Was haltet Ihr von einem Therapeuten

Hi,

selbst bin ich eher vorsichtig, wenn es darum geht, was über andere gesagt wird. Schließlich habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, daß manche Menschen meinten, ich sei ihnen ganz anders beschrieben worden als ich tatsächlich nun sei.

Dennoch… Was haltet Ihr von einem Therapeuten, dem man eine halbe Stunde konzentriert eine Problemgeschichte erzählt und dessen Antwort zu diesem Mann ist, daß es gut so ist, daß der Kontakt nicht mehr besteht und daß dieser ein Narzißchen sei? Was haltet Ihr weiter von solch einem Therapeuten, wenn dieser in einer darauffolgenden Stunde auf die drängende Frage, was die eigenen Anteile sind, was man selbst zu dem Geschehen beigetragen habe und wie man andere Leute anzieht, daß er diese Frage nicht beantworten könne, da er ja nicht dabei gewesen sei. Hm. Das war für mich die neueste Erkenntnis: ein Therapeut kann nur dann helfen, wenn er bei dem Problemsituationen vorher mit dabei war. :smile:) Desweiteren wird dieser Therapeut bei den Leuten als jener welcher gehandelt, dessen Lieblingsthema das Wetter ist. Z.B. wird dann über das Hochwasser in Dresden oder die ideale Teppichreinigung gesprochen. Er meinte mehrfach, er würde gerne provozieren. Doch was wenn man nicht merkt, daß und wann er „nur“ provozieren will bzw. wann er etwas ernst meint?

Natürlich kann nicht zu jedem die Chemie stimmen. Was tun, wenn es zu einem Therapeuten in einer Reha eine scheinbar einhellige Meinung der Patienten gibt: nett zum Quatschen, doch Probleme sollte man keine bei ihm haben, sonst kann man’s vergessen?

Ciao,
Romana

Eigentlich sollte man doch nur nach seinen eigenen Erfahrungen gehen.

Wenn man dann feststellt, daß man mit einem Therapeuten nicht zusammen passt, sollte man sich überlegen, was man innerhalb der Therapie für Erwartungen an den Therapeuten stellt und ob er alle diesen gerecht zu werden hat. Falls die eigenen Erwartungen nicht einfach falsch sind und man dennoch nicht mit dem Therapeuten überein kommt, sollte man sich einen anderen Therapeuten suchen.

Ich denke auch in dieser „Branche“ gibt es wie überall Leute, die ihr Handwerk mal mehr und mal weniger verstehen aber auch einfach andere Einstellungen und Verfahren haben, wie sie therapieren.

Da hat man als „Klient“ ja das gute Recht jederzeit zu wechseln…

Hi,

Wenn es wirklich so ist, wie Du es beschreibst, brauch der Gute
selber eine Therapie und zwar zügig.
Ansonsten halte ich gar nichts für unmöglich, aber unnötig.
Also verlangt man am besten einen anderen Therapeuten und
dabei ist es völlig Wurscht, ob es nur Dein subjektives
Empfinden oder wahrhaftig so ist. Seine Seele, Probleme etc.
legt man nur jemanden dar, dem man auch aus seiner „Seele“ heraus vertraut. Ein ständiges Sichhinterfragen macht eine
konstruktive Therapie unmöglich.

Ganz herzliche Grüße
d.

selbst bin ich eher vorsichtig, wenn es darum geht, was über
andere gesagt wird. Schließlich habe ich auch schon die
Erfahrung gemacht, daß manche Menschen meinten, ich sei ihnen
ganz anders beschrieben worden als ich tatsächlich nun sei.

Dennoch… Was haltet Ihr von einem Therapeuten, dem man eine
halbe Stunde konzentriert eine Problemgeschichte erzählt und
dessen Antwort zu diesem Mann ist, daß es gut so ist, daß der
Kontakt nicht mehr besteht und daß dieser ein Narzißchen sei?
Was haltet Ihr weiter von solch einem Therapeuten, wenn dieser
in einer darauffolgenden Stunde auf die drängende Frage, was
die eigenen Anteile sind, was man selbst zu dem Geschehen
beigetragen habe und wie man andere Leute anzieht, daß er
diese Frage nicht beantworten könne, da er ja nicht dabei
gewesen sei. Hm. Das war für mich die neueste Erkenntnis: ein
Therapeut kann nur dann helfen, wenn er bei dem
Problemsituationen vorher mit dabei war. :smile:) Desweiteren wird
dieser Therapeut bei den Leuten als jener welcher gehandelt,
dessen Lieblingsthema das Wetter ist. Z.B. wird dann über das
Hochwasser in Dresden oder die ideale Teppichreinigung
gesprochen. Er meinte mehrfach, er würde gerne provozieren.
Doch was wenn man nicht merkt, daß und wann er „nur“
provozieren will bzw. wann er etwas ernst meint?

Natürlich kann nicht zu jedem die Chemie stimmen. Was tun,
wenn es zu einem Therapeuten in einer Reha eine scheinbar
einhellige Meinung der Patienten gibt: nett zum Quatschen,
doch Probleme sollte man keine bei ihm haben, sonst kann man’s
vergessen?

Ciao,
Romana

Hi Romana,

die wichtigere Frage ist doch: Was hältst du von ihm?

Dennoch… Was haltet Ihr von einem Therapeuten, dem man eine
halbe Stunde konzentriert eine Problemgeschichte erzählt und
dessen Antwort zu diesem Mann ist, daß es gut so ist, daß der
Kontakt nicht mehr besteht und daß dieser ein Narzißchen sei?

Und was sagst du dazu? Nix? Warum nicht? Hat er recht oder nicht? Wenn nicht, warum protestierst du nicht?

Was haltet Ihr weiter von solch einem Therapeuten, wenn dieser
in einer darauffolgenden Stunde auf die drängende Frage, was
die eigenen Anteile sind, was man selbst zu dem Geschehen
beigetragen habe und wie man andere Leute anzieht, daß er
diese Frage nicht beantworten könne, da er ja nicht dabei
gewesen sei.

Wer war denn dabei? Wer kann denn diese Frage tatsächlich und wahrheitsgemäß beantworten? Du und nur Du!!!

Hm. Das war für mich die neueste Erkenntnis: ein

Therapeut kann nur dann helfen, wenn er bei dem
Problemsituationen vorher mit dabei war. :smile:) Desweiteren wird
dieser Therapeut bei den Leuten als jener welcher gehandelt,
dessen Lieblingsthema das Wetter ist. Z.B. wird dann über das
Hochwasser in Dresden oder die ideale Teppichreinigung
gesprochen.

Warum auch nicht, wenn denen nichts wichtiger ist als das Wetter, dann spricht er halt über das Wetter. Ihr als Klient müßt die Stunde gestalten und in die handnehmen. Ihr müßt euch aufregen! Ihr müßt endlich aus den Puschen kommen und euch nehmen, was ihr wollt!

" Er meinte mehrfach, er würde gerne provozieren."

Genau das ist es doch: Er provoziert durch sein Verhalten. und du mußt entscheiden, ob du dir das gefallen läßt. Anstatt dich hier über ihn zu beschweren, solltest du IHM sagen, was du von ihm hältst!!!

Doch was wenn man nicht merkt, daß und wann er „nur“
provozieren will bzw. wann er etwas ernst meint?

Siehst du, daran arbeitet er gerade mit dir! Merkst du es?

Natürlich kann nicht zu jedem die Chemie stimmen.

Genau wie im Privatleben, und da kommt es ja dann darauf an, daß du dich abgrenzt, daß du sagst, wen du magst und wen nicht! Welches Verhalten du gewillt bist zu ertragen und welches nicht! Das übt er gerade mit dir. Ich finde er macht das ganz schlau, er wartet einfach bis du explodierst.

Was tun,

wenn es zu einem Therapeuten in einer Reha eine scheinbar
einhellige Meinung der Patienten gibt: nett zum Quatschen,
doch Probleme sollte man keine bei ihm haben, sonst kann man’s
vergessen?

Tja, solange es gleichgesinnte gibt, ist das Leben einfach, aber wehe da ist so ein Arsch, dann wissen deine Mitpatienten und Du nicht mehr weiter. Da fängst es an, wo ihr lernen könnt Verantwortung für euch zu übernehmen und euch zu wehren, wenn es notwendig ist.

Und wenn das zu gefährlich und zu anstrengend ist, dann habt ihr ja noch das Wetter über das ihr reden könnt.

Ich wollte dich hier nicht anmeckern! Das ist der Trick mit dem er arbeitet. du mußt jetzt entscheiden, ob du was für dich tun willst und an ihm üben, dich gegen solche Stinkstiebel zu wehren!

gruss
winkel

Hi Winkel,

Bis hier hin volle Zustimmung, a b e r

Genau das ist es doch: Er provoziert durch sein Verhalten. und
du mußt entscheiden, ob du dir das gefallen läßt. Anstatt dich
hier über ihn zu beschweren, solltest du IHM sagen, was du von
ihm hältst!!!

dies halte ich für sehr sehr gefährlich (jemanden, der im
weitesten Sinne von der „normalen Welt“ ver - r-ückt wurde) zusätzlich in diesem Stadium zu provozieren!!!

Ich wollte dich hier nicht anmeckern! Das ist der Trick mit
dem er arbeitet.

…und der nicht in Ordnung ist. Patienten brauchen ein gewisses Maß an Sicherheit. Er verbreitet offensichtlich das Gegenteil!

Du bist schon weiter, siehst offener, aber Romana ist im Zweifel, genau das halte ich für „das Pferd falsch rum aufzäumen.“

Denk mal wahrhaftig nach, was dies für Auswirkungen haben könnte: Vertrauen - Selbstbewußtsein - Bewußtsein überhaupt…etc.

Herzl. Grüße
d.

Hi dilarah,

dies halte ich für sehr sehr gefährlich (jemanden, der im
weitesten Sinne von der „normalen Welt“ ver - r-ückt wurde)
zusätzlich in diesem Stadium zu provozieren!!!

Ich hab das am eigenen Leib erfahren. Stell dir vor deine Reaktionsmöglichkeiten sind eingeschlafen. Wie soll man sie wecken? Der Kerl wird wohl wissen sich zu wehren, wenn sie explodiert, aber besser doch sie tut es dort, als „draußen“. dort kann sie testen, was passiert, wenn sie so reagiert, wie ihr Gefühl es ihr sagt.

Ich wollte dich hier nicht anmeckern! Das ist der Trick mit
dem er arbeitet.

…und der nicht in Ordnung ist. Patienten brauchen ein
gewisses Maß an Sicherheit. Er verbreitet offensichtlich das
Gegenteil!

Gerade das ist doch das verkehrte. Wenn jemand sowieso schon zurückgezogen mit seinen Gefühlen alleine ist, den dann noch einzupacken in eine Schmusewolke. Versteh mich bitte nicht falsch, aber hier hilft „der Tritt in den Arsch“ doch wohl besser, daß man wieder zuläßt, daß die Gefühle Teil des Lebens werden. Ja ich weiß, es tut weh (nicht nur der Tritt) besonders dann die Erfahrung, was diese Gefühle überhaupt sind. das ist der Punkt wo das „große Heulen“ beginnt und damit anfängt der Druck zu sinken.

Das Faß ist bald am Überlaufen, Deckel drauf hilft nicht, dann lieber überlaufen und platzen lassen!

gruss
winkel

Du bist schon weiter, siehst offener, aber Romana ist im
Zweifel, genau das halte ich für „das Pferd falsch rum
aufzäumen.“

Was soll ihr helfen, wenn du sie in Ihrem Zweifel bestärkst?
Ich kenne die Diskussionen: „Ich will nen anderen Therapeuten“. Wenn dann in den Gruppensitzungen kam „Warum?“, folgten viele tolle Argumente, aber nie der Ausdruck: „Der Typ kotzt mich mich mit seinem Verhalten an“. Die Entscheidung war immer dieselbe: „Bleiben sie mal bei ihrem Therapeuten, der ist auf dem richtigen Weg“. Denn der erste Protest war meist der erste Schritt mal Wut zu spüren, die wurde durch diese Reaktionen dann sogar noch verstärkt, mit Absicht. Und ich hab auch gesehen, daß wenn die Leute dann mal wirklich ihre Wut rausgebrüllt haben, dann war der Therapeut plötzlich toll wie kein anderer.

Die sitzen da nicht, um Fragen zu benatworten, sondern dir zu helfen wieder an deine vergrabenen Gefühle ranzukommen. Und das Gefühl was meist den Deckel macht ist die nicht ausgelebte Wut.

Denk mal wahrhaftig nach, was dies für Auswirkungen haben
könnte: Vertrauen - Selbstbewußtsein - Bewußtsein
überhaupt…etc.

Vertrauen - meinst du das Vertrauen zu anderen oder zu sich selbst und seinen Gefühlen.

Selbstbewußtsein - Ist das denn da? Muß da jemand verleihen wie einen Orden oder muß das Selbstwertgefühl nicht von innen heraus kommen?

Bewußtsein - Man kann sich nur selbst bewußt sein, wenn man sich fühlt. Eingebunden und eingewickelt von den Schmusereien der ach so netten unterdrückt noch mehr!!!

gruss
winkel

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Hi Winkel,

in Deinem Falle war es vielleicht richtig so.
Was mich daran noch interessiert wäre, warst Du so wütend
auf den Therapeuten, wie Romana grad eben (die auf mich
eben nicht den Eindruck macht, derart zurückgezogen zu sein,
sie hinterfragt, macht sich Gedanken, ist interessiert…usw.)?

…und der nicht in Ordnung ist. Patienten brauchen ein
gewisses Maß an Sicherheit. Er verbreitet offensichtlich das
Gegenteil!

Gerade das ist doch das verkehrte. Wenn jemand sowieso schon
zurückgezogen mit seinen Gefühlen alleine ist, den dann noch
einzupacken in eine Schmusewolke. Versteh mich bitte nicht
falsch.

Tu ich sicher nicht, aber entschuldige wenn ich das so anders sehe. Ich weiß nämlich genau, mit mir dürfte das niemand tun.
Für mich wäre es die falsche Reaktion, so geschehen würde ich
mich noch mehr zurückziehen. Von daher meine Meinung über diesen
von Roman a genannten Therapeuten.

Das Faß ist bald am Überlaufen, Deckel drauf hilft nicht, dann
lieber überlaufen und platzen lassen!

DAS merk ich mir doch glatt…:smile:

Und ich hab auch gesehen, daß wenn die Leute dann mal wirklich ihre Wut rausgebrüllt haben, dann war der Therapeut plötzlich toll wie kein anderer.

Die sitzen da nicht, um Fragen zu benatworten, sondern dir zu
helfen wieder an deine vergrabenen Gefühle ranzukommen. Und
das Gefühl was meist den Deckel macht ist die nicht ausgelebte
Wut.

Das macht mich sehr nachdenklich…

Vertrauen - meinst du das Vertrauen zu anderen oder zu sich
selbst und seinen Gefühlen.

Vertrauen zu sich selbst meinte ich und ich finde, jeder der von sich aus einen Therapeuten sucht, um aus einer schier auswegslosen Situation zu kommen, hat ne Menge davon!

Selbstbewußtsein - Ist das denn da? Muß da jemand verleihen
wie einen Orden oder muß das Selbstwertgefühl nicht von innen
heraus kommen?

Du redest wie ein Therapeut. Bist Du noch Du? Wollte damit nur
zeigen, diese Frage-Frage-Spiel ist nicht immer das Mittel der
Wahl. Meine Therapeutin (wie blööööde das klingt - immer noch)
sagt mir oft, dass auch sie mit bestimmten Situationen über-
fordert ist. Wir suchen gemeinsam nach Wegen u. das hat mich
ihr zu vertrauen gelehrt, weil auch sie nicht auf jede Frage
eine Antwort hat. Ehrlichkeit halt. Gut für mich richtig, für
Dich mit anderem Krankheitsbild u. anderer Mentalität vielleicht weniger gut.

Bewußtsein - Man kann sich nur selbst bewußt sein, wenn man
sich fühlt. Eingebunden und eingewickelt von den Schmusereien
der ach so netten unterdrückt noch mehr!!!

Nein, nein, nein! In Deinem Fall ja! In meinem z.B. „um Himmels
Willen“…das ist die Kunst des Therapeuten (nicht Trick), herauszufinden, wer was brauch, um sich zu öffnen.

Verstehst in etwa was ich sagen wollte…:smile:

Liebe Grüße
Dilarah

gruss
winkel