Diskussion über Feynmans Buch 'Seltsame Theorie...

Von: , Frage gestellt am Mi, 6. Jan 2010

Hallo,
ich habe das Buch von Feynman gelesen und mir sind ein paar Fragen dazu eingefallen:
Die erste ist, wie der Reflexionsgrad nach der QED berechnet wird.
Man nimmt einfach die Wahrscheinlichkeit für eine Kollision mit einem Elektron im Material. Davon werden 50% transmittiert und 50% reflektiert und transmittiert werden auch die Photonen, die zu keiner Kollision kommen, also dann noch plus die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis "keine Kollision", bei vernachlässigbarer Absorbtion.
Dazu ist dann die genaue Elektronenstruktur nötig und die bekommt man dann über die Schrödingergleichung etc. und dann kann man den Reflexionsgrad theoretisch für jedes Material herleiten.
Wurde das nach der Methode schon für einfache Moleküle oder Atomverbände gemacht?
Es reicht also nicht aus, nur nach der Brechzahl und der Lichtgeschwindigkeit im Material zu schauen, um eine Aussage über den Reflexionsgrad zu treffen, da man dann nicht die Photonen berücksichtigt, die keine Kollision ausführen.
Anders als bei mechanischen Wellen, wo man nur die Ausbreitungsgeschwindigkeit der Welle im Material vergleichen muss (Wahrscheinlich, weil hier die Möglichkeit, dass das Trägermedium nicht mit dem Material kollidiert, fehlt).

Des weiteren gäbe es einen, wie er schreibt, eleganten Zusammenhang zwischen Polarisation der Teilchen und Relativität in der QED.
Kann sich jemand da drunter etwas vorstellen, was Feynman damit gemeint haben könnte?

Wird bei der Berechnung der Wahrscheinlichkeitsamplituden für die Kopplung auch die Gravitation berücksichtigt? Zum Beispiel in der GUT, wo die Elementarteilchen doch recht schwer sind. Wird da die Gravitationskraft, die sie aufeinander ausüben auch bei der Kopplungskonstante berücksichtigt?
Wird ebenfalls die Raumzeit berücksichtigt, weil er die Formeln im vierdimensionalen Raum aufstellt?

Die letzte Frage ist eher etwas philosophisch:
Wird oder wurde die Möglichkeit mal von den Wissenschaftlern diskutiert, dass wir bereits am Ende der theoretischen Physik sind?
Dass es einfach nicht geht, die GUT mit der ART zu vereinigen?
Die Raumzeit ist einfach da und in dieser haben dann die Teilchen ihren Spielraum.
Wenn wir am Ende der Theoretischen Physik seien sollten, dann müssten die GUT und ART soweit doch widerspruchsfrei sein.
Oder gibts da noch Probleme bei GUT oder ART?
Oder mal anders gefragt, obwohl man so viel mehr was gegen Graviton etc liest als dafür, was lässt uns glauben, dass die GUT und ART zusammengehören, außer dass sich die anderen Theorien zur GUT haben vereinigen lassen?
Gibt es Schnittmengen zwischen ART und GUT, die jeweils das gleiche Phänomen beschreiben und man deshalb glaubt, auch den jeweiligen Rest der anderen Theorie damit ausdrücken zu könnnen?

Vielen Dank für eine erleuchtende Diskussion
Tim

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