Ratgeber zu Wieviel kwh ergibt 1l Heizöl?

Von: , Frage gestellt am Mi, 2. Jun 2004

hallo ihr lieben,

kann mir jemand sagen wieviel kwh 1l heizöl bringt und wie der durchschnittliche wirkungsgrad ist? weiß nicht, ob ich hier richtig bin, doch ich glaub das hat was mit mathematik zu tun.
Wär auch nett, wenn mir jemand evtl. einen link zeigt, wo das steht, hauptsache, ich muß nicht rechnen!;-))

vielen dank schon mal!
tinchen

27 Antworten zu dieser Frage

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^14: Und wieder mal!

              ,:Das ist aber alles Wärme - nutzbar ist sie vielleicht nicht.

              Ganz genau!! Und nicht nutzbare Wärme ist verloren! Also sind wir schon tiefer als 100!!! Wenn aber das Wasser im Abgas kondensiert ist, sollte durch
              den Schornstein nicht mehr allzuviel verschwinden - die
              Abgastemperatur wird dann rund 30-50°C betragen.
              Siehst Du, jedes Grad, welches das Abgas höher liegt, als die zugeführte Verbrennungsluft ist Verlust und damit sind wir noch tiefer als 100!!!

              Danke für die Hilfe!!

              Gruß max

            • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
              Re^15: Und wieder mal!

              Siehst Du, jedes Grad, welches das Abgas höher liegt, als die
              zugeführte Verbrennungsluft ist Verlust und damit sind wir
              noch tiefer als 100!!!
              Wenn Du 100% ohne Kondensation definierst aber mit Kondensation arbeitest kommst Du leicht wieder drüber - dir Verluste lassen sich stark minimieren.
              Der Unterschied zu einem Kraftwerkskessel, von dem Du sprichst ist, daß dieser mit wesentlich höheren Temperaturen gefahren wird und deswegen die Verluste enorm sind, 30°C warmes Wasser lässt sich aber so gut isolieren, daß die Verluste minimal sind.
              Aber ich bins leid - diskutier' das mit einem Heizungsbauer - der verdient sein Geld damit.

              LG
              Stuffi

            • Antwort von nach 7 Stunden 0 hilfreich
              Re^9: Und wieder mal!

              Hallo! Große Kraftwerke sind das, was man Brennwertkessel nennt,
              schon seit hundert Jahren.
              Das glaubst du doch jetzt selber nicht, oder? Beim Brennwertkessel erwärmt das Abgas im doppelwandigen
              Abgasrohr die einströmende Verbrennungsluft.
              Das ist schlichweg falsch, da verwechselst du wohl etwas. Es fördert aber nicht den Wirkungsgrad, im Gegenteil, es ist ein
              Schwachpunkt dieser Anlagen.
              Das was du meinst, liegt aber daran, dass ein sich um einen Kreisprozess handelt. Bei Brennwertkesseln ist der Wirkungsgrad umso höher, je niedriger die Vor- und v.a. die Rücklauftemperatur sind. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Trotzdem kommt kein Kraftwerk auf nur annähernd 100% Wirkungsgrad.
              Der Wirkungsgrad von Heizkesseln bezieht sich auch lediglich auf die Umwandlung von chem. Energie in Wärme. Bei Kraftwerken liegt er etwa bei 70-80%, der Gesamtwirkungsgrad liegt natürlich unter 40%.

              mfG Dirk

            • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
              Re^9: Und wieder mal!

              Hallo Trotzdem kommt kein Kraftwerk auf nur annähernd 100%
              Wirkungsgrad.
              Wo liegt denn deiner Meinung nach der übliche Wirkungsgrad?
              Wenn du jetzt mit irgendwas zwischen 20% und 80% kommst, siehst du wohl ein das alles wirklich an der Definition liegt, ich meinte natürlich die gesamte Energie, also was rauskommt, wenn man das Heizöl vollständig in Energie umwandelt. Demnach dürfte der Wirkungsgrad jeglicher Verbrennung gegen 0% gehen...

              Also ein Pluspunkt für den Hinweis, das die Definition in der Brennwerttechnik Augenwischerei ist, lässt sich halt besser verkaufen, und passt mit der alten Berechnung zusammen.
              Dazu dann aber noch 20 Minuspunkte für rummosern, Verbort- und Engstirnigkeit.

              Gruß, DW.

          • Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
            Kleine Anmerkung

            Hallo Fritze,


            prinzipiell hast Du recht, wer die 100% nicht wenigstens in "" setzt, den kann ich nicht ernst nehmen. ...wenn ich die
            Dampfmaschine von James Watt mit 100% ansetze, dann hat heute
            alles >100% Wirkungsgrad. Als Ingenieur oder Physiker rollt
            es Dir dabei aber regelmäßig die Fußnägel auf, weil es gegen
            den ersten Hauptsatz der Thermodynamik verstößt, mehr Energie
            herauszubekommen, als hineinzustecken. Soweit ich weiß ist
            noch immer der Carnot-Prozess das non-plus-ultra in Sachen
            Wirkungsgrad. Und der liegt < 100% (1-T2/T1 mit T1 >
            T2).
            Das ist nicht ganz richtig.

            1) ist die Verbrennung schon sehr nahe an 100%, der Canot-Prozess beschreibt die Umwandlung in mechanische Arbeit, bei einer Heizung aber kein Thema!

            2) Die Heizleistung kann sogar über 100% liegen, da es möglich wäre, mit Heizöl einen Dieselmotor und mit diesem eine Wärmepumpe zu betreiben. Zusammen mit der Abwärme sind dann >> 100% Heizenergie möglich. Das ist aber ein grundsätzlich anderer Ansatz als die Milchmädchen-Rechnung mit <<relativ>>.

            Gruß
            achim

            P.s: Das mit James Watt ist ein ausgezeichnetes Beispiel!


            Du hast prinzipiell
            Gruß

            Fritze

        • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
          Das Kind muß einen Namen haben

          Hallo Gandalf,

          das mit dem relativ ist uns beiden klar, kein Thema.

          mit ... Da man eine zusätzliche Wärmequelle nutzt (Kondensationswärem
          des Wassers) ist die nutzbare Energie höher als bei 'normalen'
          Thermen, wo das Wasser durch den Schornstein geht.
          ist natürlich nur ein Werbegag der entsprechenden "Brennwert"-Industrie! Es ist natürlich genau andersrum. Kondensat schädigt die Heizanlage, so hat man für den "Heizwert" schon die notwendigen Abgasverluste eingerechnet, bei denen kein Kondensat auftritt.

          Diese Schäden hat man jetzt (mühsam!) im Griff, eine geringere Abgastemperatur ist möglich, mehr Heizenergie bleibt also. Die Kondensation des Wassers nimmt dabei nur einen, wenn auch überproportionalen Anteil ein.

          Gru0
          achim

      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        Re^3: Wieviel kwh ergibt 1l Heizöl?

        Tja Max,

        hätteste mal vorher ein paar Infos gehabt... Haste aber nicht, also lies mal ;-)

        Kesselwirkungsgrade von 94% sind schon möglich und durchaus an der Tagesordnung heute. Wirkungsgrade von 100% bei Brennwerttechnik auch. Und zwar aus dem Grund, da man bei der Wirkungsgradberechnung vom sog. "unteren Heizwert" des Brennstoffes ausgeht, in dem die Kondensationswärme des Abgases nicht enthalten ist. Wenn man die noch nutzt (wie z. B. bei der Brennwerttechnik im Rücklauf der Heizungsleitung), dann kommt man auf Wirkungsgrade bis zu 105%. Faszinierend, gell? Ist also alles Definitionssache mit dem Wirkungsgrad, aber anerkanntermaßen wird's eben so gerechnet.

        Hoffe, ich habe das einigermaßen verständlich erklärt.

        Gruß

        Guido (hat auch nicht Vaillant als Brötjegeber...) [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  1. Antwort von nach 20 Stunden 0 hilfreich
    Re: Wieviel kwh ergibt 1l Heizöl?

    hallo ihr lieben,

    habt vielen Dank. Eurer diskussion konnte ich zwar nicht ganz folgen, aber 9-11kwh/l ist ein anhaltspunkt.
    Also habt alle einen schönen Tag!
    tinchen



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