Maple oder Mathematica

Von: , Frage gestellt am Mo, 20. Dez 1999

bis jetzt arbeite ich mit Maple und komme auch solala damit zurecht. Aber ist Mathematica vielleicht besser? Wer hat Erfahrungen?

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Maple oder Mathematica

    sind beide sehr gut und konkurrenzprodukte. die leistungefähigkeit ist je nach gebiet bei beiden ähnlich; mathematika ist meist bei fortgeschrittenen usern beliebt, aber der syntax ist etwas mühsamer (finde halt ich) zu lernen.
    wenn du simulationen ´fahren´ möchtest ist zB matlab sehr gut, aber analytisch kommt es an die beiden anderen nicht heran...

    grüße
    dieter bis jetzt arbeite ich mit Maple und komme
    auch solala damit zurecht. Aber ist
    Mathematica vielleicht besser? Wer hat
    Erfahrungen?

  2. Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
    Re: Maple oder Mathematica

    bis jetzt arbeite ich mit Maple und komme
    auch solala damit zurecht. Aber ist
    Mathematica vielleicht besser? Wer hat
    Erfahrungen?
    Hallo,
    ich habe ein Jahr lang Mathematica benutzt,
    und es hat mich fast in den Wahnsinn getrieben. Kann sein, dass die bugs mit der Implementierung unter UNIX zu tun haben, aber ich habe eben nach diesem einen Jahr beschlossen, NICHTS mehr zu benutzen, in das ich keinen Einblick habe, und nur noch selber zu programmieren (was ich in fortran77 tue). Seit ich das mache, brauche ich mich nicht mehr "uber undurchsichtiges Verhalten und bugs zu "argern, und brauche (dank NUMERICAL RECIPES) auch nicht wesentlich l"anger. Ausserdem kann ich mich auf die Ergebnisse verlassen. Maple l"auft meines Wissens auch nicht wesentlich stabiler. Also, wenn ich Dir einen Rat geben darf - mach's selber, und programmiere immer in einer stabilen Sprache. Graphische Benutzeroberfl"achen sind so sinnlos wie dem Papst sein Sack.

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Maple oder Mathematica

      Kann sein, dass die bugs mit
      der Implementierung unter UNIX zu tun
      haben, aber ich habe eben nach diesem
      einen Jahr beschlossen, NICHTS mehr zu
      benutzen, in das ich keinen Einblick
      habe, und nur noch selber zu
      programmieren (was ich in fortran77 tue).
      Seit ich das mache, brauche ich mich
      nicht mehr "uber undurchsichtiges
      Verhalten und bugs zu "argern, und
      brauche (dank NUMERICAL RECIPES) auch
      nicht wesentlich l"anger. Ausserdem kann
      ich mich auf die Ergebnisse verlassen.
      Maple l"auft meines Wissens auch nicht
      wesentlich stabiler. Also, wenn ich Dir
      einen Rat geben darf - mach's selber, und
      programmiere immer in einer stabilen
      Sprache. Graphische Benutzeroberfl"achen
      sind so sinnlos wie dem Papst sein Sack.
      Das ist ja ein schoener Spruch. Aber Mathematica kommt ganz ohne grafische Oberflaeche aus. Auch unter Unix. Ausserdem ist es sehr viel einfacher zu programmieren, als Fortran. Numerik- oder sonstige Bibliotheken hin oder her.

      Ausserdem muss man nicht alles selbst programmieren, da eben schon sehr viele Dinge die einem als Mathe-Anwender begegnen (ODE, Fourier- und sonstige Transformationen, Integration etc.) bereits implementiert sind.

      Ich habe Mathematica den Vorzug gegeben, nachdem ich mit Maple auch so meine Probleme hatte.

      Matlab ist fuer numerische Loesungen insbesondere dank Simulink sehr gut. Allerdings fehlt mir da etwas die Maechtigkeit eines Algebra-Systems.

      Gruss

      Jens

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Maple oder Mathematica

        Ausserdem ist es sehr viel einfacher zu
        programmieren, als Fortran. Numerik- oder
        sonstige Bibliotheken hin oder her.

        Das wage ich ja stark zu bezweifeln. Ausserdem muss man nicht alles selbst
        programmieren, da eben schon sehr viele
        Dinge die einem als Mathe-Anwender
        begegnen (ODE, Fourier- und sonstige
        Transformationen, Integration etc.)
        bereits implementiert sind.
        Ja, aber genau das kann einem unheimlich Probleme bereiten, wenn man n"amlich nicht genau durchschaut, was da passiert. Wenn Du selber programmierst, kannst Du Dir z.B. "uberlegen, ob die Funktion, die Du gerne integrieren m"ochtest, glatt ist, und wie sie sich an den Integrationsgrenzen verh"alt, und dann kannst Du entscheiden, welchen Integrator Du benutzt, und wie Du die Schrittweitensteuerung machst. Das kannst Du nicht, wenn Du einfach ''Integrate[...,{x,x1,x2}]'' sagst, und dann brauchst Du Dich auch nicht zu wundern, wenn da Mist rauskommt. Ich finde es halt prinzipiell gef"ahrlich, Programme zu benutzen, die man nicht selbst geschrieben hat, oder zumindest durchschaut, weil man sich dann eben auf die Richtigkeit nicht verlassen kann. Und da gerade f"ur numerische Probleme jede Menge Bibliotheken existieren (und zug"anglich sind, so dass man die Routinen verstehen kann), kann man sich versteckte Fussangeln ja ersparen.

        • Antwort von nach einem Tag hilfreich
          Re^4: Maple oder Mathematica

          Ausserdem ist es sehr viel einfacher zu
          programmieren, als Fortran. Numerik- oder
          sonstige Bibliotheken hin oder her.

          Das wage ich ja stark zu bezweifeln.
          Das mag ja noch angehen, wenn man selbst wirklich Programme schreiben muss/soll. OK (man ist vielleicht Fprtran oder C gewohnt) Wenn Du selber programmierst, kannst Du
          Dir z.B. "uberlegen, ob die Funktion, die
          Du gerne integrieren m"ochtest, glatt
          ist, und wie sie sich an den
          Integrationsgrenzen verh"alt, und dann
          kannst Du entscheiden, welchen Integrator
          Du benutzt, und wie Du die
          Schrittweitensteuerung machst.
          Genau! Man muss die Mathematik schon genau kennen, bevor man mit Tools wie Mathematica oder Maple rummacht. Das kannst
          Du nicht, wenn Du einfach
          ''Integrate[...,{x,x1,x2}]'' sagst, und
          dann brauchst Du Dich auch nicht zu
          wundern, wenn da Mist rauskommt.
          Noe. Aber Du kennst Die Anleitung zu Mathematica? Da gibt es unglaublich viele Optionen zu solch fundamentalen Dingen wie Integrate ... dutzende von Algorithmen, Schrittweitensteuerung etc. ... Ich finde es halt prinzipiell gef"ahrlich,
          Programme zu benutzen, die man nicht
          selbst geschrieben hat, oder zumindest
          durchschaut, weil man sich dann eben auf
          die Richtigkeit nicht verlassen kann.
          Plausibilitaets-Kontrolle des Ergebnisses ist natuerlich Pflicht. Da sollte man sich nie blind drauf verlassen. Man kann auch einen fertigen Algorithmus "aus der Tuete" falsch implementieren. Und da gerade f"ur numerische Probleme jede
          Menge Bibliotheken existieren (und
          zug"anglich sind, so dass man die
          Routinen verstehen kann), kann man sich
          versteckte Fussangeln ja ersparen.
          Ja, numerik-Bibliotheken gibts wirklich in Huelle und Fuelle. Aber wenn man das ganze algebraisch loesen moechte (weil es z.B. numerisch gar nicht geht), dann ist Mathematica wirklich ein sehr maechtiges Werkzeug. Selbst programmieren moechte ich das nicht.

          Aber im Prinzip bin ich aber Deiner Meinung. Man sollte nachvollziehen koennen, was warum abgeht in einem solchen Programm.

          Gruss

          Jens

          • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
            Re^5: Maple oder Mathematica

            Mathematica oder Fortran (von mir aus auch
            C), diese Entscheidung faellt jeder fuer
            sich. Ich denke, numerische Programme zur
            Loesung ganz spezieller Aufgaben sind unter
            Mathematica schon deshalb nicht praktisch,
            weil sie um Klassen langsamer sein duerften
            als kompilierte F77 oder C-Routinen. Man
            kann aber Mathematica zu Hilfe nehmen, um
            die Funktionsfaehigkeit einzelner Routinen
            zu ueberpruefen. Wobei Mathematica wirklich
            hilfreich sein kann, ist die Kontrolle
            algebraischer Rechnungen. Was den Verlass
            auf die Ergebnisse angeht, ich wuerde sogar
            die Ergebnisse der eigenen Routinen
            anzweifeln, schliesslich haben
            Computerprogramme die Angewohnheit "buggy"
            zu sein. Ein leibhaftiger Numeriker sagte
            mal so passend: "Numerik ist Experimental-
            Physik". Im ersten Moment war man der Ver-
            fuehrung nahe, diesen Menschen fehlenden
            Verstand vorzuwerfen, doch wenig spaeter,
            waehrend man seinen Ausfuehrungen lauschte,
            musste man ihm eingestehen, dass er Recht
            hatte. Bei jedem Numerik-Ergebnis kommt man
            nicht darum herum, eine plausible
            Interpretation fuer jedes erstaunliche
            Detail im Ergebnis zu finden.
            Moeglicherweise liegt es doch nur am
            divergenten Verhalten des diskretisierten
            Differentialgleichungssystems, an der
            ungeeigneten Wahl der Stuetzpunkte etc. etc.
            Ergebnisse, ob F77 oder Mathematica,
            benoetigen immer ihre Beachtung, beide
            auf ihre eigene Weise.

            MEB

    • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
      Re^2: Maple oder Mathematica

      Also, wenn ich Dir
      einen Rat geben darf - mach's selber, und
      programmiere immer in einer stabilen
      Sprache. Graphische Benutzeroberfl"achen
      sind so sinnlos wie dem Papst sein Sack.
      Autsch!
      Der Frust saß tief, was...?

      MEB

      • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
        Re^3: Maple oder Mathematica

        Autsch!
        Der Frust saß tief, was...?

        MEB
        Tach, MEB!

        Ja, allerdings! Mathematica ist Teufelszeug, eigens dazu erfunden, Leute in den Irrsinn zu treiben!!!

        • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
          Re^4: Maple oder Mathematica

          Ja, allerdings! Mathematica ist
          Teufelszeug, eigens dazu erfunden, Leute
          in den Irrsinn zu treiben!!!
          Vielleicht sind Knoblauch und Holzpflock
          hilfreich, vielleicht auch ein Exorzist
          oder ein erhobenes Kruzifix mit lautem
          Getoene: "Wwwwweiche, Du geformelte Brut
          des Satans!!!"

          MEB



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