Aus Brunnenwasser soll der Gehalt an freiem CO 2 mittels der Basenkapazität bestimmt werden. Wenn man aber das Wasser vorsichtig in einen 10 Liter Eimer laufen läßt, dann perlt das Wasser so stark (Kleine Gasbläschen)das man fast nicht bis zum Boden schauen kann. Wenn uns aber schon vorher ein Teil des CO 2 entweicht dann wird das Ergebnis nicht das genaueste sein. Wer weiss wie man eine Optimale Probennahme durchführt.
Zur Probennahme aus Gewässern verwendet man proffessioneller Weise Röhrchen (oben und unten offen), die senkrecht ins Wasser eingelassen werden. Im Wasser wird das Röhrchen durch zwei Klappen verschlossen, die von der Seite her vor die Öffnungen geschoben werden. Mit etwas Geschick kann man sich sowas basteln.
Hi Rainer
die Lösung unten ist sicher professioneller, aber es geht auch mit grossen Platikflaschen mit Schnappdeckel (Spülmittel). Bestreich den Rand mit etwas Vaseline zum Abdichten, tauch die Flasche ein und schliesse sie unter Wasser.
Dann analysier mal schön
Rainer
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Zusatzfrage !!
Das sind ja alles gute Tips. Nur was mache eich wenn ich die Probe dann zum analysieren in ein Erlenmeyerkolben gebe. Dann geht mir das CO 2 auch flöten. Gibt es kein Fixierungsmittel für das CO 2 ?
Du hast grundsätzlich ein Problem, wenn das Wasser mit der Außenluft in Berührung kommt. Auch ohne sichbare Gasblasen werden Gase zwischen Umgebungsluft und Wasser ausgetauscht, bis die Partaldrücke gleich sind. Dann gibt’s da noch ein Problem: Wenn in dem Wasser Lebewesen sind (da sind sicher Unmengen Bakterien drin), betreiben diese Stoffwechsel und den in Abhängigkeit der Temperatur. Im Brunnen hat sich da ein Fließgleichgewicht eingestellt, was in deinem Proberöhrchen nicht mehr der Fall ist. Da arbeitet die Zeit gegen dich. Du mußt also SCHNELL arbeiten, wenn du eine möglichst genaue Analyse haben willst. Der Profi würde das Probengefäß ohne zu öffnen in einen Gaschromatograph stecken. Sowas hast du sicher nicht, als mußt du schonmal mit Verlusten rechnen. Die kannst du gering halten, indem du zügig arbeitest und vor allem das Wasser nicht an der Luft schüttelst oder rührst. Vielleicht kannst du als Probengefäß ja gleich einen Erlenmeyerkolben oder ein Meßkolben nehmen.
Frohes Messen !
Jochen
PS: Wer viel mißt mißt viel Mist !
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Kannst Du Deine Probe stark alkalisch machen und das CO2 so z.B. als relativ stabiles Na2CO3 binden ?
Achtung, „ältere“ Natronlauge enthält fast immer einiges an CO2, Blindwert mitlaufen lassen !
Zusatzfrage 2 !!
Wenn ich die Probe aber stark alk. stelle, dann stimmt doch der Verbrauch an Natronlauge (Titration) für die Bestimmung der Basenkapazität nicht mehr. Den Gehalt an freier CO 2 erechnet sich aus der Basenkapazität (mol/m3 *44=mg/l CO2).
Je nach Bestimmungsmethode. Die Probe wird bei der Analytik mit Perchlorsäure angesäuert, das frei werdende CO2 quantitativ in eine bekannte Menge Natronlauge überführt und anschließend rücktitriert.