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Re: Auswertung von Experimenten
Ich bin Schüler der 12. Klasse und
versuche mich gerade an einer besonderen
Lernleistung, die mit in mein Abitur
eingeht. Dazu beschäftige ich mich mit
Lasern und habe Experimente gemacht. Jetzt
soll ich eine Arbeit darüber schreiben.
Nun weiß ich aber nicht genau wie man ein
Experiment wissenschaftlich exakt
auswertet. Ich hoffe sie können mir helfen
und mir sagen was zu einer solchen
Auswertung unbedingt gehören muß.
Dazu kann ich Dir sagen, dass die Meinungen
darueber sehr unterschiedlich sein koennen.
Ich nehme mal an, dass Du keine 100 Seiten
pinseln moechtest, also gebe ich Dir eine
Fassung, die mir kurz genug erscheint. Aber,
wie gesagt, andere Leute koennten da andere
Meinungen vertreten (du wirst es also
niemals allen Recht machen koennen und
musst daher eine Variante finden, die die
meisten tolerieren und Dir zusagt):
1. Grundlagen:
Hier schreibst Du so kurz wie moeglich rein,
was Du ueber Laser gelernt hast (in Deinem
Fall denke ich, dass Du da etwas ueber die
Funktionsweise erlaeuterst). Dieses Kapitel
sollte darueber abschliessen, was Du mit
Deinem Experiment bezweckst. Schreibe also
nicht soviel wie moeglich ueber Laser und
deren Funktionsweisen, sondern gehe vom
Allgemeinen aus und konzentriere Deine
Ausfuehrungen auf Dein Ziel. Am Ende
formuliere, was die Aufgabe des Experimentes
sein soll, welche Fragen beantwortet werden
sollen und (vielleicht auch) was Du an
Ergebnissen erwartest.
2. Durchfuehrung des Experimentes
Hier sollte erklaert werden, was Du an
Experimenten getan hast (meinetwegen, Du hast immer wieder die Temperatur Deines
Augapfels gemessen, den Du eine Stunde lang
mit dem Laser beleuchtet hast ;-).
Ich meine, hier sollte drin stehen, was Du
gemessen hast, mit welchen Geraeten und was
fuer Werte dabei herauskamen. Sollten das
Dutzende von Seiten Tabelle werden, bedenke,
dass niemand bereit ist eine solch lange
Tabelle zu lesen. Wenn Du es dennoch fuer
notwendig erachtest, alle Daten anzugeben,
dann liste sie in einem Anhang auf.
3. Auswertung des Versuches
Zunaechst, stelle die Daten in einer "an-
sprechenden" Art und Weise dar (i.a. durch
Diagramme). Wichtig dabei, Diagramme sollten
eindeutig beschriftet werden. Wichtig ist
auch gib zu jeder physikalischen Groesse
die richtige Einheit an (bei Lasern koennte
z.B. die Wellenlaenge eine Rolle spielen,
die wird gewoehnlich in nm (Nanometer) an-
gegeben.
Was siehst Du anhand der Daten? Stimmen
die Daten mit den Erwartungen ueberein?
Kann man die Fragen, die zu Beginn gestellt
wurden anhand der Daten beantworten? Wenn
nicht, sprich ueber moegliche Gruende.
Ich hoffe, das hilft als Ansporn.
Es ist sicher keine Schande, mit einem
Gliederungsvorschlag zum Lehrer zu gehen
und mit ihm zu klaeren, ob ihn diese
Gliederung genehm ist. Wenn er etwas anders
haben will, lass Dir auch begruenden,
warum.
Gruesse
MEB