Was ist der Unterschied ?
Von: , Frage gestellt am Di, 4. Apr 2000
Wer weiß den Unterschied zwischen einem Chemielaboranten und einem Chemisch-technischen Assistenten?
Wer weiß den Unterschied zwischen einem Chemielaboranten und einem Chemisch-technischen Assistenten?
Wer weiß den Unterschied zwischen einem
Chemielaboranten und einem
Chemisch-technischen Assistenten?
Ein Chemielaborant hat eine schlechtere Qualifikation als ein Chemisch-Technischer Assistent (CTA).
Chemielaboranten arbeiten oft unter Aufsicht und auf Anweisung anderer Wissenschaftler. CTAs arbeiten mehr selbstständig und nehmen sozusagen den Chemiekern die Kleinarbeit wie Versuchsaufbau, -durchführung, und -auswertung ab. Zu ihrer Aufgaben gehört auch die Bedienung von technischen Geräten sowie deren Reinigung.
Soweit ich weiss, kann man die Ausbildung zum Chemielaboranten in einem Labor machen, während für die CTA-Ausbildung eine Schule (also mit viel Theorie und daraus resultierendem Hintergrundwissen) erforderlich ist.
Was mir allerdings schleierhaft ist: 1997/98 dauerte die Ausbildung zum Chemielaboranten 3,5 Jahre, zum CTA aber nur 2-3 Jahre (je nach Qualifikation). Vielleicht dauert es länger, im Labor das nötige Wissen zu vermitteln.
mfg
Martin
also ich als cta kann sagen, dass ich als ich zum arbeiten angefangen hab mir von den laboranten erst mal einen rotationsverdampfer hab erklären lassen müssen (soviel zur qualifikation). bei uns in der firma (forschung) verdienen beide das gleiche geld und haben die gleichen aufstiegschancen. betriebe OHNE eigene ausbildung nehmen evtl. lieber ctas, weil da bekannt ist, was die alles können sollten.
die ausbildungsdauer bei laboranten ist länger, weil die ja nur 1-2 tage in der woche schule haben und den rest in der firma eingesetzt werden (und dabei dinge lernen, die ein cta in der schule niemals mitkriegt). dass sich einige ctas für was besseres halten liegt vor allem darin, dass es sich die eltern leisten können, ein paar hunderter im monat für die schule auszugeben.
cu, wolfgang
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also ich als cta kann sagen, dass ich als
ich zum arbeiten angefangen hab mir von
den laboranten erst mal einen
rotationsverdampfer hab erklären lassen
müssen (soviel zur qualifikation). bei
uns in der firma (forschung) verdienen
beide das gleiche geld und haben die
gleichen aufstiegschancen. betriebe OHNE
eigene ausbildung nehmen evtl. lieber
ctas, weil da bekannt ist, was die alles
können sollten.
die ausbildungsdauer bei laboranten ist
länger, weil die ja nur 1-2 tage in der
woche schule haben und den rest in der
firma eingesetzt werden (und dabei dinge
lernen, die ein cta in der schule niemals
mitkriegt). dass sich einige ctas für was
besseres halten liegt vor allem darin,
dass es sich die eltern leisten können,
ein paar hunderter im monat für die
schule auszugeben.
cu, wolfgang
Ich als angehender BTA habe schon einen Rotationsdestillator gesehen, und werde ihn ab dem nächsten Semester wohl auch benutzen.
Ich denke mal, dass TAs mehr Hintergrundwissen haben als Laboranten, was auch vorteilhaft ist.
Zudem wurde mir immer gesagt, dass TAs besser qualifiziert sind. Natürlich darf man dabei nicht den Fehler machen, TAs und Laboranten nur auf dem Gebiet der Praxis zu vergleichen. Das wäre so, als würden ein Chemiker und ein Wirtschaftsstudent eine Doktorarbeit über das deutsche Wirtschaftssystem schreiben.
mfg
Martin
hallo martin,
also bei uns in der firma durchlaufen azubis abteilungen von analytik (hplc, nmr, ir, aas, icp, potenziomtrie, gc-ms...) biologie (gentechnisches arbeiten, fermentieren, radioakive markierungen...) organische chemie (von veresterungen bis racemattrennung kann da alles dabei sein, selbstverständlich alles mit zugehöriger auswertung bsp: nmr-spektren), anorganische chemie (hauptsächlich oxidative katalyse z.b. abgasreinigung), physik (z.b. theorie und qualitätskontrolle von flüssigkristallen) mechanische werkstatt, glasbläser.
ich habe in meiner ausbildung einmal in einen gaschromatographen was eingespritzt und die peaks mit lineal vermessen. meine bio-ausbildung beschränkte sich auf drehwinkelbestimmung von zuckerlösungen und aminosäurebestimmung mittels selbstgefertigten dc-platten und sowas. klar, dass ich somit das prinzip weiss aber was hilft mir das bei einer auswetung über hplc?
zusäzlich bekommen unsere azubi 1-2 mal pro woche unterricht über die theorie ihrer tätigkeiten.
dass sich ein ausgebildeter azubi bei develey in der ketchup-analyse (also was ganz anderes) schwerer tut als ein cta kann ich mir nicht vorstellen.
aber was anderes: gibt es überhaupt eine vergleichbare azubi-ausbildung für btas? falls das dann auch chemie-azubis wären, ja dann kann ich mir schon vorstellen, dass eine reine bta-ausbildung um einiges besser ist.
viel spass und erfolg bei deiner ausbildung wünscht
wolfgang
außerdem
Ich als angehender BTA habe schon einen
Rotationsdestillator gesehen, und werde
ihn ab dem nächsten Semester wohl auch
benutzen.
Ich denke mal, dass TAs mehr
Hintergrundwissen haben als Laboranten,
was auch vorteilhaft ist.
Zudem wurde mir immer gesagt, dass TAs
besser qualifiziert sind. Natürlich darf
man dabei nicht den Fehler machen, TAs
und Laboranten nur auf dem Gebiet der
Praxis zu vergleichen. Das wäre so, als
würden ein Chemiker und ein
Wirtschaftsstudent eine Doktorarbeit über
das deutsche Wirtschaftssystem schreiben.
mfg
Martin
Wer weiß den Unterschied zwischen einem
Chemielaboranten und einem
Chemisch-technischen Assistenten?
Aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen, daß letztendlich beide die gleiche Arbeit leisten, CTAs aber besser bezahlt werden. CTAs, die frisch von der Schule kommen haben allerdings meist nicht so viel Erfahrung wie Laboranten, die schon Routine im Laboralltag haben.
Britta
Wer weiß den Unterschied zwischen einem
Chemielaboranten und einem
Chemisch-technischen Assistenten?
Chemielaborant:
Ausbildungsberuf, 3,5 Jahre Ausbildungszeit, kann auf 3 Jahre verkürzt werden (ist inzwischen der Normalfall).
CTA:
Ausbildung in einer Schule. Ausbildungsdauer 2 Jahre.
Laboranten haben üblicherweise 2 Tage/Woche Unterricht an einer Berufsschule, der Rest wird im anstellenden Bertieb verbraucht.
Das Berufsbild (bzw. der Berufsalltag) sieht mehr oder weniger gleich aus, auch wenn sich die meisten CTA als was besseres fühlen (und meistens auch mehr verdienen). In der Industrie werden CTA nicht so häufig eingestellt, weil siehe oben (gleiche Leistung für mehr Geld). Außerdem bilden viele Betriebe ihren Bedarf an Laborkräften selber aus (Laboranten!).
Gandalf
hi,
neben den bereits gelisteten unterschieden, bzw. gleichheiten ist mir im SIS des arbeitsamtes etwas aufgefallen:
die suche nach chemielaboranten liefert iA. ausschreibungen folgender art:
gesucht wird Chemielaborant/in / CTA
die suche nach CTAs liefert aber:
gesucht wird Chemotechniker/in / CTA
...
(wie gesagt - ist nicht meine meinung, sondern die von den arbeitgebern...)
CU, DiJey