Ratgeber zu Männer und Frauen getrennt im Sport

Von: (abgemeldet) , Frage gestellt am Mo, 11. Apr 2005
Hallo,

Jeder würde zustimmen: Natürlich muß man Männer und Frauen getrennt antreten lassen, denn sonst wäre es unfair. Und das betrifft jeden Sport.

Es betrifft auch einen relativ unbekannten Sport, den ich gestern im Fernsehen sah. Auch da müßte man Männer und Frauen trennen, da es unfair zu sein scheint.

Aber nicht unfair gegenüber den Frauen, sondern gegenüber den Männern!

Es ging um eine 137-Meilen-Laufstrecke durch das Death Valley (55 Grad im Sommer), die ca. 30 Stunden dauert.

Dreimal hintereinander wurde das Rennen von einer Frau gewonnen (diesmal überraschenderweise nicht). Die beiden letzten Male waren die ersten Plätze überhaupt nur von Frauen belegt. Erst dieses letzte Mal sieht es anders aus.

Interessant vor allem die Liste derer, die es nicht bis ins Ziel geschafft haben (DNF): Darunter ist so gut wie kein Frauenname, seit dem ersten dieser Rennen.

Offensichtlich muß es etwas geben, das Frauen fundamental von Männern unterscheidet, wenn es um Willenskraft geht.

Es scheint einen point of no return zu geben, wo Aufgeben keine Option mehr ist. Wenn ein Mann nicht um sein Leben rennt, dann hat er diese Option - und gibt auf. Nicht so bei Frauen?

Interessant auch die Antworten der Sportler. Frage (was für eine blöde Frage): "Wie lange hätten sie das noch geschafft?" Männlicher Sportler grübelt... Frau: "Bis ans Ziel."

Es drängt sich die Erklärung auf, daß es bei Frauen ein "Programm" gibt, das bei Erschöpfung und Schmerz zu 100%er Determination bis zum Wahnsinn führt. Wie bei dem Wunsch nach einer Droge. Das Ziel ist so übergroß, daß es nur diesen einen Weg gibt. Das ergibt auch Sinn: Ansonsten würde eine Gebärende einfach ohnmächtig werden. Und es gibt Geburten, die mehrere Tage dauern. Eine Frau muß fähig sein, ohne jegliche Hilfe ein Kind zu gebären. Aufgeben ist keine Option.

Stimmt das nun oder ist das eine Wald-und-Wiesen-Erklärung? Gibt es eine derartige Sustanz im Gehirn?

Die Ergebnisliste findet man hier:

http://www.badwaterultra.com/results.html

Gruß
dataf0x

20 Antworten zu dieser Frage

      • Antwort von (abgemeldet) nach 2 Tagen 0 hilfreich
        Motivation
        ...und frage mich, warum laufen solcherlei
        für-sich-selber-tuer überhaupt zusammen mit anderen?
        mein vorurteil ist, dass man sich dabei dann mehr auf die
        anderen konzentriert, der flow sich dank ablenkung nur mässig
        einstellt etc.
        also, nochmal, warum?
        Hallo Stefan,

        Dein Vorurteil ist nicht ganz falsch. Man muss es wirklich trainieren, für sich selber zu laufen und weniger auf die anderen zu achten. Die Motivation, an einem Marathon teilzunehmen, kommt wohl bei den Für-sich-selber-Läufern daher, irgendwie ein Symbol für den eigenen Erfolg haben zu wollen. Ich bin z.B. sehr stolz meine Marathonmedialle. Die zeige ich nicht rum, nein, die hängt auch nicht an der Wand - aber ich schau sie mir manchmal an. Ich war nämlich total stolz, diese blöden 42 km ohne Blessuren überstanden zu haben. Das hat mit "Ich hab diese Leistung geschafft" zu tun, nicht mit "ich war schneller als andere".

        Ankommen. Nicht auf die Uhr gucken. Das ist immer meine Devise. Wenn im Bekannten/Kollegenkreis jemand von meinem Hobby erfährt, sind die Reaktionen bezeichnend: Frauen sagen, dass sie das bewundern. Männer fragen fast immer sofort nach meiner besten Finish-Zeit und merken dann an, dass sie jemanden kennen, der schneller war als ich. Zudem wird von den Herrn der Schöpfung (egal, ob sie selber Sport treiben oder nicht) meist eine Diskussion über das "richtige" Equipment begonnen - Ich finde, das spricht Bände!

        Viele Grüsse
        Anna


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