Fahren auf Kugeln

Von: , Frage gestellt am Sa, 28. Jul 2007

Die Idee, die ich vor einiger Zeit hatte war an Autos die Räder durch Kugeln zu ersetzten. Es war eher ein Gedankenspiel, dass mir auf den ersten Blick als eher sinnloser Zeitvertreib diente. Doch nun stellte ich mir die Frage, ob es nicht wirklich vorteilhaft wäre die Reifen durch Kugeln zu ersetzten. Es ließe sich nun seitlich einparken, doch gibt es noch weitere Vorteile?

Würde mich über Antworten freuen.

24 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 31 Minuten 0 hilfreich
    Re: Fahren auf Kugeln

    Hi Diga..!

    Mh erinnert mich irgendwie an den Film I-Robot .. und auch an "Minority-Report"

    Wär sicherlich eine interessante Sache, allein auch schon von den Design-Möglichkeiten her.

    mfg PN [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 33 Minuten 0 hilfreich
    Re: Fahren auf Kugeln

    Die Idee, die ich vor einiger Zeit hatte war an Autos die
    Räder durch Kugeln zu ersetzten. Es war eher ein
    Gedankenspiel, dass mir auf den ersten Blick als eher
    sinnloser Zeitvertreib diente. Doch nun stellte ich mir die
    Frage, ob es nicht wirklich vorteilhaft wäre die Reifen durch
    Kugeln zu ersetzten. Es ließe sich nun seitlich einparken,
    doch gibt es noch weitere Vorteile?
    Und wie treibst du die Kugeln an? Wie verbindest du sie mit der Karosserie und Antrieb? Nur durch den Fakt dass man Kugeln hat, kann man noch lange nicht seitwärts einparken.

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Fahren auf Kugeln

      Und wie treibst du die Kugeln an?
      Das geht im einfachsten Fall mit der gleichen Mechanik, die auch in mechanischen Mäusen verwendet wird - nur umgekehrt.

      • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Fahren auf Kugeln

        ... mit der gleichen Mechanik, die
        auch in mechanischen Mäusen verwendet wird - nur umgekehrt.
        und damit willst du die nötige Leistung übertragen? Das geht nicht so ohne weiteres. Auch Vergrössern hilft nicht.

        grüsse,
        Hannes

        • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Fahren auf Kugeln

          ... mit der gleichen Mechanik, die
          auch in mechanischen Mäusen verwendet wird - nur umgekehrt.
          und damit willst du die nötige Leistung übertragen?
          Wer oder was sollte mich daran hindern?

          • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Fahren auf Kugeln

            Hi.. ... mit der gleichen Mechanik, die
            auch in mechanischen Mäusen verwendet wird - nur umgekehrt.
            und damit willst du die nötige Leistung übertragen?
            Wer oder was sollte mich daran hindern?
            Die Reibung.
            Oder besser gesagt der Mangel daran. Bewegst Du eine Kugelmaus gerade vorwärts, so schleift die Kugel dabei an der Achse für die links-rechts-Bewegung. Weil keine großen Kräfte übertragen werden müssen, kann man die Achsen sehr glatt machen und nur sanft gegen die Kugel drücken - das bisschen Reibung macht nichts aus.
            Als Autoantrieb brauchst Du rauhe Antriebsachsen und/oder enormen Anpressdruck, um die wirkenden Kräfte übertragen zu können. Dann aber klemmt die Kugel an der gerade nicht genutzten Achse. Wenn sie sich überhaupt noch dreht, dann mit hohem Leistungsverlust und enormer Abnutzung.


            genumi

            • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
              Re^6: Fahren auf Kugeln

              ... mit der gleichen Mechanik, die
              auch in mechanischen Mäusen verwendet wird - nur umgekehrt.
              und damit willst du die nötige Leistung übertragen?
              Wer oder was sollte mich daran hindern?
              Die Reibung.
              Oder besser gesagt der Mangel daran.
              Und warum sollte es an der Reibung mangeln? Als Autoantrieb brauchst Du rauhe Antriebsachsen und/oder
              enormen Anpressdruck, um die wirkenden Kräfte übertragen zu
              können.
              Die Kraft, mit der man die Rollen an die Kugel preßt, muß höchstens so groß sein wie die Gewichtskraft des Fahrzeugs. Wenn man mit geringen Beschleunigungen zufrieden ist, braucht man entsprechend weniger. Daran sollte es also nicht scheitern. Dann aber klemmt die Kugel an der gerade nicht
              genutzten Achse. Wenn sie sich überhaupt noch dreht, dann mit
              hohem Leistungsverlust und enormer Abnutzung.
              Erstens sehe ich keinen Grund, warum man die ungenutzte Antriebsachse an die Kugel pressen sollte, und zweitens sagte ich bereits, dass das die einfachste Antriebsmechanik ist. Anstelle von zwei Walzen auf starren Antriebsachsen könnte man auch viele Räder auf drehbaren Achsen verwenden. Da gibt es dieses Problem nicht.

            • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
              Re^7: Fahren auf Kugeln

              Hi.. Als Autoantrieb brauchst Du rauhe Antriebsachsen und/oder
              enormen Anpressdruck, um die wirkenden Kräfte übertragen zu
              können.
              Die Kraft, mit der man die Rollen an die Kugel preßt, muß
              höchstens so groß sein wie die Gewichtskraft des Fahrzeugs.
              Anders formuliert: Die Reibung zwischen Kugel und Achse muß etwa so hoch sein wie die zwischen Kugel und Straße. D.h. die Kugel schleift an der unbenutzen Achse ständig so stark, als würde sie blockierend über die Straße rutschen. Das macht die notwendig weiche Kugel nicht lange mit. Wenn man mit geringen Beschleunigungen zufrieden ist, braucht
              man entsprechend weniger. Daran sollte es also nicht
              scheitern.
              Die stärkste Beschleunigung in einem Auto tritt nicht beim Gasgeben auf, sondern beim Bremsen. Abstriche bei der Bremsleistung sind aus Sicherheitsgründen unvertretbar. Dann aber klemmt die Kugel an der gerade nicht
              genutzten Achse. Wenn sie sich überhaupt noch dreht, dann mit
              hohem Leistungsverlust und enormer Abnutzung.
              Erstens sehe ich keinen Grund, warum man die ungenutzte
              Antriebsachse an die Kugel pressen sollte,
              Weil man hin und wieder lenken möchte. Auch die Seitenführungskraft in Kurven muß über die zweite Antriebsachse erzeugt werden. und zweitens sagte ich bereits, dass das die einfachste
              Antriebsmechanik ist.
              Anstelle von zwei Walzen auf starren Antriebsachsen könnte man
              auch viele Räder auf drehbaren Achsen verwenden. Da gibt es
              dieses Problem nicht.
              Dafür andere: Wie überträgt man die Antriebskraft auf die drehbar gelagerten Räder? Bei den in dieser Situation auftretenden Winkeln funktioniert ein Kardangelenk nicht mehr. Mit Kegelrädern erzeugt man ein unerwünschtes Moment senkrecht zur Antriebsrichtung.

              Einzige mehr oder weniger sinnvolle Lösung: zwei Elektromotoren und eine Bremse pro Antriebsrad. Immerhin reichen dann drei Antriebsräder. Die erreichbaren Fahrleistungen sind durch die zu bewegenden Massen begrenzt. Ein PKW mit diesem Antrieb wird kaum schneller als 10 km/h fahren können.


              genumi

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^8: Fahren auf Kugeln

              Hi.. Als Autoantrieb brauchst Du rauhe Antriebsachsen und/oder
              enormen Anpressdruck, um die wirkenden Kräfte übertragen zu
              können.
              Die Kraft, mit der man die Rollen an die Kugel preßt, muß
              höchstens so groß sein wie die Gewichtskraft des Fahrzeugs.
              Anders formuliert: Die Reibung zwischen Kugel und Achse muß
              etwa so hoch sein wie die zwischen Kugel und Straße. D.h. die
              Kugel schleift an der unbenutzen Achse ständig so stark, als
              würde sie blockierend über die Straße rutschen. Das macht die
              notwendig weiche Kugel nicht lange mit.
              Nein. Selbst wenn man die unbenutzte Achse mit voller Kraft an die Kugel pressen würde (wozu es keine Veranlassung gibt), würde sie daran nicht reiben als wenn sie blockierend über die Straße rutscht, sondern als wenn sie sich auf der Straße auf der Stelle dreht. Wenn man mit geringen Beschleunigungen zufrieden ist, braucht
              man entsprechend weniger. Daran sollte es also nicht
              scheitern.
              Die stärkste Beschleunigung in einem Auto tritt nicht beim
              Gasgeben auf, sondern beim Bremsen. Abstriche bei der
              Bremsleistung sind aus Sicherheitsgründen unvertretbar.
              Auch hier ist die Reibung zwischen Kugel und Straße der limitierende Faktor. Da gibt es keinen Unterschied zum normalen Rad. Erstens sehe ich keinen Grund, warum man die ungenutzte
              Antriebsachse an die Kugel pressen sollte,
              Weil man hin und wieder lenken möchte. Auch die
              Seitenführungskraft in Kurven muß über die zweite
              Antriebsachse erzeugt werden.
              Dazu ist es nicht erfordelich, die Kugel mit nicht rotierenden Achsen einzuklemmen. und zweitens sagte ich bereits, dass das die einfachste
              Antriebsmechanik ist.
              Anstelle von zwei Walzen auf starren Antriebsachsen könnte man
              auch viele Räder auf drehbaren Achsen verwenden. Da gibt es
              dieses Problem nicht.
              Dafür andere: Wie überträgt man die Antriebskraft auf die
              drehbar gelagerten Räder?
              Mit einem geeigneten Getriebe oder mit einem Elektromotor direkt am Rad. Mit Kegelrädern erzeugt man ein unerwünschtes Moment senkrecht
              zur Antriebsrichtung.
              Daran wird es nicht scheitern. Ein PKW mit diesem Antrieb wird kaum schneller als 10 km/h
              fahren können.
              Für einen elektrischen Rollstuhl würde das reichen.



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