dem ziehen der zähne angst habe. Ich möchte aber aufgrund von negativen erfahrungen sowieso keine versuche, Dinge wie evt können wir ja was retten mit überkronen etc kommen daher nicht infrage.
Nun weigert sich der Zahnarzt einer Vollnarkose zuzustimmen, da es ja auch die möglichkeit einer lokalbetäubung gäbe. Für mich steht jedoch fest das ich es NUR ! in Vollnarkose durchführen lasse. Ich bin sehr verzweifelt, da ich nach 15 Jahren nun endlcih einen Ausweg aus diesem Teufelskreislauf (Angst vor Behandlung, weitere Zerstörung usw…) gesehen habe mir aber nun dieser Weg versperrt wird.
Wie argumentiere ich, habe ich ggf, Rechtsanspruch auf diese Behandlungsart ? (Kosten würde ich notfalls selber tragen)
Wäre um euern Rat dankbar
mit Argumentationshilfen kann ich dir nicht dienen, und ich bezweifle ob du wirklich ein Recht hast, auf Vollnarkose, da es die andre Möglichkeit gibt und Narkose wahrscheinlich immer ein 0,1% (ich weiss es nicht) Restrisiko bleibt.
Nur 3 Fragen, Tips:
Bist du sonst mit dem Zahnarzt zufrieden, dass du nicht zu einem andren gehen möchtest? ( wobei ich das fast bezweifel, wenn du sagst, du warst in letzter Zeit „etwas selten“.)
2.Falls du doch bei ihm „bleiben“ willst, versucht im Gespräch euch doch mal zu einigen, mit Lokalbetäubung, die Spritze tut nicht wirklich weh, nur ein Pieks, an andren Zähnen was zu machen, nichtgleich die 4 zu ziehen. Dann wirst du sehen, ob es vielleicht doch so geht.
Hab schon öfters was von Hypnose gehört. Weiss aber nicht ob die KK das übernimmt, noch sonst näheres. Vielleicht erkundigst du dich mal danach.
Habe Wahnsinnige Angst vor dem Ziehen von 4 Zähnen
Aus diesem Grunde erwäge ich eine Vollnarkose.
Auch ich bin ein Schißbruder, auch wenn ich mein Gebiß etwas mehr in Ordnung hielt. Eine Vollnarkose hat auch das Problem für den Zahnarzt, daß er ggf. keine Reaktionen feststellen kann. Ein einziges Mal hätte ich aber einem solchen Zahnklempner den Kragen umdrehen können. Da lag ich gut 1 1/2 Stunden auf dem Marterstuhl, dann kam meine Frau um mich abzuholen. Als ich schüchtern fragte, wie lange ich noch auszuhalten hätte, meinte er „es seien nur gut 20% des Programmes abgespult“. Ich wechselte die Hautfarbe und hatte das „Vergnügen“ ein diabolisches Grinsen meiner Frau zu erleben. Seitdem gehe ich brav jedes Jahr zum Nachschauen und werde nach der Zahnsteinbeseitigung ungebohrt nach Hause geschickt.
Einen Vorschlag hätte ich aber für Dich. Es gibt Zahnärzte, die können hypnotisieren. Ob Du dafür geeignet bist, ist eine andere Frage. Ansonsten Zähne zusammenbeißen, weit den Mund aufmachen und tief durchatmen. Es gibt Schlimmeres im Leben!
eventuell könnte das Problem darin liegen, daß die meisten Zahnarztpraxen keinen Anästhesisten zur Verfügung haben, der sinnvollerweise eine Vollnarkose begleiten sollte?
Erkundige Dich doch bei einer Zahnklinik nach den Möglichkeiten einer von Dir gewünschten Behandlung:
wie ich bereits in meiner Antwort auf dein Posting vor einer Woche sagte, (ist bereits im Archiv) http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv… gibt es die Möglichkeit einer Behandlung, bei der über einen Venenzugang ein Sedierungs- bzw. Beruhigungsmittel gespritzt wird, sodass du nach der Behandlung nichts mehr davon weißt, zusätzlich kommt die örtliche Betäubung. Der Patient „schläft“ zwar, aber es handelt sich nicht um „die Vollnarkose“.
Weil man nicht „voll bei Bewusstsein“ ist, wird zu dieser Narkose oft fälschlischerweise von Patienten „Vollnarkose“ gesagt. Eine Intubationsnarkose wäre doch weder möglich, noch notwendig - du willst das Bewusstsein ausschalten, aber doch nicht unbedingt die Reflexe, wie den Atemreflex.
In der Zahn- und Kieferklinik hat man Erfahrung mit dieser Art von Narkose. Der Zahnarzt, den du erwähntest, arbeitet der in der Zahnklinik? Ist er nicht für ein Gespräch zugänglich, dann ist er jetzt nicht der richtige für dich.
Notfalls versuchst du über deinen normalen Hausarzt eine Überweisung zu einem Psychologen zu bekommen, der dir eine Hilfe sein kann und der zu dem behandelnden Zahnarzt der Zahnklinik eine „Brücke bauen“ kann. Er wird mit dem Zahnarzt telefonieren und ihm die „Brisanz“ deiner Angst klarmachen können. Der Psychologe wird als Argumentationhilfe besser geeignet sein, als irgend ein anderer Weg. Und du wirst in deiner derzeitigen Verfassung nur sehr schwer zu einem normalen Zahnarztbesuch bereit sein können.
Die weitere Therapie beim Psychologen kann dir auch helfen, 15 Jahre Zahnarztabstinenz und deren Ursache objektiv zu betrachten und zu verarbeiten, sodass du nach und nach lernst die Ängste abzubauen.
Du bist jetzt auf dem richtigen Weg. Du unternimmst etwas. Der Zustand deiner Zähne soll sich nicht verschlechtern. Es ist jetzt nicht einfach für dich. Das weißt du. Trotzdem wirst du weitermachen und versuchen, den geeigneten weiteren Weg für dich zu finden. Du willst und du schaffst es.
Alles Gute!
Gruß, Renate
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das Recht auf eine Vollnarkose hast du leider nicht. Allerdings ist dies im Falle einer Zahnbehandlung weniger als „leider“, sondern als sinnvoll zu bewerten. Denn im Gegensatz zu den USA gehoert die Anaesthesieausbildung nicht zur zahnaerztlichen Ausbildungspflicht. D.h., Zahnaerzte duerfen gar keine Vollnarkosen geben , es sei denn, sie ziehen einen ausgebildeten Anaesthesiten hinzu. Was bereits daran scheitert, dass eine normale Zahnarztpraxis nicht ueber die aufwendigen und sehr teuren technischen Notwendigkeiten fuer die Ueberwachung einer Vollnarkose und auch nicht ueber die technischen Mittel einer eventuellen Notfallbehandlung verfuegt.
Zahnkliniken verfuegen ueber Anaesthesiten und die Technik. Jedoch auch hier entscheidet der Arzt (und nicht zuletzt die Krankenkasse) und nicht der Patient. Und der Kostenfaktor ist hierbei sicher der entscheidende.
Aber erkundigen kannst du dich mal bei einer Zahn- oder (falls erreichbar fuer dich) Uniklinik.
Ort der Behandlung ist eine Universitätsklinik (Zahnmedizinische Abteilung) Generell wird die Vollnarkose dort durchgeführt, jedoch nur bei „medizinischer Notwendigkeit“
Meine Angst und meine Verzweiflung scheinen keine Notwendigkeit darzustellen, jedoch werde ich ohne diese Vollnarkose wohl nie den Schritt in die Normalität schaffen, der Kreislauf gestalltet sich wie folgt, sehr zerstörte Zähne = viel Behandlung = viel angst = behandlungsverweigerung = noch mehr zerstörte Zähne usw … (nun wenigstens weiss ich jetzt das ein Mensch unter extremen Zahnschmerzen das 5 fache der tageshöchstdosis an rezeptfreien Schnerzmittteln verkraften kann
Ich hoffe ich gehe hier keinem auf den Senkel mit meinen Problemen und danke das Ihr euch so mühe gebt !
eventuell könnte das Problem darin liegen, daß die meisten
Zahnarztpraxen keinen Anästhesisten zur Verfügung haben, der
sinnvollerweise eine Vollnarkose begleiten sollte?