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Re^2: Signale und Systeme
- Faltung
Also, du Fourier-transformierst zwei Funktionen a(t) sowie
b(t) und erhältst A(f) und B(f). Die beiden
Fourier-Transformierten werden multipliziert C(f)=A(f)*B(f).
Das Ergebnis C(f) wird wieder in den Zeitbereich
zurücktransformiert und du erhälst c(t). Dieses c(t) ist die
Faltung von a(t) und b(t). Mit anderen Worten, bei
einer Faltung von zwei Funktionen werden die beiden FT
miteinander multipliziert.
Interessant wäre in diesem Zusammenhang ein Hinweis auf die praktische Bedeutung der Faltung un ihrer Umkehroperation der Entfaltung:
Angenommen man will ein Signal mit einer Meßanordnung messen, die einen systematischen Feher (z.B. infolge thermischer Trägheiten) hat, den man nicht eliminieren kann und der dazu führt, daß das Ausgangssignal aus Anteilen des Eingangssignals zusamengesetzt ist, welche zu verschiedenen Zeiten aufgenommen wurden. In deisem Fall spricht man davon, daß das Ausgangssignal der Meßanordnung verschmiert ist, weil der Fehler mit dem Verschmieren eins frisch gemalten Aqarells verglichen werden kann. Da das Ausgangssignal aus mathematischer Sicht einer Faltung des Eingagngssignals mit einer Gerätefunktion entspricht, kann man das Eingangssígnal zurückzurechnen, indem man das Ausgangssignal mit der Gerätefunktion entfaltet (Entschmierung).
Da ein Meßsignal keine kontinuierliche Funktion ist (wie sie für eine Fourier-Transformation benötigt wird), sondern aus diskreten Werten besteht, arbeitet man gern mit der FFT oder noch lieber mit der Z-Transformation. Letztere hat den Vorteil, daß man Faltung und Entfaltung analytisch lösen kann und numerische Transformation und Retransformation entfallen.