Lichtgeschwindigkeit

Von: , Frage gestellt am Sa, 25. Sep 1999

Warum wird niemals ein Mensch, von "normaler" Masse sich in Lichtgeschwindigkeit fortbewegen können?

Meine Behauptung: Man kann die dazu benötigte Energie und vorallem die Materialien bzw, Stoffe, die diese Energie "speicher" nicht herstellen!

Gruß Frank

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Lichtgeschwindigkeit

    Hi, Warum wird niemals ein Mensch, von
    "normaler" Masse sich in
    Lichtgeschwindigkeit fortbewegen können?

    Meine Behauptung: Man kann die dazu
    benötigte Energie und vorallem die
    Materialien bzw, Stoffe, die diese
    Energie "speicher" nicht herstellen!
    öhm... nicht ganz, zielt aber in die richtige Richtung. Gehen wir es mal langsam an: Wenn Du beschleunigst, nimmst Du Energie auf, welche sich auf Deine Masse auswirkt (gem. e=mc²). Je schneller Du wirst, desto schwerer wirst Du also, und desto mehr Energie brauchst Du, um Deine höhere Masse weiter zu beschleunigen. Wenn Du Dich dann der Lichtgeschwindigkeit nährest, steigt Deine Masse allmählich ins Unendliche, d.h. die Energie des Universums reicht nicht mehr aus, um Dich weiter zu beschleunigen. Würdest Du die Lichtgeschwindigkeit erreichen, hättest Du unendliche Masse - was aber nicht geht, auch die Masse des Universums ist begrenzt (es besteht aus ca. 10^80 Elementarteilchen und ist entsprechend "leicht").

    Das war jetzt ein wenig laienhaft, und an ein oder zwei Punkten kann der Experte mit den Details nicht einverstanden sein ;-) aber ich hoffe, es war verständlich :-)

    Cheatah
    http://cheatah.net

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Lichtgeschwindigkeit

      ... Das war jetzt ein wenig laienhaft, und an
      ein oder zwei Punkten kann der Experte
      mit den Details nicht einverstanden sein
      ;-) aber ich hoffe, es war verständlich
      JAU !!! Verständlich war es, aber eben nur graue Theorie !!!
      Fakt ist, dass es Teilchen gibt die aufgrund ihres Ursprungs und ihrer Lebensdauer theoretisch nicht auf der Erdoberfläche gemessen werden können, sich aber dort befinden !!!

      Dieses kann doch nur mit "überhöhter Geschwindigkeit" jenseits der Lichtgeschwindigkeit erklärt werden, oder ???

      Ich werde nochmal den Prof. fragen, da ich den Namen dieser Teilchen vergessen habe !!!

      Greetinx Latze

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Lichtgeschwindigkeit

        Meist du Myonen, die in der oberen Atmosphäre entstehen und eine so kurze Lebensdauer haben, daß sie mit ihrer Geschwindigkeit nahe c schon zerfallen sein müßten, bevor sie auf der Erdoberfläche ankommen ? Sie schaffen es, weil in schnell bewegten Systemen die Zeit langsamer vergeht (relativistische Zeitdilatation). Eine Sekunde, die wir das Teilchen beobachten, ist eben nur ein Bruchteil einer Sekunde für das Teilchen. Gleichzeitig schrumpfen die zig Kilometer, die wir das Teilchen zurücklegen sehen, für das Teilchen auf wenige Kilometer. D.h., mit den Augen des Myons gesehen ist die zurückgelegte Strecke und die benötigte Zeit kürzer und die Lebensdauer reicht dazu vollkommen aus.

        In der Hoffnung, daß das nicht allzu falsch war,
        Jochen

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: Lichtgeschwindigkeit

          In der Hoffnung, daß das nicht allzu
          falsch war,
          Jochen
          Hallo Jochen!

          Deine Antwort ist so richtig, wie sie es nur sein kann.

          Die Myonen entstehen in einer Höhe von 16 bis 25 km und ihre mittlere Zerfallszeit beträgt etwa 1 us (= 1 Mikrosekunde = 10^-6 s). Außerdem fliegen sie mit nahezu Lichtgeschwindeigkeit. Nun kann man leicht ausrechnen, daß es eigentlich nur sehr wenige Myonen bis auf den Erdboden schaffen dürften. Wenn man nachmißt, stellt man aber fest, daß dort aber tatsächlich "jede Menge" von ihnen ankommen, viel mehr als erwartet.

          Die Relativitätstheorie liefert die Erklärung: Von der Erde aus gesehen rückt die Myonenuhr wegen der Zeitdilatation nicht um 1 us, sondern um ca. 7 us Sekunden vor! Von den Myonen dagegen gesehen, die tatsächlich nur 1 us in ihrer "eigenen Zeit" leben, ist die Erdatmosphäre etwa auf ein Siebtel lorentz-verkürzt, so daß sie den Weg auf den Boden locker in ihrem 1 us Sekunden langen Leben schaffen.

          Das Myonenexperiment bestätigt die relativistischen Effekte "Zeitdilatation" und "Lorentzkontraktion" übrigens mit einer recht hohen Genauigkeit, nämlich ca. 1 %.

          Gruß
          Martin

          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re^5: Lichtgeschwindigkeit

            Da wirft sich dann doch die Frage auf, was mit den Myonen, oder der Zeit passiert, wenn Sie es schaffen sollten schneller als das Licht zu fliegen ???

            Wären sie dann für uns unendlich lang meßbar, obwohl Sie nur 1 µs leben ???

            Greetinx Latze

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^6: Lichtgeschwindigkeit

              Hallo Latze!

              Die Antwort auf Deine Frage ist ganz einfach: Kein Körper und kein Teilchen mit einer endlichen Ruhemasse (wozu Myonen gehören), kann sich schneller als Licht bewegen (siehe auch den Beitrag von Cheatah - er hat sehr gut erklärt, warum das so ist). Umgekehrt bewegen sich Photonen, also die "Lichtteilchen" nur deshalb mit Lichtgeschwindigkeit, weil ihre Ruhemasse Null ist (d. h. es gibt gar keine ruhenden Photonen). Nichtsdestotrotz ist es richtig, daß sich das - von der Erde aus gemessene! - "Leben" eines zerfallenden Teilchens umso mehr verlängert, je näher dessen Geschwindigkeit an die des Lichts herankommt.

              Gruß
              Martin [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^6: Lichtgeschwindigkeit

              Zusätzlich zu Martins Antwort:

              Bei der Annäherung der Geschw. an die des Lichts (c) wird die Eigenzeit mehr und mehr gedehnt und c ist die Grenze. Ab v >= c ist diese Grenze überschritten und das Teilchen existiert nicht mehr "in der Zeit", wegen der Lorenzkontraktion auch nicht mehr "im Raum". Spinnt man diesen theoretischen Gedanken, verschwindet das Teilchen aus unserer Welt, wenn es c erreicht.

              Gruß
              Jochen

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Re^7: Lichtgeschwindigkeit

              Hi, Spinnt man
              diesen theoretischen Gedanken,
              verschwindet das Teilchen aus unserer
              Welt, wenn es c erreicht.
              genau. Wenn Einsteins Formeln für diesen Bereich Gültigkeit haben (es spricht eigentlich nichts dagegen, außer daß es total sinnlos ist *g*), hat ein Teilchen in Überlichtgeschwindigkeit "negative imaginäre Masse". Frag mich aber bitte nicht, was das sein soll, wie gesagt ist das sinnlos :-)

              Mathematisch ausgedrückt würde ein solches Teilchen z.B. -3î kg wiegen. Wir können uns das Minus vielleicht noch vorstellen (Stichwort Antigravitation), aber das î findet meines Wissens keine Erklärung.

              90° zur Realität vielleicht?

              Cheatah
              http://cheatah.net

            • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
              Realität

              Hai,

              interessanter Aspekt ! Eine orthogonale Realität ! Kann es sie geben ? Darf es nur eine geben ? Können Ruhemasselose Teilchen/WW diese Realitäten verbinden (im Rahmen einer Meta-Realität) ?

              Wow. Wenn mal ein Experiment wieder nicht klappt, sag' ich meinem Chef, daß das durch destruktive Interferenzen orthogonaler Realitäten bedingt ist. Dann hab' ich sicher wieder ein paar Minuten Ruhe !!

              rechtwinklige Grüße
              Jochen



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