Herpes zoster

Hallo Leute,

ich mach mir grosse Sorgen um meine fast 80-jaehrige Oma, die sich nach einer Guertelroseerkrankung schwer erholt. Es ist nicht das erste Mal, dass sie daran erkrankt, aber jetzt, etwa 1 Monat nach Abklingen der typischen H.zoster Symptome ist sie immer noch ständig müde, apathisch, lustlos, fast geht es schon in Richtung Depression. Vitamine- und Zinkeinnahme zum Ankurbeln des Immunsystems lehnt sie ab. Was tun? Was hilft wirklich? Wie lange kann es dauern, bis H. zoster (nicht nur den äusseren Symptomen nach) komplett abklingt?

Mein inzw. verstorbener Opa hatte das 2 Jahre vor seinem Tod in einer sehr schweren und lang anhaltenden Form (Gesicht, Kopf) und hat sich danach nie richtig erholt. Apathie und Verlust des Lebenswillens folgten. Jetzt habe ich Angst, dass sich meine Oma - die sonst eine richtig lebenfrohe Frau und Kämpfernatur ist - auch in diese Lethargie verfällt und möchte wissen, ob man sich einfach damit abfinden muss oder ob es Möglichkeiten gibt, sie bald wieder auf die Beine zu bringen. Natürlich muss sie das dann auch wollen, das ist mir schon klar. (Sie wohnt im Haus, in dem ihr Hausarzt eine Praxis hat und geht regelmaessig zur Kontrolle, ausser erhöhten Blutzuckerwerten und dieser H.zoster GEschichte scheint alles ok zu sein.) Vielleicht ist es noch wichtig zu erwähnen, dass sie trotz Grippeimpfung vor/parallell zur Gürtelrose eine schwere Erjältung hatte.

Liebe Grüße und Dank im Voraus für alle Tipps und Informationen.

Ama

Wie auch Herpes simplex befällt der Herpes zoster auch die Nervenenden. Das ist sehr langwierig und führt gerade bei älteren Leuten oder immunolgisch Geschwächten zu Komplikationen.
Da Deine Oma mit ihren 80 Jahren durchaus ein höhreres Alter hat ist der Verlauf der Krankheit langwieriger und auch zehrender. H. zoster verursacht auch nicht unerhebliche Schmerzen.
Ich denke, mit 80 Jahren hat sie jedoch wirklich das Recht selbst zu bestimmen, wieviele und welche Medikamente sie einnehmen will.
Vertaue ruhig ein wenig auf die Kenntnisse des Hausarztes und dem Lebenswillen Deiner Oma… fehlt dieser helfen auch alle Medikamente und Hausmittelchen nicht.
Unterstütze sie, leiste ihr Gesellschaft wenn sie mag und versuche ihr den Alltag mit kleinen Freuden zu versüssen! Das ist gerade bei Krankheiten die auf das Immunsystem und die Nervenbahnen schlagen das beste „Hausmittel“!

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